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Der Konferenzteilnehmer und Blogger Marcel mit einer einfachen Botschaft (Bild: DAH)

Eine Selbsthilfekonferenz von HIV-Positiven in Wolfsburg ist von einer Gewalttat überschattet worden. Wie die Deutsche Aids-Hilfe berichtet, wurden zwei Teilnehmer am Samstag von drei jungen Männern mit Schlagstöcken angegriffen.

Die jungen Schwulen erlitten Verletzungen an Schienbein und Rücken. Die Polizei konnte die Täter wenig später festnehmen. "Diese erschütternde Tat zeigt, wie wichtig es ist, sich mit Veranstaltungen wie dieser in der Öffentlichkeit gegen die Diskriminierung von Menschen mit HIV und besonders stark von HIV betroffenen Gruppen wie schwulen Männern einzusetzen", so DAH-Vorstand Carsten Schatz.

Im Angebot der umfangreichen Konferenz "Positive Begegnungen" mit rund 200 Teilnehmern hatte es erstmals spezielle Programmpunkte für junge Positive gegeben. Am Samstag hatten die Teilnehmer aller Hintergründe in der Wolfsburger Innenstadt gegen eine Kriminalisierung von HIV-Positiven demonstriert.

Studie zu Diskriminierung

Zum Auftakt der europaweit größten Betroffenenkonferenz hatte die Deutsche Aids-Hilfe erstmals aussagekräftige Daten zur Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit HIV in Deutschland vorgelegt. Im Rahmen von 1.148 Interviews zeigt die Studie (PDF) ein düsteres Bild: So hatten 77 Prozent der Befragten in einem Jahr Diskriminierung erlebt.

Es verloren mehr Leute ihren Job aufgrund von Diskriminierung als aus gesundheitlichen Gründen. Kündigungen hatten in 84 Prozent der Fälle mit Diskriminierung zu tun. 30 Prozent der Befragten haben sich von ihrer Familie zurückgezogen. Bei denen, die zuvor bereits Ausschlusserfahrungen in der Familie machen mussten, waren es sogar 66 Prozent. Rund 20 Prozent der Befragten wurde im Jahr vor der Befragung aufgrund von HIV eine medizinische Behandlung verweigert, etwa beim Zahnarzt.

29 Prozent der Befragten hatten sich gegenüber ihrem Arbeitgeber als HIV-positiv geoutet. 74 Prozent der Arbeitgeber reagierten auf das Coming-out HIV-Positiver unterstützend oder neutral, 26 Prozent diskriminierend. (nb)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 27.08.2012, 00:45h
  • Das Plakat ist gut gemacht und trifft die Situation von Schwulen, Lesben und HIV-Positive genau auf den Punkt. Man sollte es mal der Bundesregierung und Bundesmutti unter die Nase reiben!
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 27.08.2012, 11:17h
  • Das ist dann wohl die Gewalt der "soliden Mitte" (Katharina Reiche) gegen "kleine Gruppen" (diess.)...

    Ausgrenzungsrhetorik und die Taten, die ihr folgen.

    Von uns als Staatsbürgern finanzierte Staatssekräterinnen im Konflikt mit der staatlichen Verfassungsordnung.
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#3 -hw-Anonym
#4 xapplexAnonym
  • 27.08.2012, 16:32h
  • Polizei Wolfsburg:

    "Die beiden Touristen aus dem Rheinland waren ihren Angaben nach auf dem Weg zu ihrem Hotel, als sie auf ein Trio nordafrikanischer Herkunft trafen. Dabei seien sie von dem Tatverdächtigen zunächst beleidigt und danach mit einem länglichen Gegenstand geschlagen worden. (...)

    Im Rahmen einer sofortigen Fahndung wurde der 19-Jährige schließlich auf einer Grünfläche nahe des Congress Parks nach wenigen Minuten überwältigt. Eine Alkoholtest ergab später 2,0 Promille. Daraufhin wurde dem einschlägig polizeilich bekannten Wolfsburger eine Blutprobe entnommen. Bei der Durchsuchung des Tatverdächtigen, der sich zu den Vorwürfen nicht äußerte, wurden ein Teleskopschlagstock und ein Taschenmesser sichergestellt.

    Die Ermittler hoffen auf Zeugen der Auseinandersetzung. Hinweise bitte an die Polizei Wolfsburg unter Telefon 05361-46460"

    www.presseportal.de/polizeipresse/pm/56520/2314121/pol-wob-p
    olizei-sucht-zeugen-nach-gefaehrlicher-koerperverletzung-tat
    verdaechtiger-festgenommen
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#5 zapplezAnonym
  • 27.08.2012, 17:04h
  • Antwort auf #4 von xapplex
  • Ach? Und ich dachte alle gewaltbereiten nord-afrikanischen Sharia-Fans bekamen westliche Tickets nach Syrien zur Ausweitung der Sharia-Zone.

    In Westermerkelwelles Wilmersdorfer Sharia-WG saß auch ein grüner Aktivist.

    "Inzwischen werden erste Details über die bisher strikt geheim tagende Planungsgruppe bekannt. Demnach gehört ihr der 1974 geborene, 1996 aus Syrien geflohene und heute in Berlin lebende Ferhad Ahma an, der seit Ende 2011 im SNC mitarbeitet und in ihm den kurdischsprachigen Teil der syrischen Opposition vertritt. Ahma, auf Bezirksebene für Bündnis 90/Die Grünen aktiv, lobte bereits im Februar die Zusammenarbeit des Auswärtigen Amts mit syrischen Regimegegnern.."


    www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58409
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