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  • 28.09.2012           34      Teilen:   |

Erfurt: Türke durfte nicht auf Gay-Party

Türkischer Personalausweis: Keine Eintrittskarte zum Erfurter Club Cosmopolar?
Türkischer Personalausweis: Keine Eintrittskarte zum Erfurter Club Cosmopolar?

Die Hochschulgruppe gegen Rassismus an der Uni Erfurt (antiracampus) hat der Disco Cosmopolar eine rassistische Eintrittspolitik vorgeworfen. Grund: In der Nacht zum 3. September war einem 29-jährigen Türken der Eintritt zur schwul-lesbischen Party "Gay Culture" verwehrt worden.

"Wie alle anderen Besucher des Cosmopolars zeigte die besagte Person ihren Personalausweis", beschreibt antiracampus den Vorfall, der erst jetzt bekannt wurde. "Nachdem die Security dem nicht-deutschen Partygast signalisierte, dass er nicht rein könne, fragte der Partygast nach dem Grund. Daraufhin zeigte die Security mit seinem Finger auf den Halbmond und Stern, welches auf dem türkischen Personalausweis der abgelehnten Person abgedruckt ist."

Während sich die Veranstalter der schwul-lesbischen Party "schockiert" über den Vorfall zeigten, reagierte die Disco erst nach zweimaligem Nachfragen. Das Cosmopolar wies die Vorwürfe schriftlich zurück und erklärte, der verweigerte Einlass habe "nichts mit rassistischem Muster zu tun". Das Angebot zu einem persönlichen Gespräch mit antiracampus lehnte der Club ab.

Fortsetzung nach Anzeige


Sicherheitsunternehmen weist Vorwürfe zurück

Gut zwei Wochen nach dem Vorfall meldete sich schließlich auch das für die Türpolitik verantwortliche Unternehmen "Guardian Force Security" zu Wort. Dieses stellte den Fall nun ganz anders dar und behauptete, der 29-jährige Türke habe gar keinen Ausweis zur Altersprüfung dabei gehabt. "Leider wird eine solche Abweisung oft falsch verstanden und insbesondere von ausländischen Gästen als Rassismus fehlinterpretiert, was aber nicht der Wahrheit entspricht", heißt es in einer Email der Security-Firma.

Die Hochschulgruppe gegen Rassismus wies die Darstellung von "Guardian Force Security" als "Unterstellung" zurück. Sie sei ein Versuch, "Alltagsrassismus und den Rassismus der Mitte" zu verschleiern. (cw)

Links zum Thema:
» Homepage der "Gay Culture"-Party
» Homepage des Clubs Cosmopolar
» Homepage von antiracampus
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Tags: antiracampus, rassismus, cosmopolar, gay culture, erfurt
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Reaktionen zu "Erfurt: Türke durfte nicht auf Gay-Party"


 34 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
28.09.2012
09:35:20


(-20, 22 Votes)

Von bittewas


Wenn man jedes Mal einen Artikel veröffentlicht wenn ein Türke nicht in die Disco gelassen wird, dann hätte man viel zu tun.


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#2
28.09.2012
09:46:52


(+17, 19 Votes)

Von apo__


Trotzdem - oder gerade deshalb - ist es wichtig darüber zu berichten.

Würde jemanden der Einlass verwährt weil die Person schwul ist, dann wäre die Aufregung groß. So ist es Alltagsrassismus - aber der ist ja den meisten egal. Immer nur auf die eigenen Rechte pochen, die der Anderen sind nebensächlich.


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#3
28.09.2012
09:56:52


(+16, 18 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #2 von apo__


So ist es. Beim Gleichheitsgrundsatz gibt es keine Ausnahmen. Sonst wäre es ja auch kein Grundsatz.


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#4
28.09.2012
10:01:13


(+16, 18 Votes)

Von fastbequem
Antwort zu Kommentar #1 von bittewas


Wenn es um dich ginge, würdest du auch so reden??


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#5
28.09.2012
11:15:16


(-4, 8 Votes)

Von bittewas
Antwort zu Kommentar #4 von fastbequem


Vermutlich nicht, aber welche Klientel reinkommt, entscheidet halt der Veranstalter.

Meistens kriegen Türsteher vom Veranstalter auch Vorgaben was die Türpolitik angeht und da heisst es meistens, dass der "Schwarzkopfanteil" niedrig bleiben muss.

Jungs die in männlicher Gruppe ankommen, dazu noch Boxerschnitt und Bomberjacke, haben ganz schlechte Karten. Und wenn sie dazu noch undeutsch sind, sowieso.
Damit wird vielen "lieben" Jungs Unrecht getan, aber ich schätze, die Schäden die die nicht lieben oft anrichten, überwiegen wohl für viele Veranstalter einfach.

Youtube-Video:


So ist es halt ziemlich oft


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#6
28.09.2012
11:26:29


(-3, 9 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Na, dann hat die "Hochschulgruppe gegen Rassismus" ja jetzt endlich einen Fall, mit dem sie ganz groß raus kommen kann....


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#7
28.09.2012
11:36:04


(0, 4 Votes)

Von Felix


Man sollte auf jeden Fall prüfen, welche der beiden Seiten lügt. Denn das wird aus dem Artikel keineswegs ersichtlich.

Aber wenn es wirklich so was, wie der Türke beschrieben hat, hat die Security-Firma nicht nur rassistisch gehandelt, sondern auch noch versucht, das mit Lügen zu vertuschen. In dem Fall muss es nicht nur Strafanzeige geben, sondern der Club sollte sich dringend ein anderes Security-Unternehmen suchen....

Aber dafür muss erst geklärt werden, wer lügt. Denn noch steht Aussage gegen Aussage.


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#8
28.09.2012
12:41:24


(0, 12 Votes)

Von Deutzer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich wüsste gerne mal, wie viele offen schwule Paare nicht in Türkendiscos in Deutschland gelassen werden.


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#9
28.09.2012
12:43:02


(+6, 6 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Mich wundert es kaum. In der schwulen Szene sieht nicht alles rosig aus: Kommerz, dass es einem schlecht wird, Ausgrenzung von Menschen, die nicht ins Bild passen: Ausländern, dicken, älteren Schwulen... Diese Glitzerwelt hat viel mit Illusionen, Oberflächlichkeit und Intoleranz zu tun. Sorry so ein Kommentar zu schreiben aber die Realität ist manchmal ernüchternd.


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#10
28.09.2012
12:48:36


(+6, 6 Votes)

Von Leider
Antwort zu Kommentar #1 von bittewas


Ich stimme dir zu, da müsste man oft etwas schreiben.

Und jedes Mal ist einmal zu viel. Übrigens ganz egal um welche Herkunft es sich handelt. Schlimm, dass das überhaupt noch passiert.


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