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Dreierbeziehungen gibt es nicht nur unter Menschen (Bild: gbohne / flickr / by-sa 2.0)

Eine Notarin im brasilianischen Bundesstaat São Paulo hat die Verpartnerung von zwei Frauen und einem Mann genehmigt. Wie "Noticias BR" berichtet ist die Lebenspartnerschaft bereits vor drei Monaten in der Universitätsstadt Tupã eingetragen worden, erregt nun aber die Gemüter in Brasilien. Das verpartnerte Trio, das keine Interviews gibt, hatte bereits drei Jahre in Rio de Janeiro zusammengelebt und das Leben miteinander geteilt. Dazu gehörte beispielsweise auch ein gemeinsames Bankkonto.

Notarin Claudia do Nascimento Domingues argumentiert, die Verfassung verbiete nicht, dass mehr als zwei Erwachsene als Familie zusammenleben können. Die Definition des Wortes "Familie" habe sich so sehr verändert, dass damit nicht mehr nur Zweierbeziehungen gemeint seien. Da keiner der drei Partner verheiratet sei, könnten die Beteiligten nur mit einer Lebenspartnerschaft ihre Familie absichern. Diese größere Familie habe das Recht, im Fall einer Trennung oder eines Todesfalls abgesichert zu sein.

Gerichtliche Auseinandersetzung

Nun müssen die Gerichte entscheiden, ob diese Partnerschaft anerkannt wird. In den brasilianischen Medien melden sich viele Rechtsanwälte zu Wort, die den Schritt für "illegal" erklären, weil nach dem gegenwärtigen Recht nur Zweierbeziehungen vorgesehen seien. Auch christliche Gruppen protestieren gegen die Ausweitung des Familienbegriffs und kündigten Klagen an.

Die Notarin berief sich auch darauf, dass homosexuelle Paare in den vergangenen Jahren eingetragene Partnerschaften eingehen konnten, obgleich ihnen das Eherecht vorenthalten wurde. In Brasilien gibt es seit einer Gerichtsentscheidung aus dem Jahr 2004 die Möglichkeit für Schwule und Lesben, eine Lebenspartnerschaft einzugehen.

Inzwischen ist für gleichgeschlechtliche Paare auch die Öffnung der Ehe im Gespräch: So entschied ein Gericht erstmals im Oktober 2011, dass die Ehe eines lesbischen Paares anerkannt werden muss. Die Richter erklärten damals, dass "die sexuelle Orientierung nicht als Vorwand dienen darf, Familien vom rechtlichen Schutz, den die Ehe bietet, auszuschließen". Sie beriefen sich dabei auf die Verfassung, in der ausdrücklich Diskriminierung verboten ist (queer.de berichtete). (dk)



#1 GF Pr von PrAnonym
#2 Leo GAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 YannikAnonym
#5 skeptischAnonym
  • 30.08.2012, 20:15h

  • Im Heterobereich wirken Dreierbeziehungen immer so ungleichbeerechtigt, weil ein Geschlecht in der überzahl ist und sich das jeweils andere Geschlecht teilt. Besonders bei ffm wirkt es eher ruckschrittlich, Stichwort klassische Polygamie, als fortschrittlich.
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#6 daVinci6667
  • 30.08.2012, 20:16h

  • Gute Nachricht. Ich freue mich! Hoffen wir mal dass die Gerichte die drei nicht trennen werden.

    Wer war nicht schon mal in einer Situation in der es schwierig war, sich zwischen zwei Männern zu entscheiden. Ich hab mich damals schon gefragt, warum man das tun muss, wenn man doch beide mag. Schon klar, nicht jedermanns Sache, meine zwar auch nicht. aber Leben und Liebe kann man nicht planen. Also warum nicht, wenn es sich so ergibt und sich alle drei lieben?

    Wie sagte mein Mann scherzhaft? Ein Schwanz ist besser als keiner. Zwei sind besser als immer nur mit sich selbst zu spielen. Können da nicht eventuell auch drei Schwänze besser sein als nur zwei?
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#7 Fünf MännerAnonym
#8 DennnisAnonym
  • 30.08.2012, 20:40h
  • Antwort auf #5 von skeptisch
  • Sehe ich auch so. Die Frage ist ob die Notarin bei 2 Männern und einer Frau oder bei 3 Männern/ 3 Frauen genauso reagiert hätte. Oft sind polygame Heterosexuelle solange tolerant, solange es nicht in die männlich- bisexuelle oder schwule Richtung geht.
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#9 alexander
  • 30.08.2012, 20:53h
  • klasse ! der ansatz ist gut ! und auch wegweisend, denn er eröffnet strukturen der partnerschaft, die wirklich einer gesunden sozialisation entsprechen !
    bitte nicht missverstehen, ich beziehe mich eher auf generell polygame, uralte traditionen einiger ethnien, die durchaus sinn machen !
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#10 Leo GAnonym
  • 30.08.2012, 23:02h
  • Antwort auf #8 von Dennnis
  • Jo stimmt, Pussylecken unter Frauen ist voll salonfähig. Ungerecht. Nur weil die nicht penetrieren können, wurde Frauen nie das Pussylecken verboten. Schräg und albern, oder?

    Btw, und wie sie penetrieren können...
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