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  • 05.09.2012           14      Teilen:   |

Parteitag in Charlotte (North Carolina)

US-Demokraten präsentieren sich als Regenbogen-Partei

Der Regenbogen soll Barack Obamas Wiederwahl im November sichern - Quelle: TijsB / flickr / cc by-sa 2.0
Der Regenbogen soll Barack Obamas Wiederwahl im November sichern (Bild: TijsB / flickr / cc by-sa 2.0)

Barack Obama will im November wiedergewählt werden: Auf ihrem Parteitag werben seine Demokraten dabei insbesondere um die Stimmen von Schwulen und Lesben.

Von Dennis Klein

Was für ein Unterschied: Während auf dem Parteitag der Republikaner vergangene Woche vor allem alte weiße Männer mit albernen blinkenden Hüten den Reden lauschten, wirkt die "Democratic National Convention" in North Carolina wie ein langer Benetton-Werbespot. Gerade mit Blick auf ethnische Minderheiten und Homosexuelle präsentiert sich die Obama-Partei als weltoffen und tolerant.

Die innerparteiliche Homo-Gruppe Stonewall Democrats berichtet stolz, dass rund 500 der Delegierten auf dem am Dienstag gestarteten Parteitag offen schwul oder lesbisch seien – das entspricht acht Prozent aller Teilnehmer. "Wir waren so lange unterrepräsentiert in der Politik", erklärte Stonewall-Sprecher Jerame Davis gegenüber dem "Boston Herald". "Es ist so aufregend, dass wir endlich angemessen repräsentiert werden." Am ersten Tag des Parteitages durfte zudem der offen schwule Kongressabgeordnete Jared Polis eine Rede vor den Delegierten halten, in der er zum Respekt vor allen Menschen aufrief.

Youtube | Die Rede des schwulen Kongressabgeordneten Jared Polis
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Viele Hypotheken für Obama

Eigentlich stehen die Chancen für die Wiederwahl von Barack Obama nicht gut: Die US-Wirtschaft schwächelt, was Wechselwähler ins Lager seines Herausforderers Mitt Romney treibt. Zwar tappt Romney von einem Fettnäpfchen ins nächste, dennoch liefern sich die beiden Kandidaten in Umfragen derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die eigenen Anhänger hat Obama außerdem zu oft enttäuscht, Stichwort Guantanamo. Viele werden wohl bei der Wahl zu Hause bleiben. Um das zu verhindern, tun die Demokraten derzeit alles. Besonders Schwule und Lesben sollen das Ruder herumreißen: Anders als vor vier Jahren, als Obama noch die Ehe-Öffnung ablehnte und Homo-Aktivisten sogar gegen ihn demonstrierten, gibt sich der US-Präsident heute als der größte schwul-lesbische Aktivist in den USA. So gilt es als historisch, dass er sich im Mai als erstes amtierendes amerikanisches Staatsoberhaupt für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht ausgesprochen hat (queer.de berichtete).

Homofreundliches Wahlprogramm

Mitt Romneys Republikaner setzen sich für ein Verbot der Homo-Ehe in der US-Verfassung ein - Quelle:
Mitt Romneys Republikaner setzen sich für ein Verbot der Homo-Ehe in der US-Verfassung ein

Die Delegierten haben am Dienstag auch ein Wahlprogramm beschlossen, in dem erstmals die Ehe-Öffnung gefordert wird: "Wir unterstützen das Recht aller Familien auf Respekt. Sie sollen die gleichen Rechte und Pflichten erhalten", heißt es in dem Dokument. Darin wird auch der Unterschied zu den Republikanern hervorgehoben: "Im November wählen wir nicht einfach einen von zwei Kandidaten oder eine von zwei politischen Parteien. Es geht um eine Richtungsentscheidung für unser Land und unsere Familien."

Und tatsächlich: Auf ihrem Parteitag vor einer Woche haben die Republikaner noch ein äußerst homofeindliches Programm beschlossen (queer.de berichtete). Auch in ihrem Werbespots macht die Partei von Abraham Lincoln und Dwight Eisenhower deutlich, dass sie bei Homo-Rechten keine Kompromisse kennt. So schaltet die Lobbygruppe des republikanischen Politikers Gary Bauer derzeit fiese Werbespots, in dem sich ein heterosexuelles Ehepaar über die Unterstützung Obamas für die Homo-Ehe erregt: "Das ist nicht der 'Change', den ich gewählt habe", sagt die Ehefrau im 30-Sekunden-Film. Ihr Mann antwortet: "Wir können jemanden wählen, der Werte hat" – und dieser Jemand soll Mitt Romney sein.

Youtube | Republikanischer Werbespot gegen die Homo-Ehe
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Tags: barack obama, us-wahlen, homo-ehe
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Reaktionen zu "US-Demokraten präsentieren sich als Regenbogen-Partei"


 14 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
05.09.2012
17:43:32


(+5, 5 Votes)

Von Go Go Boy


Auch Obama macht nicht alles richtig, aber im Vergleich zu seinem republikanischen Kandidaten ist er die weitaus bessere Alternative.
Hoffen wir das die Demokraten gewinnen!


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#2
05.09.2012
17:48:14


(+3, 5 Votes)

Von Roter Recke


Mit Obama wird dieses Land wenigstens halbwegs anständig regiert, Romney wäre ein Rückschritt ins düsterste Mittelalter, vielleicht gäbe es sogar einen mormonischen Gottesstaat. Man möge uns davor bewahren !!!

Nicht nur homopolitisch ist Obama um Lichtjahre vorzuziehen, es bedarf keiner weiteren Diskussion.


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#3
05.09.2012
18:39:47


(+6, 8 Votes)

Von -hw-


Für große Latino-Wählerschaft freut mich Julian Castro (ebenso für die katholische Kirche).

Julian Castro a strong ally, supporter of LGBT rights, including gay marriage

Link zu www.queer.de


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#4
05.09.2012
18:57:54


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Barack Obama muß US-Präsident bleiben!


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#5
05.09.2012
19:14:19


(+5, 5 Votes)

Von rich


Ich hab gerade einen Lachkrampf bei dem Republikaner Video bekommen. Mega authentische Situation ^^


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#6
05.09.2012
20:08:30


(+4, 4 Votes)

Von the_rising_tide


Will Romney mit dem Spot wirklich die Präsidentschaft gewinnen? Jede billige Staubsauger Werbung ist besser gemacht.


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#7
06.09.2012
07:54:34


(+5, 7 Votes)

Von Claas


Obama und seine Regierung sind sicher auch nicht das Gelbe vom Ei und haben viele Versprechen gebrochen und viel vermasselt.

Aber angesichts der Alternative kann man nur hoffen, dass Obama und die Demokraten die Wahl gewinnen. Zum Wohle Amerikas und der ganzen Welt.


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#8
06.09.2012
10:26:32


(+4, 8 Votes)

Von bengt
Antwort zu Kommentar #7 von Claas


Gruselig nicht nur für Schwule und Lesben in den USA. Brandgefährlich sind auch die aussenpolitischen Positionen dieser Romney-Freaks.

Stratfor-Gründer verglich Tea Party mit Hitler

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Stratfor


Zu der Zeit, als Friedman diese Einschätzung seinen Mitarbeitern offenbarte, demonstrierten Tea-Party-Aktivisten vor dem Kapitol gegen die geplante Gesundheitsreform und beschimpften schwarze und schwule Abgeordnete aufgrund ihrer Hautfarbe und ihrer sexuelle Orientierung. Außerdem hinterließen sie anonyme Drohbotschaften auf Anrufbeantwortern, warfen Fensterscheiben ein und sägten in einem Fall sogar eine Gasleitung durch.

Link zu www.heise.de


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#9
06.09.2012
10:46:58


(+6, 8 Votes)

Von Timon
Antwort zu Kommentar #8 von bengt


Ja, Romney und sein Vize haben ja schon angekündigt, die Rüstungsindustrie fördern zu wollen und jedes Land, das ihnen nicht blind folgt, mit Krieg zu überziehen.

Auch wollen sie ungeniert Klima und Umwelt ruinieren, was dann auch die ganze Welt betrifft.

Und von ihrem wirtschaftlichen und kulturellen Imperialismus mal ganz zu schweigen.

Von den Republikanern geht sehr große Gefahr aus - für die ganze Welt!


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#10
06.09.2012
10:56:03


(+6, 6 Votes)

Von Marek
Antwort zu Kommentar #8 von bengt


Stimmt leider:
die Tea Party (dazu gehört der Kandidat für den Posten des Vizepräsidenten und auch Romney hat viele Positionen aus Machtgeilheit übernommen) ist durchaus mit den rechtesten Nazis verleichbar.

Man muss nur mal hören, was die alleine schon so alles öffentlich fordern. Ohne das, was sie hinter verschlossenen Türen noch so alles planen und nicht öffentlich sagen.


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