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  • 03.09.2012           17      Teilen:   |

Kino-Premiere

Jede Menge "Männer zum Knutschen"

Tobi (li.) und Ernie (re.) sind eigentlich ein Dreamteam... - Quelle: PRO-FUN MEDIA
Tobi (li.) und Ernie (re.) sind eigentlich ein Dreamteam... (Bild: PRO-FUN MEDIA)

Die Ära der "Feel Good-Movies" ist vorbei? Nö, jarnüscht! Eine verspielte Komödie aus Berlin feierte am Wochenende in der Hauptstadt Premiere, am Donnerstag startet sie bundesweit im Kino.

Von Carsten Weidemann

Kommt ein schwuler Panzerknacker in die Bank und trifft auf Ernst Knuddelmann, den neuen Kundenberater eines Berliner Geldinstituts. Der Mann mit dem roten Shirt und der typischen schwarzen Maske will aber gar kein Geld stehlen. Tobi will eigentlich nur inkognito seinem Ernie die Pausenbrote vorbeibringen, die dieser am Morgen daheim vergessen hatte. Klingt alles irgendwie nach einer Story aus den "Lustigen Taschenbüchern"? Nicht ganz, auch wenn der Film "Männer zum Knutschen" durchgehend einen ähnlichen Comic-Erzählstil pflegt. Es macht zwar – sinnbildlich – ganz viel "Peng", "Zack", "Puff", dennoch sucht die schwule Liebeskomödie, die am 1. September in Berlin Kinopremiere feiert, nach Antworten auf die existenzielle Frage, was das Wesen der Liebe eigentlich ausmacht. Die Antwort, die der Film uns gibt, ist weit weniger trivial, als der Panzerknacker-Auftritt zum Auftakt.

Die Story: Ernst Knuddelmann hat den passenden Familiennamen: Ein ganzer Kerl zum Liebhaben, etwas zu ernsthaft, etwas zu naiv. Ein Landei, das einen Job als Banker in der Hauptstadt antritt, und sich gleich am ersten Abend in Berlin in eine überlebensgroße Ameise verliebt. Im Kostüm steckt Tobias Rückert, ein exaltierter Homosexueller von edelstem Tuntengeschlecht. Tobi kann gewaltig glitzern und Ernie gefällt das. Er lernt jede Menge verrückte und glamouröse Gestalten in den Clubs kennen. Doch im Laufe der Zeit steigt seine Unzufriedenheit. Ernie möchte, dass Tobi etwas runterschraubt, etwas fürsorglicher und vor allem etwas konkreter wird. Was will er von dieser Beziehung? "Ich kann dich nicht greifen", klagt Ernie. Und meint damit "Besitz ergreifen". Doch diese Sicherheit will Tobi ihm nicht geben, er entzieht sich jeder Diskussion darüber und gießt eine große Portion Harmoniesauce drüber, mal mit Sex, mal mit Drogen.

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Die Schulfreundin-Schlange kämpft gegen den hyperschwulen Lover

Wäre da nicht die intrigante "beste Freundin" Uta... - Quelle: PRO-FUN MEDIA
Wäre da nicht die intrigante "beste Freundin" Uta... (Bild: PRO-FUN MEDIA)

Als mit Uta eine alte Schulfreundin von Ernst aus den Staaten in Berlin eintrifft, beginnt ein Zickenkrieg nach bester Dallas-Manier. Uta will ihre alte Jugendliebe – egal ob er nun schwul ist oder nicht – für sich allein. Lover Tobias versucht verzweifelt, die Intrigenspiele von "Puta", wie er sie nennt, zu durchkreuzen. Doch selbst große Geschütze, wie das höllenscharfe Guacamola-Rezept von Tobias transsexueller Mutter Rutila verfehlen ihre Wirkung. Das Luder Uta schafft es, die beiden Jungs auseinander zu bringen. Aber – hey – es ist schließlich ein Feel Good-Movie: es gibt ein Happy End. Ernies Erkenntnis aus dem Off: "Plötzlich war es mir völlig egal, wie verrückt Tobi war, denn ich wusste, ich war verrückt auf ihn." Anders gesagt: Keine eingeforderte Liebeserklärung gibt einem die Sicherheit, die sich jeder in der Beziehung wünscht. Es ist allein die Gewissheit über die eigene Liebe gegenüber dem Partner, die Basis für alles Weitere ist.

Die Low Budget-Produktion wäre beinahe an der Finanzierung gescheitert. Doch dann übernahmen die Hauptdarsteller Frank Christian Marx (35) und Udo Lutz (43) das Ruder, gründeten die Filmfirma "Ente Kross" und fungierten fortan als Produzenten für den Film, an den sie glaubten. Mit viel Herzblut und eigenem Geld schufen sie "Männer zum Knutschen", stellten ihn im Februar erstmals auf einem Filmfestival vor und werden seitdem weltweit mit Freuden von weiteren Szenefestivals eingeladen. Den Sprung auf die deutschen Kinoleinwände haben sie jetzt auch hinbekommen.

Neben den vielen süßen Albernheiten freuen einen vor allem die zahlreichen Gastauftritte bekannter Berliner Szenegrößen. Nina Queer (die erstaunlicherweise gar keinen Dialog hat) und Barbie Breakout sind dabei. Es gibt ein Wiedersehen mit Ex-Cazzo-Darsteller Marcel Schlutt, der seinen ersten Auftritt als Schauspieler 2004 im Drama "Gefangen" hatte. Und Rosenstolz lieferten einen ihrer Songs für den Abspann. Kleine Highlights sind die Dada-Szenen mit dem verwirrten Taxifahrer (Klaus Hoser) und der Luftballon-Fachverkäuferin Edith (Ades Zabel).

Youtube | Offizieller Trailer
Links zum Thema:
» Alle Kino-Termine auf der Pro-Fun-Homepage
» Weitere Infos zum Filmprojekt bei "Ente Kross Film"
Galerie
Männer zum Knutschen (Komödie, D 2012)

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Tags: männer zum knutschen, frank christian marx, udo lutz, ades zabel, nina queer, marcel schlutt
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Reaktionen zu "Jede Menge "Männer zum Knutschen""


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
03.09.2012
09:44:37
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(+3, 3 Votes)

Von chris
Aus Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2008


Ich kann den Film sehr empfehlen.Hatte auf Grund einer Geldspenden für die Produktion Anrecht auf zwei Premierenkarten im Kino International. Der Film ist witzig ohne es zu übertreiben und bunt ohne wirklich kitschig zu sein. Die Story steht dabei im Vordergrund und zeichnet dabei ein eindeutiges Charakterbild der Hauptfiguren, ohne dabei die Handlung vorhersehbar zu machen .Sehr lustig, angenehm schwul ohne es zu übertreiben und echt witzig.


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#2
03.09.2012
09:47:15
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(+2, 2 Votes)

Von chris
Aus Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2008


Habe vergessen zu schreiben, dass Marcel Schlutt auch in natura ein echt scharfer Typ ist *fg*


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#3
03.09.2012
10:38:21


(+2, 2 Votes)

Von Robin


Mal gespannt, ob die CDU/CSU auch irgendwann diesen Film verbieten will, weil es "Propaganda für Lebensformen" ist, die "nichts zum Arterhalt beitragen" und "gesunden Familien" widersprechen.

Die Union ist ja mittlerweile komplett auf NPD-Kurs was Homosexualität betrifft.

Wenn sie könnten, würden CDU und CSU auch noch fordern, man dürfe das Thema Homosexualität nicht öffentlich ansprechen oder in Schulen unterrichten, so wie es in Russland der Fall ist.


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#4
03.09.2012
10:45:12


(+2, 2 Votes)

Von Hinnerk


Schön, dass der Film endlich ins Kino kommt. Das ist der erste Film der neuen Filmproduktion "Ente Kross", die ausschließlich Filme mit schwul-lesbischer Thematik produzieren will. Ich glaube, ursprünglich sollte der "Knuddelmänner" heißen.

Der Trailer sieht vielversprechend aus. Ich hoffe, das wird ein riesiger Erfolg. Und dass noch viele schwul-lesbische Spielfilme von "Ente Kross" folgen werden.


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#5
03.09.2012
11:00:29


(+2, 2 Votes)

Von Marius


Ich hoffe auch, dass der Film ein großer Erfolg wird. So wie damals der Überraschungserfolg "Der bewegte Mann", der auch gesellschaftlich viel verändert hat in Deutschland.

Und nicht zuletzt würde ein Erfolg der Firma ENTE KROSS die Reputation und finanzielle Möglichkeit bieten, viele weitere Filme zum Thema Homo-, Bi- und Transsexualität zu drehen. - Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Hetzkampagnen von CDU und CSU wichtiger denn je, das Thema immer wieder in die Öffentlichkeit zu tragen. Und solche Filme bewirken oft mehr als politische Diskussionen.


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#6
03.09.2012
12:16:40


(+3, 3 Votes)

Von TimoStuttgart
Aus Stuttgart (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 03.09.2012
Antwort zu Kommentar #2 von chris


Ja, Marcel Schlutt ist eine Augenweide. Aber Frank Christian Marx fand ich sympathischer und lebensechter und soooo sexy


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#7
03.09.2012
12:33:57
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(+2, 2 Votes)

Von TimoStuttgart
Aus Stuttgart (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 03.09.2012


Was für ein wunderschöner witziger, frecher, verrückter Film. Ich bin extra aus Stutgart gekommen und war beeindruckt wie sympathisch die Macher des Films wirkten. Einer der Hauptdarsteller weinte sogar als er auf die Bühne kam und als er die Geschichte mit seinem nicht geouteten Onkel erzählte, der ihm Geld vererbt hat damit er den Film fertig stellen konnte, ist mir auch fast das Herz gebrochen. Toller liebevoller Film, den jeder sehen sollte, gerade in der heutigen Zeit. Auch für Heteros kompatibel. Und Comedy Ass Udo Lutz ist köstlich in seiner Rolle, während Frank Christian Marx die Leinwand in den emotionalen und wütenden Szenen dominiert und viel Ausdruck beweist. Bravo


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#8
03.09.2012
12:36:39
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(+2, 2 Votes)

Von Schwabinger


Bin sehr gespannt und guck mir den Film heute abend um 21.15 im City Kino in München an. Und Schnuckel Frank Christian Marx ist vor Ort. Grins. Na, wenn da mal nicht geknutscht wird.


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#9
03.09.2012
15:15:27
Via Handy


(0, 2 Votes)

Von chris
Aus Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2008
Antwort zu Kommentar #6 von TimoStuttgart


Der hat sich beim gemeinsamen Foto auch ganz lebensecht angefühlt.


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#10
03.09.2012
15:26:28


(0, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ich freue mich, wenn der Film ins Free-TV kommt!


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