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  • 10.09.2012           4      Teilen:   |

Nach Enthüllungen

Chile: Militär entschuldigt sich für Homo-Diskriminierung

General Juan Miguel Fuente-Alba
General Juan Miguel Fuente-Alba

Ein Fernsehsender hat aufgedeckt, dass Militär-Anwerber in Chile Schwule generell nicht aufnehmen sollen. Dafür hat nun Armeechef Juan Miguel Fuente-Alba um Verzeihung gebeten.

"Ich entschuldige mich bei jeder Person, die durch dieses unglückliche Papier beleidigt wurde", erklärte Fuente-Alba am Wochenende. Zuvor hatte "Canal 13" eine interne Anweisung gezeigt, in der es hieß, dass nur junge Männer und Frauen in die Armee aufgenommen werden sollen, wenn sie dafür "moralisch und intellektuell" vorbereitet seien. Ausschlusskriterien seien Homosexualität oder die Mitgliedschaft bei den Zeugen Jehovas. Die Anweisung war von einem hochrangigen General unterschrieben worden.

Es gibt in Chile kein Gesetz, das besagt, dass Schwule und Lesben nicht in den Streitkräften dienen dürfen. Allerdings werden sexuelle Minderheiten oft wegen eines Gummiparagrafen aus dem Militärdienst entlassen. Ihnen wird etwa vorgeworfen, die "Werte und die Moral der Streitkräfte" zu untergraben.

Homo-Gruppen halten die Entschuldigung für nicht ausreichend, sondern fordern personelle Konsequenzen. "Nur diskriminierende Regeln abzuschaffen reicht nicht mehr", erklärte Rolando Jimenez von der Gruppe Movilh. "Diejenigen, die diskriminieren, müssen mit Sanktionen rechnen".

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Enttäuschung über Regierung

Unter Homo-Aktivisten in Chile nimmt die Enttäuschung über die konservative Regierung zu. Zwar hatte Präsident Sebastián Piñera bei der Wahl die Anerkennung von Homo-Paaren versprochen und vor über einem Jahr einen Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht, mit dem eingetragene Partnerschaften legalisiert werden sollen (queer.de berichtete). Bis jetzt ist der Entwurf allerdings noch nicht debattiert worden.

Die Gruppe Movilh hat deshalb vergangene Woche die Regierung auf die Öffnung der Ehe verklagt. Sie beruft sich dabei auf die Amerikanische Menschenrechtskonvention, die von 24 lateinamerikanischen Staaten unterschrieben worden ist. Die Aktivisten beziehen sich in der Klage unter anderem auf das in der Konvention verankerte Recht, eine Familie zu gründen, sowie auf die Garantie, dass niemand aus religiösen Gründen diskriminiert werden darf. (dk)

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Tags: chile, militär
Schwerpunkte:
 Chile
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Reaktionen zu "Chile: Militär entschuldigt sich für Homo-Diskriminierung"


 4 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
10.09.2012
16:17:47


(0, 2 Votes)

Von GF pr von Pr


Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Manner mit labiler Ausrichtung... Der General mit Pinochet-Aura hat nur noch Juden vergessen - sonst wurde der neue Auschwitz perfekt.


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#2
10.09.2012
16:34:07


(0, 2 Votes)

Von David77


Unabhängig wie man dazu steht:
Wenn man keine Schuppen in der Armee haben will - bitte sehr. Dann ist es ein Staat auch nicht wert verteidigt zu werden. Das sollte man den Politikern immer unter die Nase reiben, wenn diese für den Militärdienst werben.


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#3
10.09.2012
17:45:40


(0, 2 Votes)

Von Gleiche Rechte
Antwort zu Kommentar #2 von David77


"(...) Unabhängig wie man dazu steht: Wenn man keine *Schuppen in der Armee haben will ..."

*Fische und schuppende Haarträger in der Armee?

Ich weiß, was du meinst, musste aber so lachen, als ich den kleinen Verschreiber sah ..., sorry.


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#4
10.09.2012
20:12:25


(0, 0 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Es wird Zeit, daß dieser "Gummiparagraph" endlich abgeschafft wird!


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