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  • 01.10.2012           17      Teilen:   |

Tiraden

Rupert Everett: Leihmutterschaft ist "widerlich"


Rupert Everett (links) in "Another Country" (1984)

Mitte September sorgte Schauspieler Rupert Everett ("Die Hochzeit meines besten Freundes", "Ein Freund zum Verlieben") für Aufregung, als er erklärte, es gebe "nichts Schlimmeres", als in Regenbogenfamilien aufzuwachsen (queer.de berichtete).

In einem Interview mit der Tageszeitung "Guardian" beschreibt der 53-jährige Engländer, warum er diese Einstellung immer noch vertritt – aber warum ihm gleichzeitig niemand böse sein sollte:

Für mich ging es beim Schwulsein immer darum, das Gegenteil als die heterosexuelle Welt tun zu wollen. Aus dieser Richtig kommen wohl die Probleme bei der Diskussion. Ich persönlich würde nie mein Sperma und das meines Freundes zu einem Cocktail verarbeiten wollen, es einem schlecht gelaunten, glutenfreien Paar in Ohio geben, dem man 75.000 Dollar zahlen muss, damit man ein Baby kriegt. Das finde ich wirklich widerlich. Aber das ist meine Meinung. Ich will nicht schwule Paare beschimpfen, die das anders sehen. Ich denke, Elton [John] und [sein Partner] David wollen Kinder haben und das ist wunderbar. Ich denke, wir sollten alle tun, was wir tun wollen. Gibt es keinen Mittelweg, dass man sagen kann: "Das ist nichts für mich, aber es ist egal?". Stattdessen hat sich alles in Al-Kaida verwandelt.



Dass Homo-Paare, die gerne selbst Kinder großziehen wollen, sauer auf Everett sind, versteht der Schauspieler offenbar nicht. Das ist eigenartig, insbesondere wenn man bedenkt, dass sich Everett bereits mehrfach wegen Diskriminierung beschwert hatte; so glaubt er, dass er in Hollywood keine guten Rollen erhalten hat, weil man dort keine Schwulen in Hauptrollen sehen wolle. Gleichzeitig macht er sich im "Guardian"-Artikel über seine Kritiker lustig und nennt sie verächtlich "Amerikaner": "Was ist mit dem Humor passiert. Wir werden Amerikaner. Jeder ist sauer auf alles", so Everett.

Wahrscheinlich haben seine recht verbitterten Äußerungen auch nur einen profanen Grund: Diese Woche ist seine Autobiografie "Vanished Years" (Verschwundene Jahre) erschienen und die muss verkauft werden. (dk)

Links zum Thema:
» Mehr Infos zu „Vanished Years“ bei amazon.de
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Tags: rupert everett, regenbogenfamilien
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Reaktionen zu "Rupert Everett: Leihmutterschaft ist "widerlich""


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
01.10.2012
19:02:44


(0, 18 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008


herrlich!
Der sagt genau, was mal gesagt sein musste!

Und bezüglich des humors..; hier sollte auch der kommentator ihn einschalten, statt auf die altbekannte taste des "verkaufargumentes" für ein noch nicht gelesenens buch zu drücken.., zudem der artikel keine wirklich inhaltliche replik zu Everett's meinungsäusserung darstellt !

Das aber ist eben genau der obig erwähnte "amerikanismus", der uns umlullt wie ein rosa wattebausch...

Weiter so Rupert!


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#2
01.10.2012
19:32:24


(-1, 13 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Herr Everett, reicht es Ihnen noch nicht, daß Sie der LGBT-Community in den Rücken gefallen sind? Müssen Sie Ihre unsägliche Nestbeschmutzung bis auf das Äußerste treiben? Einfach widerlich!


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#3
01.10.2012
20:11:38


(-1, 15 Votes)

Von Marek


Der scheint es ja nötig zu haben...

Ist die Karriere schon so am Ende, dass man alle paar Tage mit demselben Statement an die Öffentlichkeit muss, nur um nochmal in den Schlagzeilen zu stehen?

Und dann auch noch mit so dummem Gewäsch. Natürlich hat jeder das Recht auf eigene Meinung, aber seine Meinung widerspricht allen wissenschaftlichen Erkenntnissen und allen seriösen Studien.


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#4
01.10.2012
21:15:22


(+2, 16 Votes)

Von Alte Tunte


Tja, da ist wohl der Entzug der Homosexualitätserlaubnis unumgänglich, wenn man nicht in den vorgeschriebenen Jubel einstimmen mag, demzufolge die absolute Krönung homosexueller Emanzipation das Kleinfamilienglück mit monogamer, durch Trauschein bestätigter Zweierbeziehung und 2,3 Kindern (eigenen/adoptierten/geliehenen) ist.


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#5
01.10.2012
21:18:11


(-9, 15 Votes)

Von Katholik
Antwort zu Kommentar #1 von stromboli


"Wir können nicht umhin, zu glauben, dass Amerika eine besondere Mission zuerteilt worden ist (...) die Mission, eine neue soziale und politische
Ordnung herzustellen (...); mit dem Triumph der Kirche in Amerika wird die katholische Wahrheit unter dem Schutz des amerikanischen Einflusses
stehen und das Universum umfassen."

Erzbischof John Ireland, gegeben von anno domini 1905


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#6
02.10.2012
09:24:44


(-4, 12 Votes)

Von walton


Natürlich ist Leihmutterschaft widerlich. Ist ja nicht so, dass die Frauen sich aus reiner Nächstenliebe als Brutkasten zur Verfügung stellen. Ich persönlich könnte manchmal kotzen, wenn ich in englischen Gayzetten Werbeanzeigen von solchen windigen Vermittlungsagenturen sehe – lachende Schwule mit Kind die natürlich ohne die verarmte, indische Mutter abgebildet sind – es kann ja nicht jeder mal eben € 75.000 für seinen Kinderwunsch raushauen und zum Glück sieht man ja nicht das Elend der deutlich billigeren „Gebärmaschine“ in ihrem indischen „Mütterghetto“. (Heute im Angebot: Kind zum „All-Inclusive Preis“ mit Indien-Flügen ab London und auf Wunsch sogar mit eurasischer Eizelle ab ca. € 20.000 – Es lebe die Marktwirtschaft!) Von der LGBT-Community erwarte ich diesbezüglich keine Verbesserung, da hier nur die Selbstbestimmung/Selbstverwirklichung zählt – und das mit Sicherheit nicht immer nur zum Wohle des Kindes. Eine Lösung wären ja Regenbogenfamilien mit aktiver Vaterschaft… - doch finde mal Lesben, die mehr als einen Samenspender mit alljährlichem Besuchsrecht suchen. Schwierig.


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#7
02.10.2012
10:54:13


(0, 12 Votes)

Von Idiot


Rupert Everett: "(...) Für mich ging es beim Schwulsein immer darum, das Gegenteil als die heterosexuelle Welt tun zu wollen ..."

Der Mann ist ja noch dümmer, als ich bisher dachte.

Offenbar glaubt er tatsächlich das Schwulsein wäre so etwas wie eine kindische Trotzreaktion gegen Eltern und heterosexuell geprägtes Umfeld.

Schwachsinn!

In dem Alter, in dem ein heterosexuelles Kind seine sexuelle Ausrichtung entdeckt, nimmt meist auch bereits ein homosexuelles Kinde seine eigene sexuelle Ausrichtung wahr.

Dass es diese oft - in diesem Alter - noch nicht anzunehmen in der Lage ist, liegt u.a. daran, dass Homosexualität bis dahin nur negativ (latent oder offen) für das Kind besetzt war ("krank, schwach, pervers, kriminell") und es sich deshalb nicht selbst akzeptieren mag (manche Erwachsenen kommen aus diesem kindlichen Verhalten nie heraus und verstecken ihre sexuelle Ausrichtung ein Leben lang),

Frage eines verunsicherten Vaters an seinen 16-jährigen Sohn, der ihm soeben mitgeteilt hat, dass er schwul ist:
"Und wann hast du festgestellt, dass du auf Männer stehst?"

Antwort des Sohnes:
"Wann hast du denn festgestellt, dass du auf Frauen stehst?"

Ende des Dialogs.

Also Mr. Everett,
noch einmal, ganz langsam zum Mitschreiben:

Homosexualität ist KEIN LEBENSENTWURF!
Es gibt keine Entscheidung für oder gegen Heterosexualität oder Homosexualität.

Man kann zwar ein Leben in Lüge und Tarnung verbringen, an der eigenen sexuellen Identität ändert das aber nichts. Und ... dieses Leben als vermeintlich Heterosexueller macht Homosexuelle (seelisch) krank. Manche macht es auch krankhaft homophob = "unbewusster" Abwehrmechanismus gegen das, was man bei sich selbst krampfhaft zu unterdrücken versucht.

PS
Offenbar bewahrheitet sich bei Rupert Everett, das alte Vorurteil, dass Schauspieler nur auf sich selbst fixiert sind und im Grunde jeden Bezug zur Realität und die Veränderungen, die dort (im Bewusstsein und in der Bewertung von Verhaltensweisen stattfinden) nicht wirklich wahrnehmen, weil sie ständig nur Angst davor haben kein guter Schauspieler zu sein und deshalb sich ununterbrochen selbst bespiegeln.

Am besten Everett hält seine dumme Schnauze und bemitleidet sich weiterhin, selbst, dass er als alternde "Diva" keine Rollen, als "jugendlicher Liebhaber" mehr bekommt, dieser Blödmann!


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#8
02.10.2012
12:48:32


(-2, 6 Votes)

Von kuesschen11
Aus Darmstadt (Hessen)
Mitglied seit 26.08.2012


Warum kommt dieser Schauspieler immer mit diesen grotesken, abschreckenden Beispielen daher?

Es gibt konstruktive Lösungen für Kindererziehung.

Everett steht bestimmt unter Einflussnahme der Konservativen nach dem Motto "Das Brot ich ess, dessen Lied ich sing...."


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#9
02.10.2012
19:34:32
Via Handy


(+4, 12 Votes)

Von Björnar
Antwort zu Kommentar #1 von stromboli


Everetts erklärtes Ziel, genau das Gegenteil von dem zu tun, was Heten tun, erscheint doch relativ neurotisch. Eine unabhängige Selbstdefinition sieht anders aus.

Gleichberechtigung bedeutet doch unter anderem, daß auch Homosexuelle Entscheidungen für sich selbst treffen dürfen, die für Heten eine Selbstverständlichkeit sind - unabhängig davon, ob diese Entscheidungen Rupert Everetts oder Deine Zustimmung finden (und ohne daß man sich dafür von abgehalfterten Schauspielern bepöbeln lassen muß).


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#10
03.10.2012
11:37:44


(+5, 5 Votes)

Von walton


Der „Al-Kaida-Vergleich“ von Everett spiegelt sich hier bestätigt in meiner Bewertung wider… (#6) Danke! :-P

Seine Definition vom „Schwulsein“ ist natürlich gequirlte Ka**e. Beim Thema Leihmutterschaft muss ich ihm aber zustimmen.- Oder wer will seinem Kind eines Tages erklären müssen, das es aufgrund eines Kaufvertrages und der Notlage der Mutter entstanden ist?


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