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  • 24.08.2012           23      Teilen:   |

Post an Presserat

Wehren gegen Wagner


Die öffentlichen Protestbriefe gegen den "Bild"-Kolumnisten Franz Josef Wagner sind geschrieben, was lässt sich jetzt noch tun? Auf die Finger klopfen!

"Bild"-Chefredakteur Kai Dieckmann ist zwar bekannt für seine aalglatte Art, mit der er Beschwerden aller Art behandelt. Üblicherweise wird in "Das wird man doch wohl noch sagen dürfen"-Manier argumentiert, warum dieser unzulässige Eingriff in Privatsphären und jener journalistische Griff ins Klo rechtens war, selbst, wenn man ganz offensichtlich im Unrecht ist (siehe die Bildblog-Liste der Rügen gegen "Bild"). Dennoch macht es Sinn, sich gegen die kalkulierte Provokation Wagners (Text siehe Foto) zur Wehr zu setzen.

Das lässt sich mit Hilfe des Deutschen Presserats erledigen, einer Organisation der Verleger- und Journalistenverbände. Das Plenum des Presserats hat die Aufgabe, als freiwilliges Selbstkontrollorgan die deutschen Medien im Blick zu behalten und bei Verstößen gegen die im Pressekodex festgelegten publizistischen Grundsätze warnend den Finger zu heben. Mit "Hinweisen" für leichte Verstöße, "Missbilligungen" für größere Klopper und "Rügen" für schwere Verstöße gibt es zumindest symbolische Sanktionsmittel. Nur Rügen müssen allerdings vom Medium, gegen das die Rüge ausgesprochen wurde, veröffentlicht werden.

Der Publizist Holger Doetsch hat bereits eine E-Mail an den Presserat geschrieben, denn der wird nur aktiv, wenn sich jemand beschwert. Doetsch fordert nun alle auf, es ihm gleich zu tun, und gibt Tipps, auf welche Punkte des Pressekodex man sich berufen sollte: "Meines Erachtens liegt bei 'Post von Wagner' ein klarer Verstoß vor gegen Ziffer 1 (Wahrung der Menschenwürde), Ziffer 12 (Diskriminierung) und vor allem gegen Ziffer 9 vor (Es widerspricht journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild, Menschen in ihrer Ehre zu verletzen)."

Im Beschwerdeschreiben an den Presserat gegen "Bild" solle man ausdrücklich verlangen, dass eine Rüge erteilt wird. Dem schließen wir uns an.

Wagner hatte in seiner Kolumne das "Unwohlsein" über den jüngsten Vorstoß der Justizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger (FDP) zur rechtlichen Gleichstellung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften in zahlreichen Rechtsvorschriften formuliert (queer.de berichtete), und das biologistisch begründet. Dann erwähnt er die frühere Strafbarkeit von Homosexualität, die nun nicht mehr drohe, betont, dass wir unsere Partner jetzt ja "lieben dürfen", und behauptet fälschlicherweise, dass wir "deutsche Ehepartner" sein können. Je nach Lesart lässt sich das als Aufforderung verstehen, die diskriminierenden Ungleichbehandlungen im deutschen Recht unsererseits zu akzeptieren und dazu endlich mal die Klappe zu halten, oder gar als Drohung auffassen. (cw)

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Tags: bild, kai dieckmann, post von wagner, presserat, rüge
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Reaktionen zu "Wehren gegen Wagner"


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
24.08.2012
12:32:08


(+8, 8 Votes)

Von Gleiche Rechte


@Queer.de Redaktion

Danke für die Einrichtung dieses Blogs.

Ich werde mich der Beschwerde an den Presserat mit einem eigenen Schreiben anschließen, denn ich bin - wie schon an anderer Stelle geäußert - nicht der Meinung "man könne ja doch nichts ändern", sondern "wer kämpft kann (zwar) verlieren, aber wer (gar nicht erst) kämpft, hat bereits verloren" (frei nach B.Brecht)


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#2
24.08.2012
12:32:11


(+5, 7 Votes)

Von goddamn liberal


Wehren gegen Wagner? Gut!

Es gibt aber auch andere Journalisten, die für mich noch weit gefährlicher sind, weil diese - weniger kaberettreifen - Herren ihren vermeintlichen Anspruch (ebenso wie ihren Doktortitel) demonstrativ vor sich hertragen und unsere Menschenrechte noch offener und schamloser als 'Bild' und Wagner bekämpfen.

Verfassungswidrige Pseudo-Elite, eine alte deutsche Tradition...

Dr. Kissler:

Link zu www.theeuropean.de

Dr. Deckers:

Link zu www.faz.net

Link zu www.faz.net

Merke: Der Fisch stinkt vom Kopf!


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#3
24.08.2012
15:18:42


(0, 6 Votes)

Von postagebuch
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 13.01.2012


Heute habe ich beim Teilzeitblogger von Onkel Wagners wirren Zeilen erfahren.
Link:
derteilzeitblogger.wordpress.com/2012/08/23/lieber
-franz-josef-wagner/



Dazu schrieb ich spontan:

"Kann dieser BILD-Mensch auch klare Gedanken in einem logisch nachvollziehbaren Zusammenhang schreiben?

Auf mich wirkt diese “Kolumne” immer wie ein Sammelsurium von dahergelaberten Sätzen – ohne jeden Zusammenhang.

Was hat Karl-Werner Wagner eigentlich genommen, bevor er das schrieb? Ich hätte gerne auch einmal von diesem Zeugs probiert und dann bitte die doppelte Dosis davon."

Dass jetzt aber gleich der Presserat angerufen wird, finde ich völlig unangebracht: Gleich sind die Schwulen wieder beleidigt und jammern juristisch rum.

Macht doch eine kreative Aktion draus, zum Beispiel eine Satire auf Wagners Zeilen, eine Fotomontage à la TITANIC-Startcartoon oder etwas anderes einfallreiches.
Eine juristisch-nüchterne Email an den Presserat ist völlig panne und langweilig - und landet eh im Klosett.

Dort wo übrigens die Zeilen von Onkel "Zahnlücke" Wagner auch reingehören.


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#4
24.08.2012
15:57:54


(+6, 6 Votes)

Von fink


welchen durchschnittlichen intelligenzquotienten hat eigentlich die zielgruppe der "post von wagner"? oder lässt der die texte von grundschülern schreiben?

ich kann nicht glauben, dass jemand für so ein hilfloses gestammel noch geld bekommt ...


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#5
24.08.2012
16:14:56


(+3, 5 Votes)

Von sellewellewu
Antwort zu Kommentar #4 von fink


die wahlbeteiligungen bei reichstags- und bundestagswahlen....

"welchen durchschnittlichen intelligenzquotiente n hat eigentlich die zielgruppe der "post von wagner"?"

1932 84,1 %.

(Der klare Gewinner der Reichstagswahl war die NSDAP. Diese konnte ihr Ergebnis von 1930 um fast 20 % steigern und damit fast verdoppeln. Gemessen an der absoluten Stimmenzahl legte die Partei sogar um 115 % zu. Dies kam so durch die hohe Wahlbeteiligung nicht so zum Ausdruck.)

1972 91,1%

1976 90,7%


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#6
24.08.2012
19:40:12


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Zu Herrn Wagner fällt mir nur eines ein: Dummheit muß bestraft werden!


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#7
24.08.2012
21:05:47


(+3, 5 Votes)

Von goddamn liberal


Der durfte natürlich im Reigen der homophoben Herrenmenschen nicht fehlen:

Link zu www.spiegel.de

Aber: Warum soll es uns besser gehen als anderen Opfern dieses ressentimentgeladenen ewigen Muttersöhnchen?


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#8
25.08.2012
05:07:41


(+4, 4 Votes)

Von Alte Tunte
Antwort zu Kommentar #7 von goddamn liberal


Und wenn man sich vorstellt: Der "Spiegel" war mal ein fortschrittliches, ernstzunehmendes Blatt!


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#9
25.08.2012
09:28:24


(+2, 4 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #7 von goddamn liberal


.." ewigen Muttersöhnchen?"
krrrrrrrrrrrreich.. genau dieser begriff hat mir gefehlt für diesen schnulli !


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#10
25.08.2012
09:36:29


(+3, 5 Votes)

Von Gleiche Rechte
Antwort zu Kommentar #7 von goddamn liberal


Der dauer-pubertierende Mama-Sohn Jan Fleischauer, der ganz ganz schlimm unter der 68er Bewegung gelitten hat und seitdem arg gestört ist, in seiner SPIEGEL-ONLINE Kolumne über die Gleichstellung schwuler und lesbischer Paare mit heterosexuellen (Ehe-)paaren:

Jan Fleischhauer: "... Gleichbehandlung für alle! Klingt wunderbar, macht aber gar keinen Sinn. Wer das Ehegattensplitting für Homo-Ehen fordert, kann auch gleich Millionären Wohnberechtigungsscheine ausstellen ..."

Franz Josef Wagner in seiner Bild-Zeitung Kolumne:

Franz Josef Wagner: "Liebe Homo-Ehe,
der Gesetzentwurf des Justizministeriums will, dass Ihr gleichgestellt werdet mit der „Papa-Mama-Baby-Ehe“. Homo-Ehe vs. Mann-&-Frau-Ehe. Ich fühle mich dabei nicht wohl ..."

Zwei Doofe - ein Gedanke.

Link zu www.spiegel.de

Link zu www.bild.de

Vielleicht sollte die schwul-lesbische Community Geld sammeln, um den beiden "Elite-Journalisten" eine Psychotherapie zu bezahlen


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