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  • 05.09.2012           5      Teilen:   |

Karin Büttner-Janz

Hohe Abfindung für lesbische Olympiasiegerin

Karin Büttner-Janz bei einem Turnier 1972 - Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-L0310-0015 / Schaar, Helmut / CC-BY-SA
Karin Büttner-Janz bei einem Turnier 1972 (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-L0310-0015 / Schaar, Helmut / CC-BY-SA)

Im April kündigten die Berliner Vivantes-Kliniken fristlos der Chefärztin Karin Büttner-Janz, angeblich wegen ihrer lesbischen Beziehung. Jetzt erhält die Ex-Turnerin eine Abfindung in Höhe von 590.000 Euro.

Die 60-Jährige, die als zweifache Olympiasiegerin noch immer die erfolgreichste deutsche Turnerin ist, hatte gegen ihre Kündigung seitens der landeseigenen Vivantes-Kliniken geklagt. Vor dem Berliner Arbeitsgericht ging sie am Dienstag auf einen Gütevorschlag der Richterin ein. Neben ihrer Abfindung erhält sie noch ausstehende Gehälter. Die Orthopädin ist weltweit anerkannt und hat unter anderem die künstliche Bandscheibe erfunden. Zuletzt hatte sie ein Jahresgehalt von 250.000 Euro erhalten.

"Ich freue mich, dass ich aus meiner Sicht gewonnen habe", erklärte Büttner-Janz nach der Einigung vor Gericht. Ihre Anwälte hatten bei der Klageerhebung erklärt, dass ihr wegen einer "gleichgeschlechtlichen Beziehung zu einer Vivantes-Mitarbeiterin aus der Führungsebene" nahegelegt worden sei, das "Arbeitsverhältnis kurzfristig und einvernehmlich zu beenden".

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Arbeitgeber: Lesbische Beziehung nicht Kündigungsgrund

Die Vivantes-Kliniken widersprachen jedoch der Darstellung von Büttner-Janz: "Eine Beziehung ist nicht Grund der Kündigung, erst recht nicht eine gleichgeschlechtliche", sagte die Sprecherin. Stattdessen sei die Chefärztin wegen einer E-Mail an den Aufsichtsrat gefeuert worden, in dem sie die Geschäftsführung angegriffen hatte. Deren Inhalt erfülle "unserer Auffassung nach den Tatbestand der Verleumdung und üblen Nachrede". Auch das Verhältnis zu den Ärztekollegen sei zerrüttet.

Die Orthopädin will nun einen neuen Arbeitgeber finden. Zudem hob das Gericht ein im Zusammenhang mit der Kündigung gegen sie erhobenes Hausverbot auf.

Büttner-Janz gewann 1972 bei den Olympischen Sommerspielen in München Goldmedaillen im Pferdsprung und Stufenbarren. Außerdem wurde sie ein Mal Weltmeisterin, vier Mal Europameisterin und zwanzig Mal DDR-Meisterin. (dk)

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Tags: vivantes-kliniken, karin büttner-janz
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Reaktionen zu "Hohe Abfindung für lesbische Olympiasiegerin"


 5 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
05.09.2012
14:15:20


(+1, 3 Votes)

Von closet case


"A tiny fraction, far less than 1, of athletes at the London 2012 Olympics and Paralympics will be openly LGBT – meet the few who are going for gold"

Link zu www.gaystarnews.com


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#2
05.09.2012
15:18:52


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ich habe gewußt, daß Karin Janz eine erfolgreiche Turnerin war, daß sie aber lesbisch ist und in einer Beziehung lebt, ist mir neu. Trotzdem war sie vor Gericht erfolgreich und bekommt nun das ihr noch zustehende Geld. Ich hoffe, sie findet bald einen Arbeitnehmer, der ihre sexuelle Orientierung gut findet und daran nichts auszusetzen hat!


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#3
05.09.2012
16:52:38


(+3, 3 Votes)

Von kirchenfeindlich


Arbeitsgericht!!!

Gegen Entlassungen von Angestellten bei Kirchen die gleichen Rechte einklagen!!!


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#4
05.09.2012
18:13:37


(0, 2 Votes)

Von Wengo


Und wer bezahlts? Wir mit unseren Kassenbeiträgen!


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#5
05.09.2012
19:18:15


(0, 4 Votes)

Von Lich King
Antwort zu Kommentar #3 von kirchenfeindlich


Vivantes ist keine kirchliche Einrichtung

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Vivantes#Klinikbetrieb


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