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Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD)

Am Montag wurde von der Berliner Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) erstmals das Koordinierungsgremium zur Geschichte von Lesben, Schwulen und transgeschlechtlichen Menschen einberufen.

Das Gremium ist hochrangig besetzt mit Historikern und Wissenschaftlern anderer Fachrichtungen. Der rot-schwarze Senat unter dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte im April beschlossen, ein Konzept zur Förderung der berlinbezogenen Erforschung und Dokumentation der strafrechtlichen Verfolgung homosexueller Männer und der Diskriminierung von Lesben, Schwulen und transgeschlechtlichen Menschen in der frühen Bundesrepublik und der DDR zu entwickeln.

In den 1950er und 1960er Jahren waren 50.000 Männer wegen einvernehmlicher sexueller Handlungen verurteilt worden. Der Senat setzt sich im Bundesrat für ihre Rehabilitierung ein (queer.de berichtete). Da dieses Kapitel deutscher Geschichte noch weitgehend unbekannt ist, wolle der Senat laut Kolat Anstrengungen unterstützen, über diese Zeit, aber auch über die gesamte Geschichte der Lesben, Schwulen und transgeschlechtlichen Menschen zu forschen, und deren Leben im Stadtbild sichtbar zu machen, zum Beispiel in Ausstellungen und mit Gedenktafeln.

Senatorin Kolat führte am Montag auch ein Gespräch mit Sprechern der Bundesstiftung Magnus-Hirschfeld, um konkrete Schritte auf den Weg zu bringen. So wurde die Idee eines Zeitzeugenprojekts erörtert, ebenso wie die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für Forschung und Dokumentation und sofortige Schritte zur Sicherung von Aktenbeständen. Weite Bereiche "dieser spezifischen Geschichte" seien noch gar nicht erforscht, so Kolat. Deshalb bestehe hier ein enormer Nachholbedarf. (pm/dk)