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Kingston Mehrere jamaikanische Großkonzerne haben die von ihnen unterstützten Reggae-Sänger aufgefordert, ihre Songs von Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Homophobie zu säubern. Ansonsten werde man das Sponsern von Konzerten einstellen, so eine gemeinsame Stellungnahme von Cable and Wireless Jamaica Ltd., Courts Jamaica Ltd., Digicel Jamaica, Red Stripe, Pepsi-Cola Jamaica und weiteren Firmen. Damit nimmt der Druck auf einige wenige, wenngleich populäre homophobe Reggae-Sänger weiter zu. Gleichzeitig wurde bekannt, dass fünf Sänger, die in der Vergangenheit zu Gewalt an Schwulen aufgerufen haben, für die Source Hip-Hop Music Awards an diesem Sonntag in Miami nominiert wurden. Elephant Man, Sizzla, Vybz Kartel, T.O.K. und Beenie Man dürfen trotz Protesten um den Titel "Dancehall-reggae artist of the Year" kämpfen. Zuvor hatten die britischen Mobo-Awards entsprechende Nominierungen nach Kritik von Homoorganisationen zurückgezogen. (nb)



Jamaika: 91 Prozent sehen Homosexualität als Straftat an

Auf Jamaika gibt es nur wenige Menschen, die Schwule nicht verfolgen wollen: Laut einer Umfrage der Zeitung "Gleaner" sprechen sich 91 Prozent der Bevölkerung für die Fortsetzung der Verfolgung von männlichen Homosexuellen aus.

11 Kommentare

#1 equalizerAnonym
  • 07.10.2004, 16:54h
  • Die hat die Kampagne von LSVD und ILGA doch gefruchtet!

    Darum Mitglieder werden.

    www.lsvd.de
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#2 JanAnonym
  • 07.10.2004, 17:54h
  • Immerhin! Zwar nur ein kleiner Schritt bei der fatalen Situationen der Schwulen und Lesben in Jamaica, aber immerhin! Sich wehren und "Rabatz machen" bringt was.
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#3 davidAnonym
  • 07.10.2004, 18:39h
  • Was Eminem ungestraft tun kann, ist für renommierte Reggae-Musiker offenbar nicht opportun. Die Ungleichbehandlung hat in den USA zu einer heftigen Debatte über neu aufkeimende Rassismus-Tendenzen geführt.


    Mit «The Marshall Mathers LP» hat der weisse Rapper im Jahr 2000 ein wegen angeblicher Homosexuellen-Hetze heftig umstrittenes Album auf den Markt gebracht, ohne dass er dafür Nachteile im Musikgeschäft zu vergegenwärtigen hatte. Mit ungleichen Ellen werden da offenbar schwarze Reggaemusiker gemessen. So wurde Beenie Man wegen vergleichbarer Einwände an einem MTV-Konzert wieder ausgeladen, und Elephant Man und Vybz Kartel wurden aus dem gleichen Grund sogar von den diesjährigen Music of Black Origin Awards ausgeschlossen.

    Laut «Boston Globe» beginnen sich die schwarzen Musiker nun gegen die Ungleichbehandlung zu wehren. So hat ein neuformierter Black Music Council mit Unterstützung der britischen Schwulenorganisation OutRage! vor der Royal Albert Hall protestiert und dabei in Abrede gestellt, dass die Texte von Elephant Man und Vybz Kartel homosexuellenfeindlich seien. Die repressiven Massnahmen seien vielmehr Zeichen einer rassistischen Kampagne. (pb)


    www.codexflores.ch/nachrichten_ind2.php?art=914
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#4 MetroidAnonym
#5 davidAnonym
  • 07.10.2004, 18:48h
  • Music Of Black Origin (Mobo) Award-Show mit Promiflucht

    ...
    Die Award-Verleihung wurde indes von lautstarken Protesten von rund 30 Demonstranten des Black Music Council überschattet. Sie protestierten gegen den Ausschluß der Reggae-Künstler Elephant Man und Vybz Kartel die von den Veranstaltern wegen ihrer "homophoben Texte" von der Veranstaltung ausgeschlossen wurden. Die Protestler schwenkten Plakate mit der Parole "Defend Reggae Music" und empfingen die ankommenden Berühmtheiten mit Buh-Rufen.

    Die bereits im Vorfeld angekündigten Proteste hatten viele prominente Gäste veranlasst, ihre Teilnahme an der Abendveranstaltung abzusagen. Die Award-Präsentatoren Pharell Williams und Naomi Campbell sagten einen Tag vor der Veranstaltung aufgrund von Terminproblemen ab, auch Eamon, Beverly Knight, Beyonce Knowles, Outkast und Usher blieben der fern.

    kino.de/newsvoll.php4?quelle=channelfooter&typ=musiknews&cha
    nnel=musik&nr=163667
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#6 davidAnonym
  • 07.10.2004, 19:00h
  • @Metroid: zuwenig geschlafen? :)

    bin für beenie man.. die Back To Basics platte ist super!!!
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#7 MHKAnonym
  • 07.10.2004, 21:14h
  • Es ist eine gute und richtige Entscheidung. Aber es bringt nicht die Wendung in dieser Geschichte. Die Jamika Bevölkerung wird weiterhin ein Hass gegenüber Schwulen haben, solange es "Sex Touristen" gibt die in Jamaika ihr sauer verdientes Geld an die Stricher loswerden.

    Solange es solche Fälle gibt, wird sich das Verhältnis der Jamiakaner gegenüber der Homosexuellen Bevölkerung nicht ändern.

    Trotzdem eine tolle Aktion des LSVD. Man sieht mal wieder das LSVD nicht nur in Deutschland wichtig ist, sondern überall auf dieser Welt.
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#8 StefanAnonym
  • 08.10.2004, 15:27h
  • Nun übertreibts mal nicht mal. Der LSVD hat sich an eine seit Jahren existierende, erfolgreiche Kampagne der britischen Gruppe Outrage drangehangen. Vermutlich doch, um nicht die Parteifreunde von Rot-Grün mangels Homopolitik ermahnen zu müssen
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#9 tim.randaleAnonym
#10 tim.randaleAnonym