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Zum Abschluss des demokratischen Parteitages in Charlotte durfte auch US-Präsident Barack Obama an die Delegierten und die Millionen von Fernsehzuschauern appellieren, ihn für weitere vier Jahre ins Weiße Haus zu schicken. In der gewohnt mitreißenden Rede ging es meist um das große Ganze – und darum, dass er die Sünden der Vergangenheit in den Bereichen Umweltschutz, Arbeitsmarkt und Militär nicht in einer Amtszeit erledigen kann. Er verteidigte auch Schwule und Lesben gegen Angriffe der Republikaner:

Wir wollen Menschen keine Almosen geben, die sich nicht selbst helfen wollen. Und wir wollen Banken keine Bail-outs geben, die die Regeln brechen. Wir glauben nicht, dass die Regierung all unsere Probleme lösen kann. Aber wir glauben nicht daran, dass die Regierung der Quell allen Übels ist – genauso wenig wie Sozialhilfeempfänger, Konzerne, Gewerkschaften, Einwanderer, Schwule und Lesben oder jede andere Gruppe, über die uns gesagt wird, dass sie an allem schuld ist.

Hier das gesamte Video:

Auf dem Parteitag erwähnten die Demokraten diese Woche immer wieder Homo-Rechte, um sich von den Republikanern abzusetzen (queer.de berichtete). Am Donnerstag wurde zudem ein Einspielfilm gezeigt, in dem die Verdienste Obamas für schwul-lesbische Rechte herausgehoben wurden:

Die Delegierten bewegt hat auch die Rede von Zach Wahls. Der 20-Jährige ist von einem lesbischen Paar großgezogen worden und hat darüber das Buch "My Two Moms" geschrieben. Der Pfadfinder hat auch gegen das Verbot von Schwulen und Lesben im Pfadfinderverband protestiert (queer.de berichtete). In seiner gut zwei Minuten langen Rede erzählt er davon, warum er die Demokraten unterstützt:

Als ich zwölf Jahre alt war, habe ich den republikanischen Parteitag 2004 angeschaut. Ich erinnere mich daran, wie Politiker darüber gesprochen haben, die Ehe vor Familien wie meiner zu schützen. Heute ist es aber nicht mehr radikal, die gleichgeschlechtliche Ehe zu unterstützen. Für viele Menschen ist es nach wie vor eine Sache des Glaubens. Das respektieren wir. Aber diesen Parteitag im Fernsehen zu sehen, hat mich verwirrt und frustriert. Warum dachten diese Leute, dass meine Familie keine echte Familie ist?

Gouverneur Romney sagt, er ist gegen die gleichgeschlechtliche Ehe, weil jedes Kind eine Mutter und einen Vater verdient. Ich denke aber, dass jedes Kind eine Familie verdient, die so engagiert ist wie meine.

Hier ist das Video:

Ob Mitt Romney oder Barack Obama die Richtlinien der Politik in den nächsten vier Jahren vorgibt, wird am 6. November entschieden. Auch das Repräsentantenhaus und ein Teil des Senats müssen neu besetzt werden. (dk)



USA: Homo-Gegner in Aktion

Studenten in den USA erklären auf Facebook, warum sie Homo-Paaren keine Rechte geben wollen – meist ist Gott im Spiel.
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.09.2012, 09:34h
  • Auch Ex-Präsident Bill Clinton hielt auf dem jetzt zu Ende gegangenen Parteitag der Demokraten ne flammende Rede für Obama und warum er sofort wiedergewählt werden muß. Für die Partei heißt es jedenfalls: schwule und lesbische, aber auch die vielen unentschlossenen Wähler mobilisieren, um die Wiederwahl zu gewährleisten! Die Demokraten müssen auf jeden Fall die Wahlen gewinnen!
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#2 One solutionAnonym
  • 07.09.2012, 16:54h
  • Im Verschleiern der realen Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse in der kapitalistischen Klassengesellschaft ist er mindestens so effektiv wie andere. Vielleicht sogar noch viel effektiver und verlogener.

    "Aber wir glauben nicht daran, dass die Regierung der Quell allen Übels ist – genauso wenig wie Sozialhilfeempfänger, Konzerne, Gewerkschaften, Einwanderer, Schwule und Lesben oder jede andere Gruppe, über die uns gesagt wird, dass sie an allem schuld ist."

    Weder Obama noch Romney noch ein irgendein anderer Präsidentschaftskandidat sowie falsche Illusionen in diese und die bürgerliche Scheindemokratie - nur die klassenkämpferische Organisation aller Lohnabhängigen (Arbeiter_innen, Jugendlichen, Rentner_innen...) und Unterdrückten als Gegenmacht zu den Kapitalisten und ihrem Staat kann einen Weg aus der Krise, hin zu einer Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit, weisen.
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#3 smallAnonym
  • 08.09.2012, 15:03h
  • Antwort auf #2 von One solution
  • Das glaubst Du jetzt nicht wirklich, oder?

    Macht korrumpiert immer!!! Egal unter welchen Vorzeichen!
    Mögen die Ziele, welche zu Umsturz führen sollen noch so ehrenwert sein, sobald es geschafft ist, kippt das, egal ob Arbeiterklasse, Asien, arabische Welt oder sonst wo, ruck zuck werden die neuen Machthaber korrupt!!!

    Auch die der “klassenkämpferische Organisation aller Lohnabhängigen”
    Die Geschichte hat das recht eindrucksvoll bewiesen, von Lenin über Stalin bis Honecker....
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