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Die frühere Bundesgesundheitsministerin Gerda Hasselfeldt hält jegliches Zugeständnis an Homo-Paare ab (Bild: Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde)

Die Kritiker der Gleichbehandlung melden sich bei der Union noch immer in Scharen: Gerda Hasselfeldt meint, Homo-Paare seien nicht die Zukunft, Hermann Gröhe sieht "drängendere Probleme".

Hasselfeldt, die Chefin der CSU-Landesgruppe im Bundestag, erklärte am Freitag in der "Süddeutschen Zeitung", die Zukunft liege "in Familie, Kindern und Ehe und nicht in homosexuellen Lebenspartnerschaften". Sie wiederholt damit fast wortgleich eine Aussage von CDU-Staatssekretärin Katherina Reiche, die zu heftiger Kritik geführt hatte (queer.de berichtete).

Hasselfeldt sagte im Interview weiter, sie lehne selbst den wenig ambitionierten Gesetzentwurf "zur Bereinigung des Rechts der Lebenspartner" von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ab. "Ich gehe davon aus, dass dieser Gesetzentwurf so nicht konsensfähig ist", so die 62-Jährige.

Gröhe: Die meisten Menschen sind Heteros


CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe kennt Homos offenbar nur aus dem "Tatort" (Bild: Michael Panse / flickr / by-nd 2.0)

Auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe lehnt die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben aus Prinzip ab: "Nicht das Beziehungsleben mancher Tatort-Kommissare ist der Maßstab, sondern das Privatleben der meisten Menschen in Deutschland", erklärte er in einem Interview mit der Online-Ausgabe der "Süddeutschen Zeitung". Die Diskussion sei ohnehin eine "Scheindebatte", "schon allein deshalb, weil Paare ohne Kinder in der Regel Doppelverdiener sind. Da fällt der Splittingvorteil kaum ins Gewicht", so Gröhe. Heterosexuellen Paaren ohne Kinder will er den Splittingvorteil aber trotzdem gewähren.

Gröhe verbreitete auch die 2002 vom Bundesverfassungsgericht widerlegte These, dass die Hetero-Ehe besser gestellt sein müsse als andere Lebensgemeinschaften. Das Grundgesetz, erklärte der CDU-Politiker aus Neuss, spreche "von einer besonderen Förderungswürdigkeit von Ehe und Familie". Gröhe weiter: "Das schließt schon logisch aus, jede besondere Förderung der Ehe als Diskriminierung aller anderen Lebensgemeinschaften anzusehen". Auch hier widerspricht das Bundesverfassungsgericht: Karlsruhe hat bereits die Gleichstellung bei der Grunderwerbsteuer, beim Familienzuschlag, der Erbschaftsteuer und der Hinterbliebenversorgung wegen einer grundgesetzwidrigen Diskriminierung angeordnet.

Reiche erlaubt wieder Kommentare

Unterdessen hat Katherina Reiche ihre Facebook-Seite wieder eröffnet. Sie war am Dienstag geschlossen worden, nachdem Leser ihre Haltung zu Homo-Rechten deutlich kritisierten. Reiche hatte darauf den Machern und den meisten Kritikern Intoleranz vorgeworfen (queer.de berichtete), auf Offene Briefe und Anfragen bei abgeordnetenwatch.de aber nicht reagiert.

Der Unmut von Schwulen und Lesbenhatte sich auch in der Facebook-Seite "Keine Zukunft mit Katherina Reiche" gezeigt, die inzwischen auf über 7.700 Fans kommt. Für Protest in sozialen Netzwerken sowie Strafanzeigen, Beschwerden beim Presserat und Gegenbriefen hatte gestern zusätzlich eine Kolumne von "Bild"-Autor Franz Josef Wagner gesorgt. (dk)



#1 WirliebenGerdaAnonym
  • 24.08.2012, 17:56h
  • Jetzt auch noch die rechte K.... Hat auch eine tolle Familie. Geschieden und wieder verheiratet. Ich hoffe, daß man sie genau so angreift wie die Reiche. Habe ihr schon einen Brief geschrieben und eMails.
    Ebenso an Gröhe.
    Sind die denn alle verblödet und menschenverachtend in den C Parteien (bis auf ein paar Ausnahmen). Man muß beinahe schon Angst bekommen, daß die komplett rechts abtrifften.
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#2 C Parteien tollAnonym
  • 24.08.2012, 18:07h
  • Warum wandern Hasselfeldt, Gröhe, Reiche, Kudla, Geis, Steinbach, Krings, Müller, Bouffier, Kauder, Bosbach, etc. nicht nach Syrien oder ein ähnlich menschenverachtendes Land aus. Dort könnten sie wirklich glücklich werden. Nur die Steinbach, Kudla, Reiche, Hasselfeldt müßten sich dann verschleiern - was aber nicht tragisch ist, die will man eh nicht sehen. Hasselfeldt und Reiche würden aber auch gesteinigt werden, da geschieden und außerehelich ein Kind!
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 24.08.2012, 18:11h
  • Na denn...

    Gerda Hasselfeldt, MdB

    Deutscher Bundestag
    Platz der Republik 1
    11011 Berlin
    Tel.: 030 / 227-70877
    E-Mail: gerda.hasselfeldt@bundestag.de

    Und nicht vergessen:

    Wir sind die, die Anstand, Recht, Humanität, Aufklärung und Zivilisation verteidigen!

    Das sollten wir m. E. in aller Schärfe tun, aber ohne der Reaktion eine juristische Handhabe gegen uns zu geben!
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#4 GayreporterAnonym
  • 24.08.2012, 18:13h
  • Leute regt euch nicht so auf, wir werden die Union nächstes jahr zur Not eh in die Koalition mit SPD oder Grünen führen, wenn sie noch weiterregieren will. Macht verändert ganz schnell das Bewusstsein. Selbst die jungen Unionsleute glauben doch nicht mehr an das was ihre Altvorderen da von sich geben, die haben auch genug schwule Freunde...
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#5 Gegen CDUAnonym
  • 24.08.2012, 18:13h
  • Vielleicht hat die grassierende Selbstdemaskierung rechter Schießbudenfiguren in der CDU/CSU den Nebeneffekt, dass auch wirklich die letzten schwulen und lesbischen CDU/CSU-Wähler erkennen, dass die Partei für keinen Schwulen und für keine Lesbe wählbar ist.

    Hasselfeldt, Gröhe usw. zeigen deutlich wes Geistes Kind sie sind ("der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch"), hätten sicher keinerlei Schwierigkeiten mit der neuen Rechtspartei 'Die Rechte' eine Koalition einzugehen, sobald die NPD verboten ist und konterkarieren damit fleißig den Versuch dem Wähler die C-Parteien als "großstadttaugliche Alternative für moderne Menschen" zu verkaufen.

    Wahltag ist Zahltag!

    www.spiegel.de/politik/deutschland/neue-neonazi-partei-die-r
    echte-macht-rechtsextremer-npd-konkurrenz-a-846528.html
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#6 LEISTUNGAnonym
  • 24.08.2012, 18:14h
  • Europa und Deutschland braucht keine Zukunft mit Menschen, die nur schöner wulffen, guttenbergen, merzen und mappusen wollen, die das Grundgesetz ausmerkeln, den Sozialstaat verschäublen und extrem leyenhafte Perspektiven bewerben.
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#7 EnyyoAnonym
  • 24.08.2012, 18:19h
  • Tja, wir sind halt "nur" 15% der Bevölkerung, da kann man schon mal drauf herum hacken.

    Wenn aber eine viel kleinere Minderheit (die mit dem vielen Geld!) einen Freibrief zur dauerhaften Verstümmelung ihrer männlichen Nachkommen haben will, kriegt sie den ohne große Schwierigkeiten.

    Unmöglich > fressen > kotzen!
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#8 goddamn liberalAnonym
  • 24.08.2012, 18:26h
  • Antwort auf #4 von Gayreporter
  • Hey,

    kommen wir so langsam ins Schwimmen?

    Geißler und Süßmuth sind einigermaßen liberal und...

    ....alt.

    Die homophoben Verfassungsgegner in der Union sind alle weitaus jünger, vitaler und sie sitzen an den Schaltstellen der Macht.

    Und: Sie sind (oft ultramontane oder evangelikale) Überzeugungstäter, die auch gegen Mehrheiten in der Bevölkerung handeln!

    Sonst noch was?
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#9 finkAnonym
  • 24.08.2012, 18:30h
  • okay. über die unionisten, die unrichtige behauptungen über das grundgesetz und über die entscheidungen des verfassungsgerichtes aufstellen und dreisten neuprech darüber vom stapel lassen, was diskriminierung sei und was nicht, regen wir uns ja nun schon eine ganze weile - und immer noch zu recht - auf.

    wir sollten aber allmählich einmal anfangen, die journalisten in unseren zorn einzubeziehen.

    wieso haken die nicht nach? wieso zitieren die nicht, was wirklich im grundgesetz steht? wieso zeigen die nicht auf, was das BVerfG längst entschieden hat? wieso stellen die nicht klar, dass es _selbstverständlich_ diskriminierend ist, paare unterschiedlich zu behandeln?

    arbeiten die sich nicht richtig ins thema ein? glauben die den quatsch selber? wieso machen die nicht ihren job, sondern bieten passiv diesen dummen sprechblasen raum?

    was ist da eigentlich los?

    und wieso macht DAS eigentlich kaum jemanden wütend?
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#10 Gegen RassismusAnonym
  • 24.08.2012, 18:32h
  • Antwort auf #7 von Enyyo
  • " ... Wenn aber eine viel kleinere Minderheit (die mit dem *vielen Geld!) einen Freibrief zur dauerhaften Verstümmelung ihrer männlichen Nachkommen haben will, kriegt sie den ohne große Schwierigkeiten ..."

    *die mit dem vielen Geld? Und was hast du sonst noch so für antisemitische Klischees auf Lager, die du hier gern unterbringen möchtest?

    Das Forum für oder gegen Beschneidung befindet sich woanders, verpiss dich! Das ist hier nicht das Thema.
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