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  • 29.08.2012           86      Teilen:   |

Streit um Gleichbehandlung

CDU/CSU: "Qualitätsunterschiede" zwischen Heteros und Homos

Karl-Josef Laumann (CDU) und Thomas Goppel (CSU) schießen sich auf Schwule und Lesben ein
Karl-Josef Laumann (CDU) und Thomas Goppel (CSU) schießen sich auf Schwule und Lesben ein

In der Union melden sich Politiker weiter mit Attacken auf das Leben von Homo-Paaren zu Wort. Diese seien ein Kontrast zu "gesunden Familien" und dienten nicht der "Bestandssicherung".

In CDU und CSU reißt die Kritik an der von FDP und einigen Unionsabgeordneten geplanten Gleichbehandlung von eingetragenen Lebenspartnern im Steuerrecht nicht ab. Besonders scharf kritisieren Landespolitiker die vollständige Anerkennung von Homo-Paaren. So schreibt der bayerische Landtagsabgeordnete Thomas Goppel auf seiner Facebook-Seite, dass die "Gleichwertigkeit von Lebensgemeinschaften" ihre "natürlichen Grenzen" habe: "Wer im Unterricht durchgängig die Ohren offen hatte, weiß, dass es Qualitätsunterschiede gibt, die sich schon in der Bestandssicherung zeigen", so Goppel. Er lobte insbesondere Katherina Reiche für ihre Kritik an Homo-Paaren. Die CDU-Staatssekretärin hatte vor einer Woche Homosexuelle indirekt als "größte Bedrohung unseres Wohlstands" bezeichnet (queer.de berichtete).

Der nordrhein-westfälische CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann nutzt die Worte "gesund" und "gut", um Heterosexuelle von Homosexuellen abzugrenzen: "Ohne viele gesunde Familien gibt es letzten Endes keine gute Gesellschaft", sagte er gegenüber der "Rheinischen Post". Deshalb sei richtig, Partnerschaften zu privilegieren, die "in der Regel" Kinder produzierten. Politiker der NRW-Regierungsfraktionen SPD und Grüne kritisierten Laumann für seine Äußerungen scharf: So erklärte Grünen-Landeschef Sven Lehmann, dass gleichgeschlechtliche Eltern "keine Eltern zweiter Klasse" seien.

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Schwule und Lesben in FDP: Keine politische Gleichstellung bei Steuersplitting

In der Frage der Gleichstellung im Einkommensteuerrecht erwartet Manfred Donack, der Vorsitzende der Liberale Schwulen und Lesben (LiSL), wegen des Widerstands in der Union keine politische Lösung mehr. Weil nur wenige CDU- und CSU-Politiker für die Gleichbehandlung seien, sei es unwahrscheinlich, "dass nun auf einmal die Union einen Schwenk" machen würde. Er glaube aber, dass das Bundesverfassungsgericht die Gleichbehandlung erzwinge.

Die schwul-lesbische FDP-Gruppe glaubt aber zumindest an eine von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger geplante kleine Gleichstellung in so gut wie allen Bereichen außer dem Steuerrecht und dem Adoptionsrecht: "Wir erwarten eine Umsetzung noch in der laufenden Legislaturperiode", erklärte LiSL-Bundesvorsitzende Manfred Donack. Allerdings hatten sich bereits mehrere Unionspolitiker, unter ihnen auch Fraktionschef Günter Krings, selbst gegen dieses Minigesetz ausgesprochen.

Donack weist aber auf den Druck der Szene hin: "Wir wissen, dass die Erwartungshaltung in der Community sehr groß ist – nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Abstimmungsverhalten der FDP zu den Schaufensteranträgen von Bündnis 90 / Die Grünen", sagte der FDP-Politiker. Hintergrund: Die Liberalen stimmten im Juni fast geschlossen gegen die Gleichbehandlung von Homo-Paaren und begründete das Verhalten mit Koalitionsdisziplin (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: homo-ehe, ehegattensplitting, adoption, karl-losef laumann, thomas goppel
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Reaktionen zu "CDU/CSU: "Qualitätsunterschiede" zwischen Heteros und Homos"


 86 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
29.08.2012
15:00:16


(+6, 8 Votes)

Von Marek


Na, da bin ich aber froh, dass Frau Merkel und zahlreiche andere kinderlose Unions-Politiker so viel zur "Bestandssicherung" beitragen.

Bild-Link:
merkel.jpg


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#2
29.08.2012
15:04:06


(+9, 11 Votes)

Von Raffael


Die Union verfällt ja schon immer mehr in Nazi-Rhetorik.

Jetzt sind wir schon eine Gefahr für "gesunde Familien" und dienen nicht der "Bestandssicherung". Demnächst führt die Union wohl auch wieder das Mutterkreuz ein, um besonders gebärfreudige Frauen auszuzeichnen.

Erzählen die demnächst auch noch was von "Mischehen", die die "Rassenreinheit" gefährden?


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#3
29.08.2012
15:04:06


(+7, 7 Votes)

Von SideFX23
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Das ist doch echt eine unerhörte Frechheit. Wo bitteschön unterscheidet sich mein Sperma von dem von Herrn Laumann? Bis jetzt bin ich ganz normal zeugungsfähig und könnte auch Kinder in die Welt setzen. Darf ich dann auch Kindergeld beantragen?

Nach seiner Auffassung von "Qualitäts"-Sicherung der Gesellschaft, sollte er besser der NPD beitreten!

Ich wusste gar nicht, das so`n Bauertrampel, der nicht mal geradeaus sprechen kann ohne jemanden zu bespucken, neuerdings vorgibt, wer "gesund" ist und wer nicht!

Das klingt ja wie Euthanasie für fortgeschrittene: Arzt bei der Entbindung: "Schwester, dieses Mädchen ist lesbisch. Gleich in den Brennofen damit! Wir müpssen ja die Laumannsche-Qualitätssicherung der CDU einhalten." Oder wie stellt dieses bigotte Pack sich das vor in Zukunft?


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#4
29.08.2012
15:05:56


(+5, 7 Votes)

Von Christine


Das Gewäsch dieser Herren hört sich böse nach Gesundem-Volks-Gedöns an.

Ich zitiere aus einer Doktorarbeit
“Studien zur Rhetorik der Nationalsozialisten” (Fallstudien zu den Reden von Joseph Goebbels)

2.1.5 “Rassisch Minderwertige” und “Gemeinschaftsfremde”
Wie die Juden, die in Hitlers Vorstellung eine Rasse und keine Religionsgemein- schaft sind, vernichtet werden sollen, so ist auch für “rassisch Minderwertige” und “gemeinschaftsfremde Elemente” des eigenen Volkes kein Platz in der künftigen Herrenrasse. Der Beginn der “rassischen Reinigungsaktionen” sind die Zwangssteri- lisationen und das so genannte “Ehegesundheitsgesetz”, das nur Eheschließungen zwischen “rassisch reinen” und gesunden Paaren erlaubt, während behinderten und entmündigten Menschen die Ehetauglichkeit abgesprochen wird. Aus diesen Verbin- dungen soll der so dringend erwünschte “erbgesunde” Nachwuchs hervorgehen; die Entscheidung zur Kinderlosigkeit gilt als Verrat am Volke.

Link zu www-brs.ub.ruhr-uni-bochum.de (PDF)

Das wäre eindeutig faschistisches Gedankengut, wenn man nun Homosexuelle als "nicht gesunde" Minderheit und Regenbogenfamilien als "ungesund" in den Text einsetzen würde.

Ich kann das alles kaum glauben!


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#5
29.08.2012
15:08:13


(+7, 7 Votes)

Von Hackepeter


Wie muss ich denn das verstehen, Herr Laumann?

Vater-Mutter-Kind(er) = gesund

alles andere = ungesund

Warum nicht gleich wieder die Rassegesetze einführen?

Wie gut, dass der Herr Laumann mit seiner Partei in NRW erst vor ein paar Monaten richtig baden gegangen ist. Der Bauer aus dem Münsterland gehört einfach in die politische Versenkung.


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#6
29.08.2012
15:08:55


(+7, 7 Votes)

Von Felix


1.
Die CDU/CSU verwehrt uns die Gleichstellung im Adoptionsrecht und nutzt dann unsere Kinderlosigkeit, um uns zu diskriminieren.

Sind die wirklich so dumm, dass sie diesen logischen Zirkelschluss nicht kapieren? Oder verstehen die das sehr wohl und halten nur ihre Wähler für so dumm, darauf reinzufallen?

2.
Selbst wenn wir nichts zur "Bestandssicherung" beitragen, können wir sehr wohl etwas zur Gesellschaft beitragen. Und auch Kinderlose finanzieren mit ihren Steuern Kindergartenplätze, etc.

3.
Es gibt auch genug kinderlose Heteros, die nichts zur "Bestandssicherung" beitragen. Werden die jetzt auch von der Union wie Untermenschen behandelt?

4.
Auch wenn wir diskriminiert werden, ändert das nichts daran, dass wir "nichts zur Bestandssicherung beitragen". Weil man uns diskriminiert, werden wir nicht plötzlich hetero...


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#7
29.08.2012
15:09:44


(+5, 7 Votes)

Von Axel


Man fragt sich wie lange diese Diskussion eigentlich noch weiter gehen soll. Alles was gesagt werden konnte wurde bereits gesagt.

Die fundamentalen Extremisten und Opportunisten der CDU/CSU/NPD sind in der moralischen und parlamentarischen Minderheit. Selbst von diesen wissen jene mit Verstand, dass ihre gesetzeswidrige Rechtsauffassung eher früher als später vom Verfassungsgericht auf den Müllhaufen der Geschichte geschmissen wird. Die Damen und Herren nehmen es mit Recht und Gesetz aber leider nicht ganz so genau.

Wir haben es hier wohl mit einem letzten Aufbäumen der ewig Gestrigen zu tun.


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#8
29.08.2012
15:10:45


(+5, 7 Votes)

Von marc


Alleine schon das Wort "Bestandssicherung" und die Reduzierung von Familien auf den Rassenerhalt sagt sehr viel über das Menschenbild der CDU/CSU.

Spätestens jetzt kann eigentlich auch kein Hetero mehr so eine menschenverachtende Hass-Partei wählen.


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#9
29.08.2012
15:12:15


(+7, 7 Votes)

Von LauGop


Die zwei Deppen jetzt auch noch. Gut und gesund kommt nicht ins Lager! Wo haben wir das schon einmal gehört? Allmählich kann man in Deutschland Angst bekommen.


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#10
29.08.2012
15:13:42


(+5, 5 Votes)

Von Nico


Halten die Arschkriecher von der LSU ihre Fascho-Partei immer noch für so homofreundlich?

Ich frage mich, wie man die noch wählen kann und dann morgens noch seine Fresse im Spiegel ansehen kann.

Und deren Schoßhündchen von der FDP sind genauso schlimm, da sie zwar immer viel labern, was sie alles tun wollen, aber dann doch wieder nur Mehrheitsbeschaffer für die CDU, CSU sind und uns schaden, wo es nur geht.

Ohne die FDP kann auch die Union nicht mehr viel anstellen.


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