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Die Telekom-Zentrale in Bonn (Bild: Wiki Commons / Qualle / CC-BY-SA-3.0)

Die Deutsche Telekom und die bayerische Landeshauptstadt München erhalten den Max-Spohr-Preis des Völklinger Kreises (VK).

Die schwulen Führungskräfte verleihen die Auszeichnung am die Dienstag zum siebten Mal, im Rahmen einer Zeremonie im Auditorium der Commerzbank AG in Frankfurt. Mit dem Preis werden Arbeitgeber geehrt, die im Rahmen eines guten Diversity-Managements insbesondere die Belange von sexuellen Minderheiten berücksichtigen. Das Diversity-Konzept hat das Ziel, die soziale Vielfalt der Mitarbeiter konstruktiv zu nutzen und so Diskriminierungen zu verhindern und Chancengleichheit herzustellen. Die Preisverleihung unter der Schirmherrschaft von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) wird von den Preisträgern 2010, Commerzbank und IBM Deutschland, ausgerichtet.

"Die vielfältigen Lebensentwürfe, persönlichen Hintergründe und Erfahrungen, die in Deutschland existieren, sind ein wichtiger Standortfaktor. München und Deutsche Telekom beweisen, dass sich ein konstruktiver Umgang mit der Mitarbeitervielfalt auszahlt, ob im öffentlichen Sektor oder in der Wirtschaft", erklärte René Behr, der im Vorstand Diversity des Völklinger Kreises sitzt. "Der Max-Spohr-Preis bietet Arbeitgebern regelmäßig eine Plattform, ihren Verdienst um Diversity öffentlich zu präsentieren. Wir denken, dass diese Best-Practice-Beispiele weitere Arbeitgeber ermutigen werden, Vielfalt zu fördern und als Vorteil zu nutzen". "Best Practice" ist ein betriebswirtschaftlicher Begriff und bedeutet, dass ein Unternehmen eine bestimmte Methode oder Vorgehensweise zum Standard in der Branche machen, weil diese Vorteile bietet.

Die Deutsche Telekom AG erklärte im Rahmen der Preisverleihung, dass Diversity wirtschaftlich sinnvoll sei: "Wir sind fest davon überzeugt, dass da, wo Vielfalt zugelassen und gefördert wird, die besten Ideen und die kreativsten Lösungen entstehen und sich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Unternehmen verbessert", erklärte Mechthilde Maier, Leiterin Group Diversity Management des Bonner Konzerns.

In den Vereinigten Staaten musste die Telekom-Tochter T-Mobile USA zuletzt Boykottaufrufe christlicher Fundamentalisten hinnehmen, weil die Firma die Öffnung der Ehe unterstützte (queer.de berichtete).

München als "erfolgsorientierte Weltstadt"


Der Preis ist benannt nach dem Verleger Max Spohr (1850-1905), der Publikationen zum Thema Homosexualität veröffentlichte

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) bedankte sich für die Auszeichnung. Er erklärte, dass er einer "erfolgsorientierten Weltstadt" vorstehen wolle, die unterschiedlichsten Menschen ein Zuhause gebe: "Die heutige Anerkennung, dass wir auch als öffentlicher Arbeitgeber unsere Mitarbeitervielfalt angemessen pflegen und fördern, ist eine besondere Ehre und zusätzliche Motivation", erklärte Ude, der nächstes Jahr gegen Horst Seehofer als sozialdemokratischer Kandidat für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten antreten will.

Der VK hat den Max-Spohr-Preis 2001 ins Leben gerufen. In den letzten Jahren erhielten neben Commerzbank und IBM die Firmen SAP, Volkswagen Financial Services, die Deutsche Bank, die Deutsche Bahn und die Ford-Werke die Auszeichnung. Diese Unternehmen engagierten sich laut VK dafür, dass sie "die Vielfalt der Mitarbeiter als Asset sehen und möglicher Diskriminierung proaktiv begegnen". (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Timm JohannesAnonym
  • 26.09.2012, 13:24h
  • Den Preis hat die Telekom aus homopolitischer Sicht verdient. Glückwunsch.

    Mein Handy ist übrigens von der Telekom.
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#3 ArmisteadAnonym
  • 28.09.2012, 01:03h
  • Im Bericht heißt es: „Mit dem Preis werden Arbeitgeber geehrt, die im Rahmen eines guten Diversity-Managements insbesondere die Belange von sexuellen Minderheiten berücksichtigen.“ Mich würde interessieren welcher konkreter „Verdienst um Diversity“ der Deutschen Telekom (DT) den Völklinger Kreis (VK) so imponiert hat, um das Unternehmen zu ehren.

    Ich bin zwar nur eine einzelne Stimme der derzeit ca. 234.040 Mitarbeiter der DT, jedoch bin ich seit einigen Jahren dabei und weder in mündlicher noch in schriftlicher Form mit dem Thema Diversity in Berührung gekommen.

    Dass offen schwule Mitarbeiter nicht gefeuert und aus dem Unternehmen gejagt werden, wird die DT doch nicht etwa als „Vielfalt zulassen und fördern“ verstehen?

    Natürlich werden die Themen Frauenquote, interkulturelle Belegschaft, Minderheiten, im allgemeinen Diversity nach außen hin besetzt, um das Image zu gestalten und zu wahren. Wichtig ist meiner Meinung nach, was für eine Kultur in den Fluren des Unternehmens gelebt wird, und da ist z. B. das Thema Homosexualität ein Tabu.

    Es spricht für sich, dass ich mich als schwuler Mitarbeiter so willkommen und unterstützt fühle, um nicht „out im office“ zu arbeiten.

    In diesem Sinne, gratuliere ich dem VK für seine sinnfreie Entscheidung!
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#4 alexander
#5 Peter12Anonym
  • 21.10.2012, 21:59h
  • Statt sich nur zu beklagen, könnte man natürlich auch bspw. bei queerbeet mitarbeiten...

    Und noch eine kleine Frage: Wie schnell sind denn so die Kulturveränderungen zu anderen Themen in einem Unternehmen mit 234.040 MitarbeiterInnen???
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