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Jetzt im Buchhandel: Tom of Finlands sagenhaft stramme Kerle auf über 250 Seiten

Die neue Anthologie "Tom of Finland – Life and Work of a Gay Hero" versammelt die interessantesten, schönsten und schärfsten Bilder des Meisters.

Von Carsten Weidemann

"Ich bekomme keine Erektion, wenn ich zeichne. Ich weiß, das ist nicht gut." Tom of Finland, der Zeichner der geilsten schwulen Sexfantasien aller Zeiten, machte einst dieses besondere Geständnis. Dabei bezog er die Bilder, die er auf Papier brachte, aus seinen persönlichen Vorlieben und Begierden.

Touko Laaksonen, der Junge, der als Tom of Finland (1920-1991) berühmt werden sollte, begann bereits mit fünf Jahren Cartoons zu zeichnen. Touko wusste schon früh, dass Männer ihn interessieren, und so ist es kaum verwunderlich, dass seine bevorzugten Modelle echte Kerle aus seiner Heimat Finnland waren. Er studierte Kunst in Helsinki und arbeitete erfolgreich in der finnischen Werbeindustrie. Im Verborgenen arbeitete er aber immer weiter an seinen zunehmend erotischer werdenden Zeichnungen hyper-maskuliner Männer.

Schablone eines neuen schwulen Selbstbewusstseins

Als er im Jahr 1957 einige seiner homoerotischen Bilder im US-Magazin "Physique Pictorial" unter dem Pseudonym Tom of Finland veröffentlichte war die Legende geboren. Bis in die späten sechziger Jahre wurden Toms "schmutzige Zeichnungen" zu einer Art Norm für homosexuelle Kunst und Toms Männer zur Schablone eines neuen schwulen Selbstbewusstseins. Seine Darstellung von knackärschigen, riesig bestückten Matrosen, Polizisten und anderen Machos hat den Idealtypus des schwulen Ledermanns zumindest an der US-Westküste in den 70er Jahren stark geprägt. Toms Kunst spielt bis heute eine wichtige Rolle in Sachen Selbstvertrauen, positiver Selbstdarstellung und Öffnung der Gay Community.

Mit "Tom of Finland – Life and Work of a Gay Hero" ist jetzt im Bruno Gmünder Verlag eine neue, 256 Seiten starke Anthologie erschienen, die sich dem Werk des Künstlers von den Anfängen bis zu seinen letzten Jahren widmet. Aus zahllosen Zeichnungen, vielen Fotos und einer ausführlichen zweisprachigen Biografie entsteht ein Porträt, das so vielschichtig und lebensbejahend ist wie der Künstler selbst.

Und (mindestens) eine Erektion beim Betrachter sollte auch garantiert sein…

Infos zum Buch

F. Valentine Hooven III: Tom of Finland. Life and Work of a Gay Hero. Anthologie. 256 Seiten. Farbe. Sprache: Deutsch/Englisch. Hardcover mit Schutzumschlag, 21,5 x 28,5 cm. Bruno Gmünder Verlag. Berlin 2012. 49,95 €. ISBN 978-3-86787-166-2


#1 daVinci6667
  • 02.09.2012, 15:49h

  • "Ich bekomme keine Erektion, wenn ich zeichne. Ich weiß, das ist nicht gut"

    Ach, vermutlich gewöhnt man sich halt dran.Mangels Wichsvorlagen hab ich in meiner Pubertät auch Schwanze gezeichnet. Dann ging die Post ab :))) und gleich nochmal :)))

    Ob diese Erinnerungen von schwulen Männern auch ein Geheimnis seines Erfolg sein könnte? Ich mag seine Kunst. Als Wichsvorlage sind sie mir zu Schade. Da gibt's, heute zum Glück authentischeres!
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#2 FrankenAnonym
#3 daVinci6667
  • 02.09.2012, 17:42h
  • Antwort auf #2 von Franken

  • LOL
    Die PTT (heute La Poste-Die Post) hätte das garantiert nicht befördert, egal wie hoch sie wohl FRANKIERT gewesen wären!

    Hast aber recht, aus sozialen Gründen wär's sicher fair gewesen so was zu verschicken. So ne Postkarte wäre vielleicht beim einen oder anderen eine echte Abwechslung und Hilfe beim Druckabbau gewesen...
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 03.09.2012, 15:43h
  • Die Bilder von "Tom of Finland" sind gut gemacht. Die Kerle erinnern mich immer an die Darsteller aus den Filmen und Fotobändern der Colt-Studios.
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