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Mahmud Ahmadinedschad

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat im US-Fernsehsender CNN erklärt, dass sein Land Homosexualität verbieten dürfe, weil es sich dabei um eine "abstoßend Verhaltensweise" handle.

Ahmadinedschad antwortete auf die Frage von Talkshow-Moderator Piers Morgan, warum der Iran Homosexuelle mit der Todesstrafe bedroht, mit einer Gegenfrage: "Es tut mir leid, aber lassen Sie mich folgendes fragen: Glauben Sie, dass man mit Homosexualität Nachwuchs zeugen kann? Homosexualität beendet die Reproduktion. Wenn man etwas Abstoßendes tut und andere akzeptieren dieses Verhalten nicht, bedeutet das dann eine Einschränkung der Freiheit?"

Sein Land arbeite insbesondere am Bildungssystem, um Homosexualität zu verhindern. Der Westen habe seiner Ansicht nach kein Recht, die Verfolgung von Schwulen im Iran zu kritisieren: "Wenn Sie als Gruppe eine abstoßende Verhaltensweise als legitim ansehen, können Sie nicht erwarten, dass andere Gruppen das auch tun."

Ahmadinedschad hat bereits wiederholt bei Fernsehinterviews Homosexualität als "hässlich" oder "abstoßend" bezeichnet. 2007 sorgte er bei einem Vortrag an einer Universität in New York mit seiner Äußerung für Kopfschütteln, dass es keine Schwulen im Iran gebe. Damals erklärte er: "Wir kennen dieses Phänomen nicht". Und: "haben Sie in den Vereinigten Staaten nicht auch die Todesstrafe?" (queer.de berichtete).

Der Iran ist einer von sieben Staaten weltweit, die aktive Homosexuelle mit dem Tod bestraft. Es ist unklar, wie viele Menschen nach diesem Gesetz hingerichtet wurden. Menschenrechtsorganisationen gehen davon aus, dass Gerichte gegen mehrere tausend Homosexuelle die Höchststrafe ausgesprochen haben.

Zuletzt nutzte der Iran das Thema Homosexualität auch, um intern Stimmung gegen Israel zu machen. So berichtete die iranische Staatspresse, dass israelische Juden mit westlicher Hilfe Homosexualität verbreiteten, um so die "Weltherrschaft" zu übernehmen (queer.de berichtete).

Das gesamte Interview mit Mahmud Ahmadinedschad zeigt CNN am Dienstagmorgen um 3 Uhr mitteleuropäischer Zeit. (dk)



#1 Lich KingAnonym
#2 MassimoAnonym
  • 24.09.2012, 14:14h
  • Er kann Homosexuelle abstoßend finden wie er will, er soll sie einfach Ruhe lassen.
    Viele Schwule finden Heterosex und Lesbensex, sprich die weiblichen Geschlechtsteile abstoßend, würden aber nie auf die Idee kommen deswegen Heterosexuelle zuverfolgen oder gar hinzurichten!
    Wie kommt es das sich manche Heterosexuelle so sehr von Schwulen bedroht fühlen das sie deren Vernichtung wünschen?
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 24.09.2012, 14:27h
  • Und nochmal, weils so schön war:

    "Die Perser dagegen tragen medische Kleidung und benützen ägyptische Waffen,
    von den Griechen haben sie die Knabenliebe gelernt."

    Herodot (490/480 v. Chr.; † um 424 v. Chr.)

    Der abstoßende Mann ist sowenig Perser wie die Barbarin von Lyon ins Abendland gehört...
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#4 goddamn liberalAnonym
  • 24.09.2012, 14:35h
  • Antwort auf #2 von Massimo
  • "Wie kommt es das sich manche Heterosexuelle so sehr von Schwulen bedroht fühlen das sie deren Vernichtung wünschen?"

    Das liegt daran, dass sie denken, sie könnten mit der Vernichtung von Homosexuellen ihre eigene Homosexualität gleich mit vernichten.
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#5 JerzyAnonym
#6 KokolemleProfil
#8 Timm JohannesAnonym
  • 24.09.2012, 16:02h
  • Der meist gehasste Diktator weltweit...

    Mehr muss ich zu diesem Verbrecher nicht schreiben. Der Mann dürfte sowieo in einigen Jahren den gleichen Weg wie Osama bin Laden gehen, denn dafür werden die USA und Israel schon sorgen.
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#9 jochenProfil
  • 24.09.2012, 16:05hmünchen
  • Primitiv und menschenverachtend.

    Von seinen persönlichen Geschmack/Ausrichtung ausgehend, andere sexuelle Ausrichtungen die NICHT nach seinem Geschmack sind zu verurteilen, ist bei Erwachsenen primitiv und arrogant.

    Menschenverachtend wird es dann, wenn er aufgrund seiner Machtstellung sein primitives Denken in Hass und Bestrafung gegenüber Anderslebenden missbraucht.

    Der Vorwurf, dass Homosexuelle sich nicht "reproduzieren" (das ja oft Tatsache ist) ist angesichts von drohender Überbevölkerung ein Hohn. Im Übrigen ist noch nie eine Gesellschaft, Zivilisation , Tierart ..usw.. wg. Homosexualtiät ausgestorben. Da werden Ängste geschürt, wo keine "Gefahr" droht... .., aber das kennt man ja auch bei so vielen anderen Themen.
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#10 GeorgousAnonym
  • 24.09.2012, 16:06h
  • Aber den Taxi-Driver-Chic zieht er durch, wa?
    Bis zum bitteren Ende, wenn er sich in einem Loch verstecken wird o.ä..
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