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Mischt sich mal wieder in die Politik ein: Papst Benedikt XVI. (Bild: Wiki Commons / Dongio / CC-BY-3.0GFDL)

In einer Ansprache vor französischen Bischöfen hat Benedikt XVI. die Gleichstellungspläne der sozialistischen Regierung von Präsident François Hollande scharf verurteilt. "Jeder Schaden, den man Ehe und Familie zufügt, fällt auf das menschliche Zusammenleben als solches zurück", warnte der Papst am Freitag bei dem Treffen in Castelgandolfo.

"Die Familie ist das Fundament des gesellschaftlichen Lebens. Sie ist bedroht, weil viele falsche Vorstellungen von der Natur des Menschen haben", führte das Oberhaupt der Katholischen Kirche in seiner Ansprache aus. "Das Existenzrecht der Familie in der Gesellschaft zu verteidigen, ist nichts Rückwärtsgewandtes, sondern vielmehr prophetisch", sagte der Papst. Es gehe um die Förderung jener Werte, die die volle Verwirklichung des Menschen betreffen. "Wir müssen diese wichtige Herausforderung annehmen", rief der 85-Jährige die französischen Bischöfe zu noch mehr Widerstand gegen die Regierungspläne auf.

Die Ehe-Öffnung in Frankreich soll verhindert werden

Dieser Appell verwundert ein wenig, denn seit der Ankündigung der Regierung von Präsident François Hollande, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen, überbieten sich katholische Würdenträger bereits mit immer schrilleren Tönen. So meinte zuletzt der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Kardinal André Vingt-Trois. der Gesetzentwurf der Sozialisten gefährde Frankreichs Kinder (queer.de berichtete). Verabschiedet werden soll die Ehe-Öffnung im kommenden Monat, die ersten Ehen zwischen schwulen und lesbischen Paaren sollen dann im ersten Halbjahr 2013 geschlossen werden können.

Der Auftritt vor den französischen Bischöfen am Freitag war nicht das erste Mal, dass Benedikt XVI. mit drastischen Worten gegen gleiche Rechte für Homosexuelle agitiert. Zuletzt hatte er sich im März bei einem Besuch von US-Bischöfen dagegen ausgesprochen, die "legale Definition von Ehe zu ändern" (queer.de berichtete). Anfang des Jahres warnte er in einer Rede vor 160 Diplomaten im Vatikan sogar vor dem Untergang der Menschheit, sollten Regierungen Schwule und Lesben gesetzlich gleichstellen: Ehen zwischen Menschen des gleichen Geschlechts gefährdeten "die Würde des Menschen und die Zukunft der Menschheit selbst" (queer.de berichtete), so das Kirchenoberhaupt. (cw)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 GF Pr von PrAnonym
  • 22.09.2012, 17:05h
  • In der mittelalterlichen katholischen Tradition wird Frankreich als 'fille aine de l`Eglise', also 'die alteste Tochter der Kirche' genannt (der polnische Papst hat das viele Male wiederholt). Es scheint aber, dass diese 'Tochter' schon erwachsen genug ist, damit eigene Entscheidungen machen konnte.
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#2 Tante JayAnonym
  • 22.09.2012, 17:30h
  • Und wer guckt in der katholischen Kirche nach den vielen Familien, die durch die Missbrauchsfälle zerstört wurden? Wer prangert das an?

    Ich halte die katholische Kirche und strenge Katholiken für den Seelenfrieden der Kinder so unendlich viel gefährlicher als *JEDES* homosexuelle Elternpaar.

    Wann wird der Laden eigentlich als extremistisch in die Terrorliste aufgenommen?
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#3 BenedettchenAnonym
#4 YannickAnonym
  • 22.09.2012, 17:40h
  • "Die Familie ist das Fundament des gesellschaftlichen Lebens. Sie ist bedroht, weil viele falsche Vorstellungen von der Natur des Menschen haben"

    1.
    Dann wundert mich, dass die katholische Kirche von ihren Priestern den Verzicht auf Sexualität und eine eigene Familie fordern.

    Denn erstens gehört Sexualität zur Natur des Menschen. Die haben also offenbar eher selber eine "falsche Vorstellung von der Natur des Menschen".

    Und zweitens sollten doch dann Priester mit einer Familie auch zum "Fundament des gesellschaftlichen Lebens" beitragen.

    2.
    Gott hat uns so geschaffen, wie er es will. Maßt der Papst sich tatsächlich an, über Gott zu stehen und es besser zu wissen?!
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#5 MarekAnonym
  • 22.09.2012, 17:42h
  • Die katholische Kirche hatte ja immer schon ein Problem mit Demokratie, Rechtsstaat und Grundrechten.

    Vermutlich wollen sie jetzt einfach nur von ihren unchristlichen Taten und ihren Verbrechen ablenken.

    Ich erinnere nur an systematisches Vertuschen jahrzehntelangen Kindesmissbrauchs, Millionen Kranke und Tote sowie verhungernde AIDS-Waisen aufgrund des Kondomverbots, etc. etc. etc.
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#6 FelixAnonym
  • 22.09.2012, 17:43h
  • Wie kann Liebe irgendwas bedrohen?

    Es ist eher das Schüren von Hass und das Hetzen, das schadet und zerstört...

    Was sind das für Menschen, die Liebe verachten und Hass predigen?!
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#7 RobinAnonym
  • 22.09.2012, 17:46h
  • Zu wahrer Demokratie gehört die Trennung von Staat und Kirche.

    Die Kirche verlangt immer wieder, dass man sich nicht in ihre Dinge einmischt.

    Aber wieso können die es dann nicht lassen, sich ständig in Demokratie einzumischen und der Gesellschaft (auch den Nicht-Mitgliedern ihrer Sekte) ihre totalitäre, menschenverachtende Ideologie aufzwingen zu wollen.
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#8 alexander
  • 22.09.2012, 17:48h
  • ["Jeder Schaden, den man Ehe und Familie zufügt, fällt auf das menschliche Zusammenleben als solches zurück",...]

    da hat er sogar recht !

    nur, wenn man andere FAMILIENFORMEN, die der kirche aus völlig unerklärlichen gründen, nicht genehm sind, sogar noch "BEKÄMPFT", erreicht man das gleiche resultat !!!!!!

    auch wenn es dieser ALLEINSEELIGMACHENDEN KIRCHE nicht passt, es gibt auf der welt nicht nur KATHOLEN ! und der rest der welt, möchte gerne nach seiner facon leben und da hat ein KAMPF allein schon aus angeblich christlicher sicht, überhaupt nichts zu suchen !!!
    insofern sollten dir regierungen endlich etwas gegen diese bösartige hetzerei und einflussnahme dieser fundamentalisten unternehmen.
    ich verbitte mir diese übergriffigkeiten einer sekte, der ich nicht angehöre und verurteile !!!
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#9 Kenny
  • 22.09.2012, 17:50h
  • Och nööö.
    Es dürfte sich doch mittlerweile rumgesprochen haben, dass von Tante Benedetta diesbezüglich nix anderes zu erwarten ist. Muss man da jedesmal `ne Meldung draus machen?
    Für die Mehrzahl der Franzosen ist das so relevant wie zehn Meter Feldweg.
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#10 realsmurf
  • 22.09.2012, 17:52h
  • Ehrlich gesagt kann ich dieses kirchliche Gelaber und rumgeseiere echt nicht mehr hören... *kotz*
    Mittlerweile kotzt mich dieses Kirchenpack soooo an. Phädophile alte Männer wollen mir Ratschläge und Verbote erteilen. Alte Männer, die in Röcken rumlaufen *rolleyes*
    Die können sich doch alle in den Vatikan zurückziehen und da ihren Gottesstaat leben und den Rest der Welt doch einfach mal von ihrem Gelaber verschonen.
    BOAH!!
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