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  • 29.08.2012           10      Teilen:   |

80 zu 40

Neuseeland: Parlament votiert für Ehe-Öffnung

Schwule und lesbische Neuseeländer hoffen, dass sie nach sieben Jahres des "Verpartnerns" endlich heiraten dürfen
Schwule und lesbische Neuseeländer hoffen, dass sie nach sieben Jahres des "Verpartnerns" endlich heiraten dürfen

Mit 80 gegen 40 Stimmen hat das neuseeländische Parlament am Mittwoch in der ersten von drei Abstimmungen für die Öffnung der Ehe votiert.

Beim Marriage (Definition of Marriage) Amendment Bill hatten die Parteien im Parlament den Fraktionszwang aufgehoben, weil es sich dabei um eine Gewissensfrage handele. Der Antrag wurde eingebracht von der sozialdemokratischen Labour-Abgeordneten Louisa Wall. Sie bezeichnete das Gesetz als einen Beitrag zu Bürgerrechten: "Es ist bekannt, dass das Gesetz Gleichheit unter Erwachsenen im Eherecht schafft. Grundlagen sind die Prinzipien der Liebe, der Fairness und der Chancengleichheit für alle neuseeländischen Bürger."

Auch der konservative Premierminister John Key sprach sich in den vergangenen Monaten erstmals für die Gleichstellung im Eherecht aus. Er hatte im Mai erklärt, dass er "persönlich nichts gegen die Ehe-Öffnung" habe. Die Presse führte seinen Meinungswandel auf die Position von US-Präsident Barack Obama zurück, der sich einen Tag zuvor ebenfalls erstmals für die Ehe-Öffnung ausgesprochen hatte (queer.de berichtete).

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Mehrmonatige Beratungen

Kurz vor der Verabschiedung haben mehr als 1.000 Homo-Aktivisten vor dem Parlament in Wellington für die Ehe-Öffnung demonstriert. Das Gesetz wird nun in einem Parlamentsausschuss beraten und muss sich einer öffentlichen Anhörung stellen. Das kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Noch ist allerdings unklar, ob die konservativen Abgeordneten noch nach den Beratungen noch für die Ehe-Öffnung stimmen werden.

2005 hatte Neuseeland bereits eingetragene Partnerschaften für Schwule und Lesben eingeführt. Sie beinhalten derzeit praktisch die gleichen Rechte wie für Ehepaare mit Ausnahme des vollen Adoptionsrechts. Nach dem neuen Gesetzentwurf sollen Homo- und Hetero-Paare ausnahmslos gleichgestellt werden.

Gegner der Gleichbehandlung waren insbesondere konservative Politiker und die christlichen Kirchen. So haben 70 hochrangige Kirchenfunktionäre ein Dokument unterschrieben, in der die Beibehaltung des Eheverbots für Schwule und Lesben gefordert wird. Darin wird argumentiert, dass es sich bei der Ehe-Öffnung nicht um eine Frage der Bürgerrechte handele, sondern der "Charakter der Ehe" durch Schwule und Lesben in Frage gestellt werde. 50.000 Bürger schlossen sich einer ähnlich lautetenden Petition an. Die Öffentlichkeit unterstützt aber mehrheitlich die Ehe-Öffnung: Nach Umfragen sprechen mehr als zwei Drittel der Neuseeländer für die Gleichbehandlung aus.

Neuseeland wäre das zwölfte Land, das gleichgeschlechtliche Paare im Eherecht gleichstellt. Frankreich hat angekündigt, zum kommenden Jahr ebenfalls die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen (queer.de berichtete). (dk)

Mehr zum Thema:
» Neuseeland: Parlament debattiert Ehe-Öffnung (26.07.12)
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Tags: homo-ehe, neuseeland
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Reaktionen zu "Neuseeland: Parlament votiert für Ehe-Öffnung"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
29.08.2012
16:32:38


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


STRIKE! Neuseeland hat endlich die Homoehe und auch der konservative Premierminister (!) votiert dafür! An John Key sollten sich alle Abgeordneten von CDU und CSU ein Beispiel nehmen, denn was John Key getan hat, war sehr fortschrittlich sowie realitätsbezogen! Der Premierminister ist endlich im 21. Jahrhundert angekommen! Ich freue mich für die LGBT-Community in Neuseeland: You did a great job!


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#2
29.08.2012
16:38:08


(+2, 4 Votes)

Von Timm Johannes


Eine sehr erfreuliche Meldung aus Neuseeland, wie ich finde.

Jetzt wird es echt spannend: welches Land als 12. Land weltweit die Ehe öffnet, da kommt es dann wohl auf das Datum des Inkrafttretens an.

Ein Rennen um den 12. Platz liefern sich nunmehr Neuseeland, Frankreich und Uruguay.

In Uruguay steht nämlich zu erwarten, dass die dortige linke Regierungsmehrheit im Herbst den Gesetzentwurf zur Eheöffnung verabschiedet.

*
Link zu www.ontopmag.com

Und soweit ich mich nicht irre, war da doch auch noch "irgendwo" ein Gesetzentwurf in Luxemburg zur Eheöffnung unterwegs...


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#3
29.08.2012
17:20:53


(+4, 4 Votes)

Von Finn


Wollen wir hoffen, dass die folgenden zwei Abstimmungen ähnlich positiv ausgehen und dann bald die Ehe in Neuseeland geöffnet werden kann.


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#4
29.08.2012
17:38:52


(+2, 4 Votes)

Von Ich wandere aus


Na super... Noch ein Land mehr, wo darüber abgestimmt wird und mit Sicherheit die Ehe auch bald geöffnet wird.

Und bei uns ???? Warten, warten, warten, weil wir einen Haufen homohassende Volldeppen in der Regierung haben.


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#5
29.08.2012
19:01:21


(+2, 4 Votes)

Von Daniel K
Antwort zu Kommentar #4 von Ich wandere aus


Volle Zustimmung!

Schwarz-Gelb muss endlich weg! Im Bundestag und im Bundesrat!

Vorher wird sich hier gar nichts ändern.


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#6
29.08.2012
19:41:27


(+3, 5 Votes)

Von David Z


Da zeigt sich wieder mal das Demokratie-Verständnis der Konservativen.

Zwei Drittel der Neuseeländer wollen die Eheöffnung, aber die Konservativen stimmen dennoch dagegen und machen auch Stimmung dagegen.

Die meinen sie seien diktatorische Herrscher, die ihre eigene Meinung durchsetzen können und vergessen, dass sie die Meinung des Volkes zu vertreten haben.

Wie alle Konservativen haben sie massive Demokratie-Probleme. Ich hoffe, sie werden dafür abgestraft und dass Neuseeland bald die Ehe öffnet.


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#7
29.08.2012
19:53:00


(+1, 1 Vote)

Von GF Pr von Pr
Antwort zu Kommentar #6 von David Z


Sorry, aber 30 konservative Parlamentarier, darunter auch der Ministerprasident, der attraktive John Key, haben fur die Homo-Ehe gestimmt,- und 29 dagegen. 'Massive Demokratie-Probleme' sehen doch etwas anders aus, oder?


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#8
29.08.2012
21:33:22


(+3, 3 Votes)

Von Felix


Wäre schön, wenn die Eheöffnung auch bald in Neuseeland kommt.

Je mehr Staaten, desto besser.

Das ist nicht nur für die Schwulen und Lesben vor Ort ein Fortschritt, sondern auch für die in anderen Staaten, weil jeder zusätzliche Staat, der uns gleichstellt für die ganze Welt ein Gewinn ist. Das macht uns Mut, weiter zu kämpfen, weil wir sehen, dass es sich lohnt. Und es nimmt den Ewiggestrigen die Argumente, weil jeder sieht, wie gut es diesen Staaten geht und dass das nicht der Untergang der Welt ist.


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#9
29.08.2012
22:10:13


(+3, 3 Votes)

Von Hinnerk


Herzlichen Glückwunsch Neuseeland zu diesem ersten Erfolg. Jetzt hoffe ich, die beiden weiteren Abstimmungen gehen ähnlich gut aus und dann ist auch Neuseeland sehr bald deutlich weiter als Deutschland.


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#10
30.08.2012
09:38:38


(+1, 1 Vote)

Von Joonas


Hoffentlich klappt das bald.

Je mehr Staaten desto besser.


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