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  • 11.09.2012           12      Teilen:   |

Evangelische Kirche Sachsens entlässt Mitarbeiter

Das Logo der Landeskirche
Das Logo der Landeskirche

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens hat einen Mitarbeiter entlassen, der sich in der Frage der Anerkennung von homosexuellen Paaren offen gegen die Kirchenführung stellt. Der Jugendevangelist Lutz S. stand dem "Evangelisationsteam Sachsen" vor, das Anfang Juni in einer Erklärung angegeben hatte, die Landessynode und den Landesbischof nicht länger als geistliche Leitung anzuerkennen.

Hintergrund des seit Wochen schwelenden Konflikts war eine Entscheidung der Synode, dass in bedingten Fällen schwule und lesbische Paare in Pfarrhäuser einziehen dürfen. Der Jugendevangelist, der zuvor bereits suspendiert worden war, kündigte an, in Zukunft auf Spendenbasis weiterzuarbeiten. Er wurde zum 31. März 2013 ordentlich gekündigt.

Die Synode erklärte, bei anderen führenden Mitgliedern des Evengelisationsteams, die in ihrem Dienst stehen, produktivere Gespräche geführt zu haben, eine weitere Suspendierung wurde aufgehoben. Einer der vier Mitarbeiter ist auch in der Jugendarbeit der Kirche beschäftigt. Die Erklärung der Gruppe enthielt unter anderem den Schlüsselsatz: "Nach unserem Schriftverständnis ist praktizierte Homosexualität mit der Heiligen Schrift nicht vereinbar." (nb)

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Tags: sachsen, pfarrhaus, evangelische kirche
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Reaktionen zu "Evangelische Kirche Sachsens entlässt Mitarbeiter"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
11.09.2012
22:04:44


(+9, 9 Votes)

Von goddamn liberal


Oh, die tremolierenden Klagegesänge der frommen Opfer der bösen Homo-Lobby, deren manipulierende unsichtbare Hand selbst bis in die sächsische Kirchenleitung reicht, möchte ich nicht hören!

Das kann schnell gefährlich werden.

Nicht für die Kirchenspitze, sondern für uns.


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#2
11.09.2012
22:47:07


(+6, 6 Votes)

Von Hwiwgg


"Nach unserem Schriftverständnis ist praktizierte Homosexualität mit der Heiligen Schrift nicht vereinbar."

Und wer sagt, dass dieses individuelle Verständnis richtig ist?

Mein Verständnis von Christentum ist, dass alle Menschen gleichwertig sind und dass es keinem Menschen zusteht, über andere Menschen ein Urteil zu fällen.

Gott hat uns genauso gemacht, wie er uns haben wollte. Wer daran zweifelt, zweifelt an Gottes Werk. Wie kann man sich dann noch als Christ bezeichnen?

Und vor allem ist mein Verständnis, dass Liebe etwas gutes ist und nichts schlechtes.


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#3
11.09.2012
23:31:51


(+4, 4 Votes)

Von David77


Wenn der Aufschrei losgeht, dann wird schnell vergessen, dass diese nicht Opfer sind, sondern Täter!
Er wurde nirgendwo gezwungen in seiner Gemeinde einen schwulen Pfarrer gutzuheissen, im Gegenteil: Er hat das Recht sich dagegen auszusprechen.
Nur, bedingt durch dieses Recht gibt es auch die Möglichkeit, dass sich eine Gemeinde DAFÜR ausspricht. Und das ist der springende Punkt: Nichts mit Christenverfolgung, nein, die betreibt er im eigenen lager, indem er anderen vorschreibt, dass diese sich nicht entscheiden dürfen.
Wer hat also wen gezwungen?
Und was ist eigentlich ein "Jugendevangelist"?
Ich dachte, dass Christentum kannte nur 4 Evangelisten... schreiben die neuerdings ihr eigenes?


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#4
12.09.2012
10:57:52


(+8, 8 Votes)

Von fink


wenn ich das richtig sehe, arbeitet der rest der gruppe uneingeschränkt weiter unter dem dach der kirche. die ablehnende haltung zur homosexualität wurde von der gruppe in keiner weise zurückgenommen, sondern auch nach der suspendierung des mitarbeiters nochmals bekräftigt.

eine echte distanzierung der landeskirche von mitgliedsgruppen, die aktive hetze gegen schwule und lesben betreiben, findet nicht statt. solche hetze unter dem dach der kirche wird sogar in der jugendarbeit weiter offiziell geduldet.


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#5
12.09.2012
11:03:35


(+4, 6 Votes)

Von fink


"Keine dienstrechtlichen Konsequenzen für andere Mitglieder.
Auch wenn die Mitglieder des Evangelisationsteams weiterhin geschlossen hinter ihrer Erklärung stehen, hat das für andere der Landeskirche dienstrechtlich verbundene Mitarbeiter keine Konsequenzen.
So war der Evangelist Andreas Riedel (Vielau bei Zwickau) zwar zunächst ebenso wie Scheufler suspendiert worden. Ihm hatte man die Prädikantenerlaubnis entzogen, wodurch er keine Gottesdienste innerhalb der sächsischen Landeskirche leiten durfte. Diese Suspendierung sei inzwischen allerdings aufgehoben worden. Bezirksjugendwart Michael Rausch (Marienberg), der die Erklärung des Evangelisationsteams ebenfalls unterzeichnet hatte, sei als solcher weiterhin zu 100 Prozent bei der Landeskirche angestellt. Der Evangelist Michael Kaufmann arbeite weiterhin zu 50 Prozent in der Jugendarbeit des Kirchenbezirks Aue und zu 50 Prozent für das Evangelisationsteam Sachsen."

Link zu www.evangelisation.biz (PDF)


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#6
12.09.2012
11:07:53


(+5, 7 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #1 von goddamn liberal


"Lieber Lutz, Ihr habt in der sächsischen Landeskirche ein deutliches Signal aufgerichtet [...] Der ganze Streit um die Homosexualität hat in vieler Hinsicht geradezu apokalyptische Züge. Es gelingt einer kleinen, höchst aggressiven und dominanten Minderheit, die Mehrheitsgesellschaft zu bestimmen und die großen Kirchen sind voll und ganz in diesen Sog geraten. [...]
Dr. Rolf Hille (Heilbronn), Vorsitzender des „Arbeitskreises für evangelikale Theologie“ und der Theologischen Kommission der World Evangelical Alliance"

"Ich freue mich über Euren Mut und Euer klares Bekenntnis zu Gottes Wort. Als „nichtschwuler Homosexueller“, der durch Gottes Gnade auf dem Weg der Veränderung ist, freut es mich ganz besonders. Dem sächsischen Bischof habe ich meine Meinung zur Suspendierung von Lutz Scheufler mitgeteilt. Gottes Segen
N.N. (Name ist der Redaktion bekannt)"

"Sachsen ist der Standort des Evangelisationsteams, aber nicht das ausschließliche Wirkungsfeld. Die Team-Mitglieder und unser Evangelisationszelt sind im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs."

Link zu www.evangelisation.biz (PDF)


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#7
12.09.2012
11:47:16


(-5, 9 Votes)

Von TimmJohannes


Es ist sehr erfreulich, dass nunmehr fast alle Landeskirchen der EKD durch Ihre Synoden kirchenrechtlich erlaubt haben, dass homosexuelle Paare im Pfarrhaus tätig sein dürfen und wohnen können, soweit vor Ort der Kirchenvorstand zustimmt. Seitens der Kirchenleitungen der Landeskirchen der EKD ist damit kirchenrechtlich eine Unterstützung dieser Paare zementiert.

Es ist gut, das nicht nur in den liberaleren Landeskirchen in Hessen-Nassau, Rheinland, Bremen, Berlin-Brandenburg oder Oldenburg diese befürwortenden Synodenbeschlüsse ergingen, sondern auch in den eher konservativen Landeskirchen Bayern, Sachsen oder Baden entsprechende befürwortende Synodenentscheidungen ergingen.

----

Was die arbeitsrechtliche Kündigung angeht: diese Kündigung ist berechtigt, denn Herr Scheufler lehnt die geistige Autorität des Bischofs und der Kirchenleitung ab. Wer diesen Schritt öffentlich geht, der muss mit einer arbeitsrechlichen Kündigung rechnen: egal um welches Streitthema es sich handelt. In einer Kirche kann im Verkündungsdienst nur beschäftigt sein, wer auch die Kirchenleitung anerkennt und den jeweiligen Glauben hat.


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#8
12.09.2012
13:22:32


(+6, 6 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #7 von TimmJohannes


eben: was die landeskirche problematisch fand, war offenbar nur die ablehnung ihrer autorität.

homophobe hetze und das propagieren von "homo-heilung" ist dagegen für die landeskirche weiterhin kein problem und kann unter dem dach der kirche - und finanziert von dieser - weiter stattfinden.


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#9
12.09.2012
14:24:11


(+7, 7 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #6 von fink


"Als „nichtschwuler Homosexueller“, der durch Gottes Gnade auf dem Weg der Veränderung ist, freut es mich ganz besonders"

So wird Leben zerstört, Identität zertrümmert, Liebe vergiftet und nebenbei besttätigt sich mal wieder das theoretische Erklärungmuster für Homophobie.

Wahrhaft apokalyptische Zustände.


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#10
12.09.2012
17:16:06


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Da hilft nur eins: AUSTRETEN!


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