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  • 05. Oktober 2004, noch kein Kommentar

Ganz schön explosiv, was da den schwulen Leser und die lesbische Leserin auf der kommenden Buchmesse in Frankfurt erwartet. Der Autor citizen_b jagt in seinem neues Krimi die Frankfurter Homo-Szene in die Luft. Beim Querverlag knallen traditionell am Messen-Donnerstag die Sektkorken und Claudia Gehrke zeigt auf rund 300 jede Menge erregte Nackedeis fürs "schwule Auge". Die weltweit größte Schau rund um das Buch, die bis zum 10. Oktober dauert, ist immer auch ein Happening für homophile Leser.

Volker Neumann, Direktor der Frankfurter Buchmesse gab auf seiner Auftakt-Pressekonferenz Anfang September Entwarnung. Der Rückzug von Ausstellern, der in den vergangenen Jahren zu beobachten war, sei gestoppt. "Ende August waren rund 6.600 Aussteller zur Teilnahme angemeldet, rund 200 mehr als zur gleichen Zeit im Vorjahr", freut er sich. Auch schwul-lesbische Verlage sind traditionell auf der Messe vertreten, allerdings nicht mehr so zahlreich wie in der Vergangenheit. Egmont Fassbinder hat seinen Verlag rosa Winkel mittlerweile eingestellt, Bruno Gmünder ist seit dem vergangenen Jahr ebenfalls nicht mehr dabei. "Die wichtigen Geschäfte finden nicht am Stand statt", konstatiert Michael Taubenheim, Geschäftsführer bei dem Berliner Unternehmen. Man sei zwar persönlich anwesend und mache Termine mit Vertretern, den teuren Aufenthalt mit Standpräsenz in Frankfurt wolle man sich aber nur noch ab und an leisten. "Vielleicht sind wir nächstes Jahr wieder da."

Treu geblieben ist dagegen Achim Albers vom Hamburger Kleinverlag Himmelstürmer. Er teilt sich mit dem Frankfurter Videospezialisten Pro-Fun seit ein paar Jahren einen Gemeinschaftsstand. "Das ist eine gut funktionierende Zweckgemeinschaft", bekräftigt Albers, der seit fünf Jahren im Geschäft mit dem Lesestoff ist. Die Kontakte, die er am Main knüpft, waren sogar schon wahres Gold wert. "Ich konnte nach Gesprächen mit Druckereivertretern meine Produktionskosten um 20 Prozent drücken", freut er sich.

Auch für MännerschwarmSkript sind die geschäftlichen Kontakte sehr wichtig. "Wenn du nicht auf der Buchmesse stehst, heißt es gleich, dich gibt es nicht mehr", benennt Joachim Bartholomae die Motivation des Hamburger Unternehmens, in dem er für das Lektorat, die Finanzen und den Vertrieb zuständig ist. Ein kleiner Stand und die private Unterbringung senken die Kosten für den Aufenthalt in der teuren Finanzmetropole. Die Kontakte, die man in den Hallen knüpfe, seien den Aufwand aber allemal wert. "Unser Messetagebuch ist nach so einer Woche gut gefüllt". Beim Querverlag betont man dagegen besonders den Kontakt zum Leser. Rainer Hörmann, zuständig für die Pressearbeit beim Verlag, weiß zwar nicht, wie viele Sektflaschen für diesen feuchtfröhlichen Kontakt geköpft werden, doch "Viele kommen gezielt zu uns, und dort treffen sie die Menschen, die im Verlag arbeiten, höchstpersönlich."

Standnummern der schwul-lesbischen Verlage:
Argument Verlag / Ariadne 4.1 D169
Himmelstürmer 4.1 D159
Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke 4.1 D136
MännerschwarmSkript 4.1 D157
Milena Verlag 4.1 D148
Orlanda Verlag 4.1 D146
Pro-Fun (4.1 D161)
Querverlag 4.1 D167
Schwarzkopf & Schwarzkopf 4.1 D134

- Traditioneller Sektempfang am 7. Oktober ab 17 Uhr beim Querverlag.

- Im schwul-lesbischen Kulturhaus in Frankfurt läuft am 9.10. um 20 Uhr die schwul-lesbische Literaturnacht. Eingeladen sind: Jan Stressenreuter (Ihn halten wenn er fällt) / Regina Nössler und Anne Bax (Mein Lesbisches Auge) / Micha Schulze, Christian Scheuß (Fremdgehen macht glücklich) / Daniela Schenk (Julia und Satine) / Citizen_b (Quentin Queer- Die Leichen des jungen Werther)

- Ende September ist das Heft "Die Besten" erschienen, in dem wichtige DVD- und Buch-Neuerscheinungen vorgestellt werden. Es ist in vielen Buchhandlungen und auf der Buchmesse erhältlich.