Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?17322

ACL-Chef Jim Wallace

Der Chef der Australian Christian Lobby hat in einer Debatte um die Öffnung der Ehe behauptet, dass Homosexualität ein ungesünderes Laster sei als Zigarettenrauchen.

Jim Wallace hat am Mittwoch bei einer Veranstaltung der University of Tasmania erklärt, dass die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht gesundheitspolitisch falsch ist: "Ich denke, wir schulden Rauchern eine große Entschuldigung, wenn selbst aus Statistiken der homosexuellen Community – die immer gezeigt werden, wenn die Geld wollen – hervorgeht, dass es in dieser Gruppe mehr Drogen und höhere Selbstmordraten gibt. Das Leben von Männer wird um bis zu zwanzig Jahre verkürzt", so Wallace nach Angaben der Tageszeitung "The Age". Dagegen verkürzten Raucher ihr Leben nur um zehn Jahre. Die Öffnung der Ehe verführe junge Menschen dazu, schwul oder lesbisch zu werden, erklärte Wallace weiter. "Mir tut das sehr leid und mein Mitgefühl gilt diesen Leuten, aber so sind nun mal die Tatsachen."

Bei der Diskussion war auch Senatorin Christine Milne anwesend, die Vorsitzende der australischen Grünen. Sie warf Wallace vor, Ursache und Wirkung zu verwechseln: "Die psychologischen Probleme für junge homosexuelle Menschen nehmen immer dort zu, wo es Diskriminierung gibt", sagte die 59-Jährige. Sie warf der Australian Christian Lobby vor, Homophobie zu fördern. Wallace antwortete daraufhin erregt, dass sich die Grünen mehr um Bäume als um Kinder kümmern würden. Homo-Aktivisten würden zudem ihre Gegner mobben, um sie mundtot zu machen.

Premierministerin ist sauer


Premierministerin Julia Gillard

Die Äußerungen von Wallace haben die Debatte um die Ehe-Öffnung in Australien noch angefacht. Kritik kam auch von Premierministerin Julia Gillard, die selbst die Gleichbehandlung im Eherecht ablehnt (queer.de berichtete). Die sozialdemokratische Politikerin sagte einen Auftritt bei einer Veranstaltung der Autralian Christian Lobby ab und nannte die Äußerungen "beleidigend". "Die Gesundheitsfolgen von Rauchen mit dem Kampf vieler schwuler und lesbischer Australier zu vergleichen, den sie in unserer Gesellschaft immer noch führen müssen, ist herzlos und falsch", so Gillard in einer Pressemitteilung.

In der Debatte um die Ehe-Öffnung haben christliche Aktivisten immer wieder Homosexuelle mit anderen Gruppen verglichen, um deren Minderwertigkeit zu illustrieren. So verglich der Kölner Kardinal Joachim Meisner vor einer Woche Homo-Paare mit Fahrgemeinschaften (queer.de berichtete). US-Erzbischof John Nienstedt verglich die Homo-Ehe sogar mit Mord (queer.de berichtete).

Die Australian Christian Lobby gehört zu den größten politisch-religiösen Lobbygruppen Australiens. Thema Nummer eins für die Aktivisten ist das Zurückdrängen von Homo-Rechten. Die Gruppe erzielte dabei immer wieder große Aufmerksamkeit: So versuchte die ACL im vergangenen Jahr eine Kampagne zur Aids-Prävention zu verhindern, weil diese gegen die "guten Sitten" verstoße und Kinder zu sexuellen Handlungen anregen könnte (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 WalterAnonym
  • 06.09.2012, 13:03h
  • Wegen Leuten wie ihm bringen sich immer noch so viele, vor allem Junge Menschen um. Ein bekanntes Beispiel ist Jamey Rodemeyer, der von Leuten wie ihm gemobbt und diskriminiert wurde, bis er keinen Ausweg mehr sah außer seinem Leben ein Ende zu setzen.
    Solche Hetzer und Mobber gehören strafrechtlich verfolgt.
    Das solche Menschen das Wort Christ für ihren Rassismus missbrauchen ist unerträglich.
    Man kann nur hoffen. dass solche Personen NIE wieder rosa Winkel verteilen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Gleiche RechteAnonym
  • 06.09.2012, 13:45h
  • "(...) behauptet, dass Homosexualität ein ungesünderes Laster sei als Zigarettenrauchen ..."

    Ja, ja, Schatz und "die Erde ist eine Scheibe"

    Leg' dich wieder hin und schlaf' deinen Rausch aus und dann ... Schwamm 'drüber ... jeder redet mal Schwachsinn ...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.09.2012, 14:05h
  • Das beweist wieder, wie dumm solche christlichen Fundamentalisten sind! Bisher sind mehr Menschen durch übermäßiges Rauchen gestorben als die, die durch AIDS dahingerafft wurden.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 stephan
  • 06.09.2012, 14:09h
  • Klar doch! Botschaft verstanden! Ich übersetze es einmal so: "Jude zu sein war von '33-'45 in Deutschland einfach ein ungesundes Vergalten!"

    Man könnte stets meinen, dass es primitiver nicht mehr geht, aber die Homohasser beweisen jeden Tag leider immer wieder das Gegenteil!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 daVinci6667
  • 06.09.2012, 14:12h
  • Antwort auf #2 von Gleiche Rechte

  • "Leg' dich wieder hin und schlaf' deinen Rausch aus und dann ... Schwamm 'drüber ... jeder redet mal Schwachsinn ..."

    Du willst diesem Klerikalfaschisten einfach so vergeben? Ne, ne, nicht mit mir!

    Um jemandem zu vergeben muss derjenige erst sein falsches Handeln verstehen und ER muss anschließend darum BITTEN. Dieser Idiot kann seinen Rausch nicht einfach ausschlafen, er ist nicht besoffen sondern handelt im religiösen Rausch und glaubt sich im Recht. Das ist viel schlimmer!

    Solchen Leuten gehört gerichtlich ihr Fascho-Maul gestopft und zwar gründlich! Denn Walter hat sehr recht, wegen solchen religiösen Fanatikern bringen sich immer wieder Jugendliche schon vor ihrem Coming-out um. Deswegen zu behaupten Homosexualität sei ungesünder als rauchen oder sonstwas zeigt zwar wie verzweifelt die sind, aber leider glauben viele den Schrott oder denken an AIDS!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 WeltAnonym
  • 06.09.2012, 14:13h
  • Man soll diese Leute selber ignorieren. Außerdem Staat von der Kirche zu trennen. Die Religionen tun den Menschen nicht so gut (Islam). Die Personen der Kirche wollen nur eigene Macht und mischen sich sogar in der Kondompolitik ein. Solche blöde Vergleiche sind nur Verachtung. Niemand kann schwul werden, weil dies die Schwangerschaftsentwicklung entscheidet. Schuld etwas haben Homos selber aber auch die Gesellschaft und vor allem eigentlich nicht die Menschen sondern die Politiker und die Personen der Kirche. Manche wollen Mittelalter. In jetzigen Zeiten ist jedoch unmanipuliertes Bewusstsein und freie Sexualität und Wahl der Liebe. Wer behauptet, dass Homoehe Leute schwul oder lesbisch machen würde, ist ein lächerlicher Idiot. Die Kirche kann selber ihre Homoleute hassen, obwohl sie wissen, dass dort viele Schwule sind.
    Im Mittelalter haben Menschen keine Rechte gehabt. Es muss unbedingt über Liebe und Sexualität debatiert werden und nicht über kirchliche Regeln denn das ist absolut private Sache. Das Adoptionrecht interessiert nur sehr wenige Homos. Die Kirche kann nur von der Liebe reden, obwohl sie nicht weiß, was das heißt, denn Liebe ist nicht nur Kinderzeugen. Die Menschen mögen Liebe und Sex. Dabei haben weder Politik noch Kirche was zu sagen. Sie dürfen sogar nichts sagen, denn das Intime ist die Sache von 2 Menschen, was sie zusammen machen. Übrigens gibt es über 6 Milliarden Menschen nicht unbedingt glücklich. Kirche gibt doch kein Geld für Afrika. Es gibt schon lange anderes Bild der Familie. Das Sexuelle ist nicht nur für Kindermachen. Mit welchem Recht mischen sich diese Politik und Kirche ein. In islamischem Land hat eine Ehefrau brutal Ohren und Nase verloren, weil sie den Mann verlassen habe. Ich könnte also solche blöde Vergleiche von Genussmitteln vergleichen, wennn solche von z.B. Saudi Arabien
    käme aber nicht von Australien. Leben und leben lassen. Übrigens Menschen haben immer Rechte auf eigene Sexualität gehabt. Kinder werden immer vor allem von Frau und Mann erzogen. Adoptionen sind sehr selten. Wer idiotische Vergleiche macht, kann nicht regieren. Übrigens wenn die Kirchen Todesstrafe
    akzeptieren und es gefällt so, dann sind das keine Kirchen. Wie in arabischen Ländern.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 RoggeAnonym
  • 06.09.2012, 14:31h
  • Wenn man nicht ständig wechselnde Sexualpartner hat, dann ist es mit Sicherheit gesünder als Rauchen. Ja, Liebe und Treue gehören zusammen.
    Reicht nicht ein Mann oder eine Frau fürs ganze Leben ?

    Mein Herz sagt ganz laut: JA!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 GottAnonym
  • 06.09.2012, 14:37h
  • "Die Öffnung der Ehe verführe junge Menschen dazu, schwul oder lesbisch zu werden, erklärte Wallace weiter"

    Ja klar, heterosexueller junger Mann, am besten noch mit Freundin, sieht, dass er ab jetzt nun auch einen Mann heiraten kann, nachdem vorher bloß eine eingetragene Partnerschaft möglich war, und dadurch fällt auf einmal all sein heterosexuelles Begehren von ihm ab und er heiratet einen Mann und will nie wieder was von Frauen wissen.
    Ich verstehe die Bedenken dieses Mannes völlig.

    Aber ich habe da eine verrückte Lösungsidee: Man öffnet die Ehe einfach auch für Heterosexuelle, dann wäre der Verführungsaspekt weg, weil dann ja auch die Option zur gegengeschlechtlichen Ehe besteht.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 finkAnonym
  • 06.09.2012, 14:56h
  • Antwort auf #7 von Rogge
  • schön für dich. mein herz sagt ganz laut, dass es bei der liebe keine patentrezepte gibt und dass treue für mich etwas anderes ist als sexuelle exklusivität.

    und mein verstand sagt, dass es hier gerade überhaupt nicht um beziehungsmodelle geht, sondern darum, dass da ein sehr dummer mensch schwule und lesben diskriminiert und ihnen dann auch noch VORWIRFT, dass sie diskriminiert werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Traut euch outenAnonym
  • 06.09.2012, 16:12h
  • Antwort auf #8 von Gott
  • Vielleicht hat er Angst das einige der scheinheterosexuellen Männer es sich doch noch überlegen ihre Versteckspiel aufzugeben wenn sie merken das sie die gleichen Rechte kriegen
  • Antworten » | Direktlink »