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  • 10. September 2012, noch kein Kommentar

Schlichtes Cover, verwickelte technische Verfahren: "The Predicting Machine"

Österreichs bekanntester DJ hat das neue Album "The Predicting Machine" veröffentlicht.

Von Carsten Weidemann

Er ist einer der bekanntesten Produzenten elektronischer Tanzmusik: Im vergangenen Jahr raubte John Tejadas sorgfältig arrangiertes Album "Parabolas" mit seiner Musikalität und Tiefe unseren Atem. Nun folgt bei Kompakt schon der nächste Streich des in Kalifornien lebenden österreichischen Ausnahme-Musikers:"The Predicting Machine"

Vom bleepy Opener "Orbiter" bis zur jackenden Single-Auskopplung "Stabilizer", vom schaffelnden "An Ounce Of Perception" oder dem Tejada-typischen Schwung von "Horizon To Horizon" und "A Familiar Mood" steckt dieses Album ein riesiges Gebiet ab, bevor es mit dem besänftigenden "When All Around Is Madness" einen eleganten Abschluss findet. Letzterer ist ein Track, der besonders virtuos den tiefenmodulierten Ansatz des Produzenten wiederspiegelt: "Das technische Verfahren war sehr viel verwickelter als bei Parabolas", erklärt Tejada, "Ich habe mich sehr viel tiefer in das modulare Produzieren hineingewühlt und viele neue Dinge ausprobiert, die einen großen Teil der Tracks auf The Predicting Machine inspiriert haben."

Pure Musikalität und unverfälschte Emotion


John Tejada hinterm DJ-Pult

Während das genau dem Bild entspricht, dass wir vom Meister bei der Arbeit haben – über eine Fülle von wissenschaftlich klingenden Soundmodulen gebeugt und minutiös die Wellenform eines beliebigen Klick-Geräuschs durchplanend -, tut es doch Tejada's haarfein justiertem Gefühl für Melodien Unrecht, welches den Wiederholungstäter verrät, wenn es um pure Musikalität und unverfälschte Emotion geht. Jeder einzelne von Tejadas Sounds erfährt seine eigene Entwicklung, wird auf eine formatfüllende Reise durch wundersame Landschaften geschickt, fremdartige Welten, die den Hörer dennoch zum Verweilen und Bewundern einladen.

John Tejada ist wahrhaftig ein Architekt epischer Handlungsbögen, baut sie auf kleinste Oberflächen und findet Größe in jedem Detail.