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Kerry Gauthier muss nach zwei Jahren im Parlament von Saint Paul seinen Hut nehmen

Kerry Gauthier war ein beliebter schwuler Kongressabgeordneter in Minnesota. Am Mittwoch gab er seinen Rückzug bekannt, nachdem eine "peinliche" Affäre öffentlich geworden war.

Der 56-jährige Demokrat hat nach Medienberichten zugegeben, mit einem 17-Jährigen vor einem Monat Oral-Sex an einer Autobahnraststätte nahe Duluth gehabt zu haben. Er hatte den Teenager zuvor im Online-Netzwerk "Craigslist" kennen gelernt. Nachdem Lokalnachrichten über das private Tête-à-tête des Abgeordneten berichteten, forderten ihn sogar Parteifreunde auf, nicht zur Wiederwahl anzutreten. Schließlich gab der nach der Affäre gesundheitlich angeschlagene Politiker dem Druck nach. 2010 hatte Gauthier seinen Wahlbezirk mit 67 Prozent der Stimmen klar gewonnen.

Der Vorfall zeigt, wie sehr Privates und Öffentliches in der amerikanischen Politik vermischt wird: So hat sich Gauthier keiner Straftat schuldig gemacht, wie auch die Polizei bestätigte. In Minnesota liegt das Schutzalter bei 16 Jahren. Es sei kein Geld geflossen und Gauthier ist weder verheiratet noch verpartnert. Gleichwohl erklärte Ken Martin, der Vorsitzende der Demokraten in Minnesota: "Seine Handlungen sind nicht entschuldbar. Niemand in unserer Partei duldet ein solches Verhalten und niemand wird in verteidigen." Die Republikaner machen sich bereits Hoffnung, den normalerweise sicheren demokratischen Sitz bei den Wahlen Anfang November zurückzuerobern.

Ähnliche private Enthüllungen haben bereits wiederholt Demokraten zum Rückzug gezwungen. Der prominenteste war der US-Kongressabgeordnete Anthony Weiner, der aus Versehen ein Bild seines nur von einer Unterhose bedeckten erigierten Penis an seine Twitter-Anhänger geschickt hat. Der heterosexuell verheiratete Politiker, der schon als möglicher demokratischer Präsidentschaftskandidat im Jahr 2016 gehandelt worden war, musste nach einem mehrere Wochen andauernden entwürdigenden Debatte seinen Rücktritt erklären. Bei den Nachwahlen konnten die Republikaner seinen Wahlbezirk zum ersten Mal seit 88 Jahren gewinnen. (dk)



#1 godddamn liberalAnonym
  • 23.08.2012, 14:50h
  • Was legal ist, ist legal. Und privat.

    Jeder hat ein Recht auf Peinlichkeit, weil keiner definieren kann, was das genau ist.

    Und wir sollten uns unsere ganz persönliche Peinlichkeit nicht von viel peinlicheren Figuren auf der rechten Seite definieren lassen...
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#2 YanickAnonym
  • 23.08.2012, 14:59h
  • Was für ein bigottes Land.

    Wie schon im Artikel steht:
    der hat nichts unrechtes getan. Das Schutzalter liegt bei 16 Jahren und sein Sexpartner war 17. Er ist nicht mal verheiratet oder verpartnert und es ist auch kein Geld geflossen.

    Dennoch ist die politische Karriere zu Ende.

    Was für ein degeneriertes Land.
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#3 UnterschiedeAnonym
  • 23.08.2012, 15:37h
  • Normalerweise wird über das Sexualleben samt Affären amerikanischer Politiker auch in den deutschen Medien ausführlich berichtet, inklusive Umfragen und Diskussionsrunden in Foren.
    Trifft es aber homosexuelle Affären ist die deutsche Berichterstattung wesentlich geringer.
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#4 MikelAnonym
  • 23.08.2012, 15:59h

  • Wär ja mal Neugierig wie das überhaupt an die Presse kam wenn das nur etwas zwischen den beiden war
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#5 goddamn liberalAnonym
#6 Alles nach PlanAnonym
  • 23.08.2012, 16:56h
  • Antwort auf #2 von Yanick
  • Ein Land, das ausschließlich von (zwei) bürgerlichen Parteien regiert wird, die sich in der parlamentarischen Scheindemokratie im Interesse einer kleinen Minderheit an der Macht abwechseln. Der Glashaus-Hinweis stimmt aber: Europa ist schon lange auf demselben Entwicklungspfad.

    "In 15 states, at least one in five Americans say they struggled to afford the food they needed at least once during the past 12 months. Nationwide, 18.2% of Americans so far in 2012 say there have been times when they could not afford the food they needed..."

    (Gallup.com)
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#7 le_waldsterbenProfil
  • 23.08.2012, 18:14hBerlin
  • Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass ein 56jähriger Kongressabgeordneter nicht mit einem 17jährigen Jungen an einer Autobahnraststätte Sex haben kann.
    Offensichtlich hat sich die Mehrheit der Amerikaner noch ein Gefühl für Anstand bewahrt. Eine normale Beziehung zwischen den beiden wäre zwar grenzwertig gewesen, wäre aber wohl von der Mehrheit der Amerikaner akzeptiert worden. Aber sich an Autobahnraststätten herum zu treiben, passt nicht zu einem Abgeordneten, der für die Allgemeinheit Verwantwortung zu tragen hat.
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#8 WrEstlElanAnonym
  • 23.08.2012, 18:42h

  • Warum hat er nicht gesagt er wollte an der Raststätte nur einen Reifen wechseln? Die Amis sind doch sonst so erfinderisch was Ausreden angeht, zum Beispiel der eine Politiker (oder wars ein Pastor?) der einen Callboy als Kofferträger engagierte, oder Clinton mit seinen Ausreden über Levinski :-)
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#9 SchmusecruiserAnonym
  • 23.08.2012, 19:37h
  • Da hatte er nochmal Glück, daß das Schutzalter in Minnesota "nur" bei 16 und nicht 18 oder 21 Jahre (da ist man in den USA erst volljährig!) liegt!

    Ich würde nie mit jemandem Sex praktizieren, der jünger als 18 Jahre alt ist. Und daran hab ich mich auch in meiner Hamburger Zeit daran gehalten! Da ist man immer auf der sicheren Seite!
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#10 finkAnonym
  • 23.08.2012, 19:58h
  • Antwort auf #7 von le_waldsterben
  • "gesunder menschenverstand", "anstand", "normale beziehung"...

    immer wieder spannend zu beobachten, wenn schwule die argumentativen gewehrläufe der mehrheitsgesellschaft freiwillig gegen ihre eigene schläfe drücken.
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