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  • 17.09.2012           27      Teilen:   |

Debatte in Frankreich

Lyons Kardinal vergleicht Homo-Ehe mit Inzest

In Fernsehinterviews kritisiert  Kardinal Philippe Barbarin die Gleichstellung von Schwulen und Lesben
In Fernsehinterviews kritisiert Kardinal Philippe Barbarin die Gleichstellung von Schwulen und Lesben

In Frankreich trägt die katholische Kirche einen medialen Kampf gegen die von der Regierung geplante Öffnung der Ehe aus: Lyons Kardinal Philippe Barbarin erklärte, die Homo-Ehe führe zur Anerkennung von Inzest und Vielweiberei.

In mehreren Fernsehinterviews erklärte Barbarin, dass die Regierung und Schwule und Lesben den "Schutzwall" der traditionellen Ehe einreißen wollten, der Kinder schütze. Das könne zu einem "Zusammenbruch der Gesellschaft" führen: "Danach gibt es unzählige Konsequenzen", erklärte der Kardinal am Freitag gegenüber dem Lokalsender "Télé Lyon Métropole". "Als nächstes wollen sie dann Paare zu dritt oder zu viert. Und am Ende fällt vielleicht sogar das Inzestverbot." Die Ehe sei seit Jahrhunderten etabliert und enthalte mehr Wahrheit als "vergängliche Entscheidungen" eines Parlaments.

Die katholische Kirche reagiert damit auf den Plan der neuen sozialistischen Regierung, Schwule und Lesben im Eherecht gleichzustellen. Insbesondere die Gleichbehandlung im Adoptiosnrecht stößt bei den Bischöfen auf Ablehnung. Erste gleichgeschlechtliche Eheschließungen sollen im ersten Halbjahr 2013 möglich sein. Vergangene Woche hatte bereits der Chef der französischen Bischofskonferenz, Kardinal André Vingt-Trois, gegen die geplante Gesetzesreform mobil gemacht (queer.de berichtete).

Die neuerliche Medienoffensive führte zu heftiger Kritik von sozialistischen Politikern und Homo-Aktivisten. So erklärte der schwule Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë, Kardinal Barbarin sei "ausgeflippt". Regierungssprecherin Najat Vallaud-Belkacem bezeichnete die Aussagen des kirchlichen Würdenträgers als "Karikatur". Die Homo-Gruppe Inter-LGBT erklärte, dass Regenbogenfamilien nichts mit Polygamie zu tun hätten, diese Argumentationsweise sei aber "leider" in Kirchenkreisen normal.

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Auch Homo-Aktivisten mit Gesetzentwurf unzufrieden

Am Gesetzentwurf der sozialistischen Regierung gibt es auch Kritik von Homo-Aktivisten. Sie bemängeln, dass lesbischen verheirateten Paaren der Zugang zur Reproduktionsmedizin weiterhin untersagt sein soll. Damit würden Homo-Paare, anders als von den Sozialisten im Wahlkampf versprochen, nicht vollständig mit Heterosexuellen gleichgestellt. "Ein Kind hat nicht das Recht auf einen Vater und eine Mutter", erklärte Catherine Michaud, die Vorsitzende der Homo-Gruppe GayLib, im Nachrichtensender "France 24". "Das Kind hat aber das Recht auf zwei Elternteile, die es lieben." (dk)

Youtube | Kardinal Barbarin im Interview
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Tags: frankreich, homo-ehe, katholische kirche, philippe barbarin
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Reaktionen zu "Lyons Kardinal vergleicht Homo-Ehe mit Inzest"


 27 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
17.09.2012
16:06:14


(+5, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Wieder so ein Katholiban, der seine scheinheilige Schnauze ganz weit aufreißen muß! Die sollen mal einsehen, daß ihr "Kreuzzug wider die Homoehe" zum Scheitern verurteilt ist!


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#2
17.09.2012
16:10:24


(-8, 10 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


"Als nächstes wollen sie dann Paare zu dritt oder zu viert."

Hat er nicht Recht?


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#3
17.09.2012
16:11:45


(+5, 7 Votes)

Von fink


denen fällt auch nix neues mehr ein...


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#4
17.09.2012
16:19:45


(+7, 9 Votes)

Von 1 world 1 family
Antwort zu Kommentar #2 von Thorsten1


Na, hoffentlich!

(Herrschafts-) Konstrukte der Klassengesellschaft zusammen mit dieser auf den Müllhaufen der Geschichte werfen!

Link zu www.queer.de

## 8, 9


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#5
17.09.2012
16:35:00


(+6, 6 Votes)

Von Rechte


Diese katholische Kirche ist dumm. Bald wird es gesagt, dass Leute auch Hund oder Vogel heiraten wollen werden. Präsident, Ministerpräsident, Bürgermeister von Paris und Justizminister wollen die Homoehe dann einführen. Hierzulande auch. Merkel weg. In Skandinavien gibt es keinen Zusammenbruch der Gesellschaft. Sogar sind die Leute zueinander freundlicher geworden.


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#6
17.09.2012
17:00:13


(+6, 6 Votes)

Von Katrin
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die Bibel berichtet massenhaft über ihre Religionsführer, die Vielweiberei hatten. Auch Inzest kommt häufig vor. Der bekannsteste ist wohl Jesus, der gleich mit 12 Männern verheiratet war und Maria, die als Gottesmutter zusammen mit Gott, also ihrem Sohn das Jesulein zeugte.

Der lyonner Kardinal soll sich doch besser einen Dornenstrauch holen, den anzünden und sich neue Anweisungen vom Chef holen. Die Befehle des Vorarbeiters in Rom ist offenbar nicht mehr up to date.


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#7
17.09.2012
17:14:36
Via Handy


(+3, 3 Votes)

Von Mink


Die Schlacht (die entscheidende?) der kath. Kirchs. First we take Paris, then we take Berlin, Rome, Vienna,....too!


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#8
17.09.2012
17:20:17


(-2, 6 Votes)

Von Timm Johannes


Achja unsere kleine Gruppe der schwulen und bisexuellen katholischen Bischöfe und Kardinäle auf der Welt....

Diese Herren sollten sich echt schämen, dass Sie ihre eigene sexuelle Orientierung nicht annehmen und glücklich und offen als schwule Männer dazu stehen. Stattdessen verbarikadieren Sie sich hinter einer reaktionären Sexualmorallehre, die längst von vielen anderen christlichen Kirchen anders bewertet und nicht geteilt wird.

Der Vatikan sollte endlich offen zugeben, dass ein grosser Teil der dortigen Kleriker schwul ist und heimlich "unter der Bettdecke" sich einen "runterholt". Um dann anschliessend schuldbewusst drei Ave-Maria zu beten.

Nee was ist mir doch immer wieder kotzübel, wenn ich mir diese Heuchler im katholischen Klerikersystem anschaue.

---
Da lobe ich doch als Lutheraner lieber andere christliche Kirchen, wo homosexuelle Paare einen öffentlichen Segnungsgottesdienst nach Ihrem Gang zum Standesamt erhalten oder auch homosexuelle Pfarrer offen mit Ihrem Partner im Pfarrhaus leben und wohnen dürfen.

Zu nennen sind beispielsweise sehr positiv die Landeskirchen der EKD, die reformierten Kantonskirchen in der Schweiz, die Niederländische Protestantische Kirche, die United Church in Canada, die United Church in USA, die Lutheran Evangelical Church in America, die Anglican Church in Canada, die anglikanische Episcopalkirche in America, die lutherische Schwedische Kirche, die lutherische Dänische Kirche, die lutherische Norwegische Kirche, die lutherische Isländische Kirche oder auch die altkatholischen Kirchen.

Während all diese anderen christlichen Kirchen homosexuelle Handlungen nicht als sündhaft ansehen und homosexuelle Paare ethisch und theologisch akzeptiert haben, ist im Vatikan immer noch Mittelalter angesagt, soweit es um die Sexualmorallehre geht.


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#9
17.09.2012
17:20:59
Via Handy


(+4, 4 Votes)

Von knatzgil
Aus ettelbruck (Luxemburg)
Mitglied seit 15.12.2008


Jaja der liebe Barbarin(klingt nach Barbar irgendwie)Frankreich ist ein ja ein laizistischer Staat wo Mitratrãger nicht allles zu melden haben(hätten sie während der Révolution nur bessere Arbeit geleistet),Nun Monsieur Hollande sie haben Arbeit vor sich


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#10
17.09.2012
18:11:20


(+5, 5 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wiederum eine so richtig sympathische, liebenswert-freundliche, vertrauenserweckende katholische Erscheinung, deren erfülltes und glückliches Leben ihr aus jeder Mimik spricht und die sich einbildet, ihren realitätsfremden, menschenverachtenden Unsinn wie bisher ohne Gegenwind verbreiten zu können.

Glücklicherweise - wenn auch leider viel zu langsam - ändern sich die Zeiten, und die Ewiggestrigen werden in nicht zu ferner Zukunft höchstens noch als psychisch stark gestörte Gestalten auf dem Müllplatz der Geschichte in Erinnerung bleiben - und das ist auch gut so!


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