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Yunel Escobar erklärte, er habe nie gedacht, dass Menschen durch den Ausdruck "Schwuchtel" beleidigt werden könnten (Bild: james_in_to / flickr / by 2.0)

Wegen der Beleidigung von Schwulen hat der Baseball-Verein Toronto Blue Jays den Spieler Yunel Escobar für drei Spiele suspendiert.

Der aus Kuba stammende Escobar war am vergangenen Wochenende bei einem Ligaspiel mit einer Aufschrift "Du bist eine Schwuchtel" auf seinem Blendschutz erschienen (queer.de berichtete). Nach heftiger Kritik hat der Verein am Dienstag seine Strafe in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Außerdem muss Escobar ein Sensibilisierungsseminar besuchen.

Der Sportler entschuldigte sich zwar mehrfach während der halbstündigen Pressekonferenz. Nach seinen Intentionen gefragt, blieb Escobar jedoch kleinlaut: "Es war nur ein Witz", sagte er. "Das sagt man halt so unter Latinos." Er erklärte, dass die Menschen sich in seiner ehemaligen Heimat weniger Gedanken machten über derartige Ausdrücke als Menschen aus englischsprachigen Ländern: "Für Leute aus lateinamerikanischen Ländern hat es nicht die selbe Bedeutung. Das Wort wird oft von Teenagern verwendet. Man spricht einfach anders in der Latino-Community." Ihm sei aber nie in den Sinn gekommen, dass der Ausdruck "maricon" (Schwuchtel) Menschen beleidigen könnte.

Ferner sagte Escobar, dass er viele Freunde habe, die schwul seien – so etwa sein Frisör und sein Innenausstatter. Diese Freunde habe seine Aufschrift nicht beleidigt.

Armut an Bildung

Der Chef des kanadischen Baseballclubs, Alex Anthopoulos, begrüßte insbesondere den Besuch des Sensibilisierungsseminars: "Wir sehen, dass es sich hier um einen Fall von Armut an Bildung handelt", erklärte Anthopoulos. Der Vorfall sei nicht auf den Sport beschränkt, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. "Es ist klar, dass dieses Problem uns noch länger plagen wird", so Anthopoulos weiter. Sein Verein wolle jedoch klarstellen, dass es derartige Beleidigungen nicht dulden werde.

Escobar entgeht durch die dreifache Sperre ein Gehalt in Höhe von rund 90.000 US-Dollar. Die Toronto Blue Jays haben angekündigt, dass sie diesen Betrag an schwul-lesbische Gruppen spenden werden. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.09.2012, 19:18h
  • Die Strafe für den Typ ist viel zu lasch! Der Verein hätte ihn viel länger suspendieren und ordentlich zur Kasse bitten müssen!
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#2 MarekAnonym
  • 20.09.2012, 10:39h
  • Was sind schon 90.000 Dollar für einen Multimillionär?!

    Und dann seine Ausrede, das würden auch Jugendliche sagen. Richtig! Und genau deshalb nehmen sich andere Jugendliche das Leben!
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#3 Wat für n HirniAnonym
  • 20.09.2012, 10:42h
  • Nach seinen Intentionen gefragt, blieb Escobar jedoch kleinlaut: "Es war nur ein Witz", sagte er. "Das sagt man halt so unter Latinos."

    Na da würd ich ihm doch mal eine Nacht mit einem Mann spendieren... Wenn er sich beschwert: War doch nur Spaß, der kleine Analf*** ! Ist bei uns halt so üblich.

    Im übrigen hätte ich den Kerl aus dem Team geworfen.
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#4 EnricoAnonym
  • 20.09.2012, 11:23h
  • Immer diese hanebüchenen Ausreden, mit denen solche Leute sich dann noch rausreden wollen.

    Außerdem ist es für mich ein Skandal, dass die einzige "Geldstrafe" sein Verdienstausfall für die drei gesperrten Spiele ist. Stattdessen hätte er eine echte Geldstrafe zahlen sollen.
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