Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?17232

In Australien wird das Thema Ehe-Öffnung zum Dauerbrenner

Die Regierung des australischen Hauptstadt-Territoriums (ACT), das Canberra und einige umliegende Gemeinden umfasst, will gegen den Willen der Bundesregierung die Ehe öffnen.

Die regierende sozialdemokratische Labor-Partei und die Grünen haben am Donnerstag im Lokalparlament über die Öffnung der Ehe debattiert und die Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern mit Eheleuten beschlossen. Bereits 2006 hatte die Regionalregierung versucht, Homo-Paare in "Civil Unions" mit Eheleuten gleichzustellen, allerdings hatte die konservative Regierung unter Premierminister John Howard das damals verboten (queer.de berichtete). Daraufhin musste das regionale Parlament das Lebenspartnerschaftsgesetz verwässern.

In den letzten Wochen haben bereits die sozialdemokratischen Regierungschefs von Tasmanien und South Australia eine Öffnung der Ehe in ihren Bundesstaaten in Aussicht gestellt (queer.de berichtete). Sie stellen sich damit gegen die Bundesregierung, die von ihrer Parteifreundin Julia Gillard geführt wird. Die Premierministerin lehnt die Öffnung der Ehe ab. In Australien ist daher ein Streit um die Kompetenzen von Bundesstaaten und Territorien entbrannt, inwieweit sie das Eherecht selbst festlegen können. Die Opposition, die konservative Liberal Party, hat bereits mit Klagen gedroht, sollte ein Bundesstaat die Ehe öffnen. (dk)



#1 thorium222Profil
  • 24.08.2012, 15:14hMr
  • Und das alles wegen einer einzelnen engstirnigen und bigotten Person, die Menschenrechte mit Füßen tritt.
    Frau Gillard, Sie sollten sich schämen!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 24.08.2012, 19:49h
  • Das zeigt wieder mal deutlich, wie fortschrittlich Australien - in diesem Fall Canberra - ist!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 FelixAnonym
  • 25.08.2012, 11:20h
  • So schön diese Einzelinitiativen auch sind, aber ein Flickenteppich ist natürlich keine Dauerlösung. Am besten wäre die Eheöffnung in ganz Australien.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 GF Pr von PrAnonym
  • 25.08.2012, 17:25h
  • Am Donnerstag ist in Canberra nur die eingetragene Partnerschaft fur Homo-Paare absolut gleichgestellt, aber doch nicht die Ehe legalisiert. Das ist wegen des besonderen Status von Canberra als Haupstadtterritorium zur Zeit schwer moglich, die dortige, sonst sehr schwulenfreundliche, Regierung wartet noch, was das australische Verfassungsgericht zu sehr moglicher Homo-Ehe Legalisierung in Tasmanien und South Australia, vielleicht auch in Northern Territory (dort hangt alles von den Wahlen in dieser Woche ab), entscheidet - das Thema Ehe steht im Prinzip in der Kompetenz der foderalen Regierung. Und die wird die Homo-Ehe noch im August und September zusammen mit Parlament debattieren, aber sehr wahrscheinlich nicht legalisieren, weil die regierende Labor-Partei gespalten zu diesem Thema ist, 'nach Gewissen' abstimmen wird und uberhaupt keine absolute Mehrheit hat; die rechte Opposition aber wird unter 'Fraktionzwang' einstimmen und mit 'nein' votieren - die einzige Hoffnung fur Australiens Schwule eben war, dass die Konservativen diesen Zwang abschaffen, es ist aber zumindest bis jetzt nicht geschehen. Also hat die Homo-Ehe auf der foderalen Ebene in Australien heute uberhaupt keine realistischen Chancen, der Misserfolg ist so was wie vorprogrammiert. Bleiben nur die einzelnen Bundesstaaten, vor allem Tasmanien, ein absoluter Vorreiter zu den Homo-Fragen in den letzten Jahren, obwohl dort Homosexualitat nur 1997 legalisiert wurde, im letzten australischen Bundesstaat uberhaupt (wahrend traditionell, gesellschaftlich homofreundliche New South Wales und Victoria heuzutage zumindest politisch abgerutscht sind und von der konservativen 'Liberal Party' regiert; die Labor-Party von New South Wales ist sogar zur Frage der Homo-Ehe ziemlich gespalten; keine Homo-Hochzeiten also in Sidney in den nachsten 4-5 Jahren, vielleicht auch langer). Ob das Verfassungsgericht solche Initiativen von Tasmanien uns South Australia verfassungskonform findet, ist schon sehr fraglich, so die Meinung vieler Experten. Einen anderen Weg zur Legalisierung der Homo-Ehe in Australien als auf der Bundesstaatenebene gibt es in den nachsten 3-4 Jahren wohl aber nicht - nachstes Jahr stehen Wahlen ins foderale Parlament vor, und die Konservativen sind Favoriten. Wer weiss aber - vielleicht wird bis zu dieser Zeit die schwulenfeindliche Ministerprasidentin von Labor, Julia Gillard, im Hofstreich vom Thron gesturzt - sie selbst doch ist namlich so vor zwei Jahren in die Macht gekommen? Wohl aber kaum. Da macht Neuseeland fur mich sehr viel mehr Freude - sogar der konservative Ministerprasident, der attraktive John Key mit osterreichischen Wurzeln, ist fur die Homo-Ehe, so auch viele Minister seiner rechten Regierung und naturlich Labor-Opposition. Das erste Abstimmen ist schon im September. Ubrigens, in Neuseeland machen die katholiken 12% der ganzen Bevolkerung, in Australien - 25%. Noch Fragen, warum zwei so ahnliche, fast identische Lander so unterschiedlich mit Homo-Ehe im Moment umgehen?
  • Antworten » | Direktlink »