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Yunel Escobar mit seiner beleidigenden Aufschrift (Bild: james_in_to / flickr / by 2.0)

Der aus Kuba stammende Baseball-Spieler Yunel Escobar von den Toronto Blue Jays hat am Samstag bei einem Ligaspiel gegen das Team aus Boston unter seinen Augen die spanischsprachige Aufschrift "Tu ere maricon" getragen – zu Deutsch: "Du bist eine Schwuchtel".

Die Aufschrift war in Weiß auf dem "Eye Black" des Profis angebracht – dabei handelt es sich um Schmierfett unter den Augen, das in nordamerikanischen Sportarten oft getragen wird, um weniger von der Sonne geblendet zu werden. Während des Spiels bemerkte niemand die beleidigende Aufschrift auf dem Blendschutz. Das Bild führte erst am Montag zu einer Protestwelle von Bloggern, nachdem es ein Fotograf auf dem Portal Flickr veröffentlicht hatte.

Die nordamerikanische Baseballliga MLB hat daraufhin angekündigt, wegen des Vorfalls zu ermitteln. Auch sein Heimatteam Blue Jays, das im vergangenen Jahr einen zehn Millionen Dollar schweren Zweijahresvertrag mit Escobar abgeschlossen hat, will über eine mögliche Bestrafung des 29-Jährigen entscheiden. "Die Toronto Blue Jays unterstützen keine Diskriminierung und dulden keine Botschaft, wie sie Yunel Escobar während des Spiels am Samstag getragen hat. Der Club nimmt diesen Vorfall ernst und ermittelt", heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Im Baseball kommt es immer wieder zu homophoben Ausfällen. So sorgte der Pitching-Trainer der Atlanta Braves letztes Jahr für Aufsehen, als er gegnerische Fans aus San Francisco homophob beschimpfte. Dafür erhielt er eine zweiwöchige Suspendierung und musste ein Toleranzseminar besuchen (queer.de berichtete). Auch Baseball-Star Gordon Beckham von den Boston White Sox musste sich vergangenes Jahr für einen homophoben Ausfall auf dem Spielfeld entschuldigen (queer.de berichtete).

Noch ist unklar, ob Escobar für seine beleidigende Aufschrift bestraft wird. Nicht nur Schwule sind sauer auf den Baseball-Multimillionär, sondern auch Spanischlehrer, denn der Satz "Tu ere maricon" enthält einen Schreibfehler: Es sollte eigentlich "Tu eres…" heißen. (dk)



#1 MaleconAnonym
#2 SvenAnonym
  • 18.09.2012, 14:03h
  • Man weiß es nicht. Aber vielleicht ist es auch das mißglückteste Coming Out der Geschichte.

    Wenn Er sich bei "eres" schon versehen hat......
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.09.2012, 15:11h
  • Der Verein sollte den Typen erst einmal aus dem Verkehr ziehen: lange Spielsperre (ohne Gehalt), eine saftige Geldstrafe und ein Toleranzseminar, wie es einige US-Profis auch absolvieren mußten!
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#4 fragen des tagesAnonym
  • 18.09.2012, 20:20h
  • Tja, kann mann so undso sehen.
    Ich fürchte, die meisten sehen es wieder mal so, wie sie halt alles gerne und am liebsten betrachten. Aber ist mir mittlerweile eigentlich sowieso egal.
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#5 Roman BolligerAnonym
  • 18.09.2012, 21:56h
  • Ein (schwuler) Kubaner sagte mir mal, in Kuba seien sehr viele Männer "culicalientes" (arschgeil), wem der Arsch gehört sei gar nicht so wichtig.

    Es würde mich nicht erstaunen, wenn dieser Yunel als verklemmte Yunelidis sein Bedürfnis nach Augen-Makeup zur "Tarnung" besonders "männlich - quadratisch - homophob" präsentieren muss.

    Das "tu ere" entspricht der kubanischen Aussprache von "tu eres", wobei das letze s nicht ausgesprochen wird. Geschrieben wird es aber mit s, auch in Kuba. Dieser Multimillionär scheint echt ungebildet und dumb zu sein, nicht nur wegen dem Schreibfehler.
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#6 WaschbärAnonym
#7 Miguel53deProfil
  • 19.09.2012, 02:05hOttawa
  • Antwort auf #5 von Roman Bolliger
  • Das ist im Grossen und Ganzen richtig beschrieben. Wobei ich denke, es muss culocalientes heissen. Auch mir haben viele Kubaner erzaehlt: "Ein Kubaner, der keinen Sex auch mit einem Mann hatte, ist kein Kubaner!" Doch gebe ich nicht so viel auf solche Aussagen, trotz meiner verschiedenen Erfahrungen auf Kuba.
    Und genau richtig ist das mit dem "verschluckten s." Das ist typisch im kubanischen Castellano. War mir auch sofort aufgefallen.
    Aber was Schreibfehler angeht. Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Um das zu verhindern wuerde ich immer sagen: "...nicht nur wegen des Schreibfehlers."
    Allerdings ist es fatal, sich so etwas unter die Augen zu schreiben. Das wird im toleranten Kanada zu Recht nicht geduldet. Bin gespannt, was daraus wird.
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#8 RobinAnonym
  • 19.09.2012, 08:51h
  • Dieser homophobe Idiot kann noch nicht mal seine eigene Sprache richtig...

    Für diese menschenverachtende Aufschrift muss er hart bestraft werden. Und bei einem Multimillionär muss die Strafe entsprechend hoch sein, damit es eine Lektion ist.
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