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Premierminister Jean-Marc Ayrault arbeitet derzeit an einem Gesetz zur Ehe-Öffnung (Bild: jmayrault / flickr / by 2.0)

Während sich die deutsche Bundesregierung weiter gegen die Gleichstellung sträubt, erklärte der französische Premierminister Jean-Marc Ayrault, dass seine Regierung noch im Oktober die Ehe-Öffnung beschließen werde.

Ayrault bekräftigte bei einem Treffen der Sozialisten im westfranzöischen La Rochelle, dass derzeit der Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben vorbereitet werde: "Im Oktober werden wir ihn beschlossen haben und zu Nationalversammlung und Senat schicken, um gleichgeschlechtlichen Paaren die Ehe zu ermöglichen", sagte der Regierungschef. Das Gesetz werde alle Rechte und Pflichten erfassen, auch das Recht auf Adoption, so Ayrault weiter. "Wir haben das versprochen, und wir halten uns an unsere Versprechen". Er akzeptiere, dass Religionen Probleme mit dem Gesetz hätten, allerdings sei Frankreich ein säkulares Land und seine Partei wisse die Mehrheit der Bürger hinter sich. Neuesten Umfragen zufolge befürworten zwei Drittel der Franzosen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht.

In den letzten Wochen hatte insbesondere die katholische Kirche, der rund drei Viertel aller Franzosen angehören, gegen die Gleichbehandlung mobil gemacht. So hatte die nationale Bischofskonferenz Anfang des Monats ein Gebet beschlossen, in dem das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben abgelehnt wird. Es ist in vielen katholischen Kirchen des Landes bei Messen verbreitet worden. In dem Text hieß es unter anderem, dass Kinder keine "Objekte der Begierde" sein dürften, sondern dass ihnen "die Liebe eines Vaters und einer Mutter" zukommen müsste.

Wahlversprechen wird eingelöst

Während seines Präsidentschaftswahlkampfes hatte François Hollande Anfang des Jahres die Gleichstellung im Eherecht angekündigt und sich damit vom Amtsinhaber Nicolas Sarkozy abgesetzt (queer.de berichtete). Damals erklärte der unverheiratete Politiker: "Es gibt keinen Grund mehr, warum wir immer noch zwischen hetero- und homosexuellen Paaren unterscheiden". Hollandes Sozialisten konnten auch im Parlament eine komfortable Mehrheit erringen. Die Ehe-Öffnung soll im kommenden Jahr in Kraft treten.

Frankreich wäre der zwölfte Staat weltweit, der die Ehe für Schwule und Lesben öffnet. In Europa hat außerdem auch die konservativ-liberale Regierungskoalition in Großbritannien die Gleichstellung im Eherecht bis spätestens 2015 versprochen (queer.de berichtete). In Deutschland lehnt Bundeskanzlerin Angela Merkel dagegen selbst die Gleichbehandlung von verpartnerten Paaren im Steuerrecht ab (queer.de berichtete). (dk)



#1 Thorsten1Profil
  • 27.08.2012, 14:49hBerlin
  • Wie bei vielen Sozialisten: Wirtschaftlich fahren sie ihr Land gegen die Wand, aber für Schwule und Lesben wird alles getan. So war es bei Zapetero in Spanien, bei Obama in den USA und so ist es jetzt bei Hollande in Frankreich.
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#2 carolo
  • 27.08.2012, 14:55h
  • So geht das in einem Land, in dem eine wirkliche Trennung zwischen Staat und Kirche herrscht.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 Timm JohannesAnonym
#6 David77Anonym
  • 27.08.2012, 15:49h
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • Obama ein Sozialist? Träum weiter!

    "Wie bei vielen Sozialisten: Wirtschaftlich fahren sie ihr Land gegen die Wand, aber für Schwule und Lesben wird alles getan."

    Nö. Die korrigieren nur dass, was die Rechten verbockt haben, die meinen sie müssten die ganze Energie darin reinstecken Schwule und Lesben zu schikanieren, in der Ansicht, damit sei alles für das Land getan...Genausowie einst Frauen, Farbige, Andersgläubige schikaniert wurden.
    Anstatt die Energie in andere Dinge zu stecken.
    Die Gleichstellung von Schwulen und Lesben erfordert keinen großen Aufwand, wenn die Rechten nicht dauernd alles blockieren würden.

    Das ist ja nichts neues, dass die Rechten auf diese Weise Politik macht, um vom eignen Versagen abzulenken.
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 27.08.2012, 15:55h
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • Obama als Sozialist?

    Soll ich jetzt über das Stöckchen springen?

    Nö.

    "Kinder als Objekte der Begierde"?

    Klerikale Obsessionen sind oft verräterisch. Und fallen auf die zurück, die sie verbreiten!

    Ansonsten:

    Freude über Frankreich. Schande über Doitschland.
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#8 art and designAnonym
  • 27.08.2012, 16:11h
  • Antwort auf #6 von David77
  • Zu Gast im Machtbereich Merkels politischer Freunde und Zeitgenossen:

    "Offenbar nach einem Streit haben zwei Griechen einen Ägypter auf der Halbinsel Peloponnes beinahe zu Tode geschleift. Der Kopf des Mannes war dabei im Seitenfenster ihres Autos eingeklemmt.[...] In Griechenland war es in den vergangenen Tagen zu zahlreichen Übergriffen mit rassistischem Hintergrund gekommen. In Athen wurde ein irakischer Migrant von schwarzgekleideten Männern totgeschlagen.

    Auf den Straßen kam es zu weiteren Übergriffen, auf Wohnungen und Unterkünfte von Migranten wurden Brandanschläge verübt. Menschenrechtsorganisationen berichteten, es habe mindestens 200 Überfälle mit rassistischem Hintergrund in den vergangenen zwei Monaten gegeben."

    www.welt.de/politik/ausland/article108817693/Griechen-schlei
    fen-Aegypter-mit-Auto-fast-zu-Tode.html


    "Inzwischen marschieren Einheiten der verbotenen paramilitärischen "Ungarischen Garde" wieder auf im Land: Anfang August zogen rund tausend Rechtsextreme durch das Dorf Devecser in Westungarn, seit Tagen terrorisieren Mitglieder mehrerer rechtsextremer Bürgerwehren die Bewohner eines Roma-Viertels in der Stadt Cegléd südöstlich von Budapest. Am vergangenen Samstag feierten auf dem Budapester Heldenplatz Anhänger der verbotenen Garde die Gründung der Organisation vor fünf Jahren - und beschworen dabei die "Gefahr der massenhaften Vermehrung von Zigeunern"."

    www.spiegel.de/politik/ausland/ungarn-nach-mord-an-polizisti
    n-kata-bandy-waechst-hass-auf-roma-a-852231.html
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#9 lucdfProfil
  • 27.08.2012, 16:17hköln
  • Na endlich! Es geht doch! Es war auch Zeit, dass die Franzmänner sich ein bisschen bewegen. Vive la France und vielleicht sagen wir auch irgendwann mal in ferner Zukunft, Vive l'Allemagne!
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#10 influenceAnonym