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Die Kläger gaben an, dass der Dildo mit einem stinkenden Gleitmittel beschmiert war

Ein schwules Paar hat die US-Fluggesellschaft Continental Airlines verklagt, weil Gepäckabfertiger am George-Bush-Flughafen Houston letztes Jahr offenbar ein Sextoy aus deren Tasche herausnahmen, es mit einem stinkenden Gleitmittel beschmierten, auf die geöffnete Tasche klebten und auf das für Jedermann zugängliche Gepäckband legten.

Wie das Aktivisten-Blog "Bilerico Project" berichtet, hat das Paar am Freitag Klage gegen die Fluglinie aus Houston erhoben. Der Vorfall habe "extremen Schock und Entsetzen" bei ihnen ausgelöst. Sie seien etwa von anderen Fluggästen ausgelacht worden und hätten sich wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert gefühlt.

Die Tat sei wahrscheinlich aus Homophobie verübt worden, heißt es in der Anklageschrift, die beim Gericht in Harris County eingegangen ist: "Weil das Sex-Spielzeug in der Tasche eines Mannes lag und der oder die verantwortlichen Mitarbeiter wegen des Namensschildes und der männlichen Kleidung wussten, dass die Tasche einem Mann gehört, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Taten gegen die Kläger wegen ihrer Homosexualität und ihres Geschlechts verübt worden sind." Die beiden Männer verklagten die Fluglinie wegen seelischer Belastung und fahrlässiger Verletzung der Privatsphäre. Sie verlangen eine Wiedergutmachung in nicht genannter Höhe.

Die Kläger erklärten auch, es habe für die Gepäckabfertiger keinen sicherheitsrelevanten Grund gegeben, die Taschen zu durchsuchen. Außerdem habe der Reißverschluss an der Tasche funktioniert, weshalb die öffentliche Zurschaustellung des Spielzeugs nicht notwendig gewesen sei.

Eigentlich waren die Kläger im Mai 2011 gut erholt aus ihrem Urlaub zurückgekommen: Sie kamen aus Costa Rica und machten am internationalen Flughafen von Houston nur einen Zwischenstopp auf dem Weg zu ihrem Heimatort Norfolk (US-Bundesstaat Virginia).

Die Fluglinie Continental Airlines, die gerade eine Fusion mit dem Mitbewerber United durchläuft, hat sich zum Fall bislang nicht geäußert. Die Fluglinie gilt als eine homofreundliche Gesellschaft und hat etwa bereits 2008 ein Reise-Journal für schwule und lesbische Kunden herausgegeben (queer.de berichtete). (dk)



#1 stinkyAnonym
#2 BeeBobProfil
  • 28.08.2012, 14:07hKölle
  • Das ist der Grund weshalb, ich immer nur kleinere Dildos mitnehme in den Urlaub weil, große Sachen halt doch auffallen beim Flughafenpersonal und dann kommt sowas dabei raus. Aber warum mit stinkendem Gleitmittel eingeschmiert eigendlich? Was soll das sein? Haben die homofoben Mitarbeiter sich das Gerät in den ungewaschenen Axxxx geschoben und danach erst auf die Tasche gekläbt??? DAS wäre wirklich, ein Scandal!!!
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#3 alexMucEhemaliges Profil
  • 28.08.2012, 15:54h
  • In einem Land, wo, unter anderem, ein Sozialarbeiter, ein Elektroingenieur und ein arbeitsloser Videospiel-Freak, über eine Milliardenstrafe für einen Elektrokonzern abgestimmt haben, sollte doch für die beiden was möglich sein.
    Abgesehen davon, Lila geht gar nicht. Das ist die Farbe der alten Frauen.
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#4 daVinci6667
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.08.2012, 17:13h
  • In Texas wundert mich gar nichts mehr: hier ist ja angebliches alles größer und gehaltvoller (und das nicht nur beim Essen) als in jedem anderen der 49 US-Bundesstaaten: Leider leben da aber auch - wie man jetzt ja gesehen hat - die dümmeren Leute!
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#6 xapplexAnonym
  • 29.08.2012, 15:38h
  • Aus der Klageschrift:
    "Plaintiffs were experiencing such a high degree of shock and embarrassment that they felt compelled to call two friends to come to the airport to assist them. Fortunately, the friends arrived and were able to assist Plaintiffs out of the airport and to their home, but by that time the damage had already been done, and Plaintiffs had suffered severe emotional trauma."

    Man muss schon dick auftragen wenn man ordentlich was rausholen will...
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#7 FinnAnonym
  • 29.08.2012, 17:19h
  • Ein typisches Beispiel für Homophobie und das sowas gesetzlich unterbunden werden muss.

    Erst wenn die Verantwortlichen dafür deutliche Strafen zahlen müssen und idealerweise auch suspendiert werden, wird sich was ändern.
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