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Christsein muss nicht immer Abneigung gegenüber sexuellen Minderheiten bedeuten: Die "Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus – aktiv für Demokratie und Menschenrechte" (BAGKR) hat nun einen Flyer herausgegeben, in dem die Homophobie in der Kirche beklagt wird und Lösungen angeboten werden.

Die BAGKR beschäftigt sich nicht mehr nur mit Rechtsextremismus, sondern generell mit "gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit". Darunter versteht man den Hass auf Menschen, nur weil sie einer bestimmten Gruppe angehören. Dazu zählen etwa Sexismus oder die Abwertung von Obdachlosen oder Langzeitarbeitslosen. Besonders aktuell seien in Deutschland der Hass auf Muslime oder Juden. Auch Homosexuelle sind Ziel dieser irrationalen Ängste. Die christlichen Aktivisten der BAGKR machen sich in dem Flyer keine Illusionen über die Rolle der Kirche beim Homo-Hass:

Auch christliche Kirchen haben mit ihrer ablehnenden Haltung gegenüber Homosexualität in den vergangenen Jahrhunderten großen Anteil daran, dass homosexuelle Menschen gedemütigt, ausgegrenzt, verfolgt oder gar ermordet wurden. […] Noch heute neigen religiöse Menschen deutlich mehr zu feindlichen Einstellungen gegenüber Homosexuellen als Nichtreligiöse. […] Dieser Forschungsbefund muss Kirchen und Christ_innen nachdenklich stimmen. Noch immer glauben viele, dass "homosexuelle Praxis dem Willen Gottes widerspricht" und somit Sünde sei.

Die Autoren fordern Christen auf, den Hass auf Homosexuelle nicht durch eine wörtliche Auslegung der Bibel zu rechtfertigen:

Paulus' Briefe und die seiner Schüler_innen sind aber nur im Kontext ihrer Entstehungszeit und Zielsetzung zu verstehen. […] Wir können die Bibel angesichts ihrer vielfältigen, teilweise wissenschaftlich widerlegten Einzelaussagen nicht wortgetreu auslegen.

Was sagt nun der christliche Quelltext wirklich über gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Allgemeinen und über Homosexualität im Speziellen? Die Autoren des Flyers raten einfach, sich an der Hauptfigur des zweiten Teils der Bibel zu orientieren:

Wegweisend für einen christlichen Umgang mit Menschen anderer ethnischer Herkunft, anderen Geschlechts, anderer Religion und Weltanschauung, von Menschen mit Behinderung, Menschen anderen Lebensalters oder anderer sexueller Identität und Orientierung müssen deshalb all die biblischen Geschichten sein, in welchen Christus vielfach Solidarität und Freundschaft mit Menschen vorlebt, deren Lebensweise nicht einer vordergründigen Norm entspricht: Zöllner, Kranke, Fremde, Frauen.

Auf der BAGKR-Website kann der Flyer heruntergeladen werden. In Kürze sollen dort auch weiterführende Links und Hinweise zu christlichen schwul-lesbischen Initiativen erscheinen. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.09.2012, 16:25h
  • Ich schlage vor, diesen Flyer an sämtliche Politiker der CDU und der CSU zu schicken (dazu gehören auch alle Bundes- und Landtagsabgeordneten der beiden Parteien), damit die jetzt endlich auch mal im 21. Jahrhundert ankommen! Auch die Katholen und Evangelikale Deutschlands sollten diesen Flyer erhalten, damit sie endlich ihren Diffamierungen und Hetzereien abschwören, die sie ja ach so gern verbreiten!
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#2 CarstenFfm
  • 06.09.2012, 17:14h
  • Gut gemachter Flyer.
    Sehr viel theologische Argumentation - aber so holt man die Angesprochenen besser ab.
    Und sie zeigen eben sehr schön, dass aus Religosität keine Homophobie resultieren muss.
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#3 bewährungshelferAnonym
#4 Katrin
  • 06.09.2012, 18:31h
  • Eigentlich keine neuen Erkenntnisse, aber trotzdem bemerkenswert, weil hier eine christliche Organisation allen christlichen Homohassern Unchristlichkeit bescheinigt. Aus diesem Grunde wird es wohl auch die pseudochristlichen Homohasser nicht erreichen.
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#5 JadugharProfil
  • 06.09.2012, 20:10hHamburg
  • Die Verfolgung von Homosexuellen ist gleichzusetzen mit der Hexenverfolgung. Diese ist zutiefst unchristlich, weil sie ihren Urspung vom extrem widersprüchlichen goldgierigen Massenmörder Moses hat. (Altes unchristliches Testament) Moses forderte, daß Heiden, Zauberinnen, homosexuelle Männer und unartige Kinder getötet werden sollen und bei den zehn Geboten widerspricht er sich, wo er sagt, du sollst nicht töten. Paulus (Shaul) war Jude, der die Christen verfolgte und Rabbi werden wollte. Das durfte er nicht, weil er verheiratet sein mußte. Er durfte wegen einer Krankheit nicht heiraten. So ist er zu den Christen übgergelaufen, behielt jedoch seine mosaischen Ansichten. Bei den Christen durfte er Apostel werden.
    Wenn man Aussagen von Jesus hinzuzieht, so stehen diese wegen seiner pazifistischen Haltungen im starken Gegensatz zu Moses Aussagen.
    Beispiel: "Was ihr dem Anderen in Geringsten antut, das habt ihr mir angetan". Nach diesen Satz sollten sich mal die Oberchristen orientieren, denn dieser verbietet nahezu solche Verfolgungen. Nach den zehn Geboten gibt es eins, was diese Obergeistlichen nie beachten:
    "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinem Nächsten!" Wenn der Papst, die Kardinale, Bischhöfe u.a. Geistliche gegen Homosexuelle hetzen, dann sind sie stets am Lügen, wo sie pauschal über Homosexuelle negativ argumentieren. Auch das ist zutiefst unchristlich und ziemlich böse!
    Der Islam bezieht sich genau wie die Bibel auch bei seiner Haltung gegen Homosexuelle auf Sodom und Gomorrha.
    Nach babylonischen Aufzeichnungen sind diese Städte durch einen Meteoritenschauer untergegangen, als ein Meteor in die Atmossphäre eintrat und in Stücke zerbrach. Der größte Teil ist in Österreich in den Alpen niedergegangen. Da Gott (Jahwe) ursprünglich ein Wettergott war, der im Himmel thront und stets aus Wolken heraus spricht, so nahm man an, daß alles, was vom Himmel fällt, von Gott her ist, weswegen die Muslime in Mekka einen Götzen (Meteorit in der Kaaba) anbeten, obwohl sie es andrerseits dieses nicht dürfen. So war die Zerstörung von Sodom und Gomorrha durch den Meteoriten natürlich auch ein Grund an den Haaren herbeigezogen worden. Sie wurden wegen ihrer sündigen Lebensweise von Gott bestraft.
    Diese uralten Geschichten wirken leider negativ noch nach Jahrtausenden nach!
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#6 SchwTAAnonym
  • 06.09.2012, 22:00h
  • Prinzipiell löblich - wollen doch 'mal sehen, wie lange es dauert, bis diese Vorreiter exkommuniziert werden.
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#7 Heiko TAnonym
  • 07.09.2012, 09:12h
  • Christlichkeit bedeutet ja gerade, Liebe zu schätzen und nicht zu verachten.

    Ich frage mich eh immer, wie Leute, die sich als angebliche Christen bezeichnen, etwas gegen einvernehmliche Liebe zwischen Erwachsenen haben können... Das zeigt, dass es solchen Leuten nicht um echte Christlichkeit geht, sondern dass sie das missbrauchen, um ganz andere Ziele zu erreichen...
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#8 GAYMEANSLIFEAnonym
#9 userer
  • 10.09.2012, 11:41h
  • M. E. nichts weiter als ein Flyer, entstanden aus der psychopathischen Angst vor einer eingebildeten Vaterfigur, ein treffliches Feigenblatt, das sich die Kirchenoberen zu gegebener Zeit vor ihre fauligen Schandmäuler heften werden.
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