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  • 07. Oktober 2004, noch kein Kommentar

Das androgyne Chansonduo Malediva tourt mit neuem Programm durch die Lande - und präsentiert die vierte CD. "Heimatmelodie" führt zurück ins Dorf.

Von Norbert Blech

"Heimatmelodie" ist bereits das vierte Programm von Malediva, es geht speziell ums Leben und Lieben in der Kleinstadt, im Dorf, wo man "näher verwandt war als es gut gewesen wäre". Ein klassisches Malediva-Thema, wie üblich dargeboten in der ureigenen Mischform aus "modernen" Chansons und lustigen Dialogen.

Seine Karriere startete das Duo, das heute in Berlin lebt, unter anderem mit Kurzauftritten wie beim Culture Club im alten Café Rosa Mond in Düsseldorf. Auch wenn Tetta Müller und Lo Malinke mittlerweile in größeren Sälen spielen, wie letzten Freitag im Savoy-Theater in Düsseldorf, so haben sie ihre alten, treuen Fans nicht vergessen. Insider-Witze über Peter und Sabine kann nur verstehen, wer schon das erste Programm kennt.

Das ist ein Trost für alte Fans, denn für sie ist das gespielte Rumgezicke auf der Bühne nicht mehr so lustig wie früher. Intelligent ist es zwar, mit einem seltenen Sinn für die Feinheiten der deutschen Sprache und des Lebens, aber mittlerweile auch routiniert. So bemerkt man die ersten Wiederholungen.

Darüber können auch die Chansons nicht hinwegtäuschen. Nette, unterhaltsame, kleine Liedchen werden gesungen - aber so richtig gute, zarte Poeme oder absurde Minidramen, Ohrwürmer gar wie in den früheren Maldevia-Programmen sind seltener geworden.

Trotzdem bleibt "Heimatmelodie" ein gelungener Abend - egal, ob man das Duo samt Pianist Florian Ludewig auf ihrer Tour sieht oder die Chansons samt Einlagen auf der gottseidank wieder live aufgenommenen CD verfolgt. Nein, wirklich langweilen werden Malediva nie.

Mehr Infos samt einem Tagebuch in schönster Erzählkunst gibt es unter www.malediva.com.