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(Bild: Allan Henderson / flickr / by 2.0)

Bereits vor einem Monat wurde in der osttürkischen Provinz Diyarbakır ein Jugendlicher von seinem eigenen Vater erschossen, berichtet erst jetzt die Tageszeitung "Hürriyet". Grund für die Tat soll die Homosexualität des Jungen gewesen sein.

Die wohlhabende Familie soll den Teenager bereits seit längerem wegen seiner sexuellen Orientierung geschlagen und erniedrigt haben. Der 17-Jährige habe daraufhin Zuflucht im Haus eines Freundes gefunden. Der Onkel des Jungen soll ihn aber mit Gewalt gezwungen, wieder nach Hause zurückzukehren. Der Teenager soll daraufhin einen Streit mit seinem Vater gehabt haben, der in einer Gewaltorgie endete. Danach habe der mutmaßliche Täter gemeinsam mit seinem Bruder die Leiche neben einer Straße abgelegt.

Der Vater und Onkel des Mordopfers seien bereits von der Polizei verhaftet worden. Laut einer lokalen schwul-lesbischen Gruppe haben sie versucht, Beweise für ihre Tat zu vernichten. "Die Familie wollte den Mord vertuschen, weil es sich dabei um eine wohlhabende und einflussreiche Stammesfamilie handelt", erklärte ein Sprecher der Gruppe gegenüber "Hürriyet". "Wir alle sind dieser Gewalt ausgeliefert und es gibt keinen Behörde, an dem wir unsere Rechte einfordern können. Die Polizei beleidigt und beschimpft uns, Ärzte machen sich über uns lustig."

In der Türkei gibt es immer Berichte über Gewalt gegen sexuelle Minderheiten. Erst vor knapp zwei Monaten ist eine Transsexuelle in der Großstadt Antalya in ihrem Haus mit aufgeschlitzter Kehle gefunden worden (queer.de berichtete).

EU kritisiert Türkei wegen Homo-Diskriminierung

Das Europäische Parlament hat im April in seinem Fortschrittsbericht für EU-Beitrittskandidaten die Lage von Schwulen, Lesben und Transsexuellen in der Türkei scharf kritisiert (queer.de berichtete). So bedauert Straßburg "die regelmäßige Verfolgung von LGBT", die mit Gummiparagrafen über "unmoralisches Verhalten" drangsaliert werden. Auch die Polizei müsse den Diskriminierungsschutz respektieren. Außerdem fordern die Euro-Abgeordneten, dass die türkischen Streitkräfte Homosexualität nicht länger als eine "psychosexuelle Krankheit" einstufen. (dk)



#2 panzernashorn
  • 06.09.2012, 18:08h
  • Der arme, bedauernswerte Junge.

    In welch familiärer Hölle muss er gelebt haben.

    Diese Verbrecher müssten mit aller Schärfe bestraft werden, ich bezweifle allerdings, ob dies geschehen wird.

    Wenn man dann noch darüber nachdenkt, dass ein solches Volk, von dem immer noch sehr viele ein derartiges Gedankengut in sich tragen, in die EU möchte, kann man nur ein weiteres Mal sagen:
    Gute Nacht, du "schöne" Welt.............

    Wegen der offensichtlichen Dummheit mancher Menschen fehlen zum Teil echt die Worte!

    Ich bin maßlos traurig und erzürnt.
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#3 panzernashorn
  • 06.09.2012, 18:10h
  • ......und wiederum ist Unkultur, gemischt mit religiöser Verblödung, die Ursache des Übels................

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#4 daVinci6667
  • 06.09.2012, 19:54h
  • Antwort auf #2 von panzernashorn

  • "Diese Verbrecher müssten mit aller Schärfe bestraft werden, ich bezweifle allerdings, ob dies geschehen wird."

    "Ich bin maßlos traurig und erzürnt."

    Geht mir genauso. Hätte uns allen auch blühen können, wären wir dort geboren worden. Leider sind solche Mörde in der Türkei nämlich nicht selten, meistens werden die vertuscht. Wurde hier ja auch versucht.

    Ich bin auch für harte Strafen liebes panzernashorn. Wie sollen die für die Mörder aber ausfallen? Schlussendlich scheint mir jede Strafe noch zu mild zu sein..Was tun? Nach 10 Jahren im Knast vielleicht 20 Jahre für eine GLBT-Organisation? Was meint ihr? Todesstrafe will hoffentlich hier keiner fordern.

    "Wir alle sind dieser Gewalt ausgeliefert und es gibt keinen Behörde, an dem wir unsere Rechte einfordern können. Die Polizei beleidigt und beschimpft uns, Ärzte machen sich über uns lustig."

    Solange das so ist, brauchen wir über einen EU-Beitritt hoffentlich nicht einmal nachzudenken!
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#5 Roman BolligerAnonym
  • 06.09.2012, 20:26h
  • Es ist erschreckend zu sehen, gegen was für extrem primitive, extrem gewalttätige, extrem menschenverachtende Strömungen Schwule und LGBT-Menschen allgemein in der Türkei anzukämpfen haben. Und dieser unzivilisierte Teil der türkischen Gesellschaft scheint immer noch die Mehrheit auszumachen. Türkinnen und Türken, welche solches Verhalten tolerieren, sind eine Schande für die Menschheit.

    Leider muss man sagen: Der "zivilisierte" Westen ist mit seinen Evangelikalen, Fundamentalkatholiken und Rechtsradikalen kaum besser dran.
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#6 xaverAnonym
#7 harryAnonym
  • 06.09.2012, 21:29h
  • Jaja, "Der Westen" ist schon schlimm, mit all diesen Eingetragenen Lebenspartnerschaften, xtausend staatlich unterstützer Homoprojekten, volksfestartigen CSDs, in einigen Ländern dürfen Homos sogar heiraten, und viele prominente Politiker und Künstler sind offen homosexuell. Schlimm, sowas. Hoffentlich erinnert sich "der Westen" immer daran, wie sehr er sich bitte selbst zu hassen, und fremde Kulturen zu bewundern hat.
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#8 leander
  • 06.09.2012, 22:16h
  • Antwort auf #6 von xaver
  • Wahrscheinlich nicht. Auch der "christliche Flyer" wird den ehemaligen Grenzschutzbeamten nicht mehr erreichen:

    "Als die tödlichen Schüsse am Ostersonntag in dem Deggendorfer Hochhaus fielen, saß Michael K. in seinem Jugendzimmer am PC und chattete mit seinen homosexuellen Münchner Freunden. [...] Um sicher zu gehen, dass seine Opfer, Sohn und Mutter, tot sind, schnitt er ihnen nach den Schüssen die Pulsadern auf. Erst dann schrieb der nach Erkenntnissen der Kripo den Abschiedsbrief an die Polizei und richtete tags darauf die „Pumgun“ gegen sich selbst.
    Der Vater, so waren Abschiedsbrief und Äußerungen von Nachbarn wohl zu entnehmen, habe sich einen Sprössling gewünscht, der für Nachwuchs sorgt, statt der Männerliebe zu frönen."

    www.mediendenk.de/index.php?AID=0000006322

    Ordentlich und christlich:

    www.mediendenk.de/index.php?AID=0000006289
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#9 rentenamtAnonym
  • 06.09.2012, 23:43h
  • Antwort auf #8 von leander
  • "Ordentlich und christlich:

    Bei Nichterfüllung der "Bestandsgarantie"

    "Familie ausgelöscht
    Bluttragödie per Brief der Polizei angekündigt"

    Dass mit Deutschlands Bruderstämmen
    einig uns ein jeder schau
    und den alten Ruhm bewähre
    unser Banner, weiß und blau!
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#10 xapplexAnonym
  • 07.09.2012, 05:24h
  • Der türkische EU-Beitritt hat sich im Grunde erledigt. Euro-Krise, die ablehnende Haltung vor allem in Frankreich und Deutschland, die Entwicklung der Türkei zur islamischen Regionalmacht, und nicht zuletzt das zunehmende Desinteresse der Türken selbst.
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