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  • 02. Oktober 2012, Noch kein Kommentar

Zeronic veröffentlichen am 28. September ihr viertes Album (Bild: Commitment / Hoanzl)

Ihr Händchen und ihre Begeisterung für präzises Songwriting und euphorische Melodien beweisen Zeronic auch auf ihrem neuen Album.

Wenn ein Album mit dem Reißer "Let's fool the world" beginnt, der auch einem aktuellen James-Bond-Streifen gut zu Gesicht stünde, weiß man recht schnell, dass hier keine Duckmauser am Werk sind. Schon mit dem zweiten Song, der Single "My heart is still in your hands" wird klar, dass allzu viel Bescheidenheit ohnehin fehl am Platz wäre. Ein astreiner Hit und vielleicht ihr bisher bester Popsong. Doch hier zwängt sich niemand ins Pop-Korsett: Ihr Händchen und ihre Begeisterung für präzises Songwriting und euphorische Melodien beweisen Zeronic bereits seit ihrem gefeierten Debütalbum "High Life".

Die Songs auf "Grandezza" strahlen mit dem erhöhten Glamfaktor, der Eleganz und der Leidenschaft ihrer frühen Jahre. Allerdings können sie ihre Musik und ihre Ideen jetzt mit einem gelebten Selbstbewusstsein präsentieren, das aus langjähriger Erfahrung wachsen konnte. Die zweifach Amadeus nominierte Band hat in den letzten Jahren umfassende Tourneen absolviert, sämtliche große österreichische Festivals bespielt, mit ihren explosiven Live-Shows mehrmals in London überzeugt und mit ihren Videos das New York Film Festival eröffnet.

Popmusik mit hohem Stilbewusstsein und Mut zum Glitzern


Das neue Album wurde in der italienischen Toskana aufgenommen (Bild: Commitment / Hoanzl)

Zeronic machen seit Beginn an unabhängige Popmusik im wahrsten Sinne des Wortes – nämlich immer so, wie es die Band gerade möchte. Ohne laufend auf den sicheren Stempel "Indie" zu setzen und ohne Musikkonzerninteressen im Hintergrund produzieren Zeronic ihre weltgewandte Popmusik mit hohem Stilbewusstsein und Mut zum Glitzern.

So konnten sie auch frei entscheiden, ihr viertes Album nicht in einen Studiokomplex mit externem Produzenten (wie z.B. 2005 mit Depeche Mode Producer Gareth Jones) aufzunehmen. Flucht nach vorn, sich einen weiteren Traum erfüllen: Die Aufnahmen zu "Grandezza" führten sie mit eigenem mobilen Studio ins Pop-Exil in ein toskanisches Landhaus in der Nähe von Siena.

"Beim Recording auf eine der schönsten Landschaften Europas blicken zu können ist durchaus etwas Besonderes", meint Sänger und Songwriter Mik Tanczos. "Aber es lag ein kreatives Knistern in der Luft, es wurde nicht zu beschaulich. Man kann die leicht erhitzte Atmosphäre vielleicht am besten mit dem Film "Swimming Pool" aus den 60er Jahren vergleichen."

Zwischen Sehnsuchtsvoll und hypnotisch


Die Alternative-Band stammt aus Österreich (Bild: Commitment / Hoanzl)

Mik Tanczos hat das Album wie zuletzt auch "The Price of Zeitgeist" in Eigenregie produziert und gemischt. "Da wir mittlerweile für unsere Alben ganz klare Vorstellungen von Songs und Sound haben, kann ich es mir aktuell auch gar nicht anders vorstellen. Wir sind in der glücklichen Lage, die Produktion der Musik als integralen Bestandteil des kreativen Prozesses sehen zu können. Bei all der Reibung, die dabei natürlich auch entsteht, gehören die Aufnahmen in Italien zum Spannendsten und Intensivsten, was wir bis jetzt erlebt haben".

Inhaltlich ist "Grandezza" ein mitreißendes Statement geworden: Ein Aufruf, den Sorgenfalten des Lebens mit Weitblick und Chuzpe die Stirn zu bieten. Titel wie der Opener "Let's fool the world" oder die Ballade "A life in the sun" bringen das nicht nur zwischen den Zeilen zum Ausdruck. Mit "That's how it ends" ist ihnen der vielleicht zerbrechlichste Song ihrer Laufbahn gelungen und das sehnsuchtsvolle "Nights" oder das hypnotische "What you feel is what you are" repräsentieren die bekannt bombastische Seite der Band.

"Grandezza" ist somit das feine Destillat aus den Attributen, die Zeronic seit jeher ausmachen: erstklassige Songs, eine unverwechselbare Stimme und das gewisse Maß an Attitüde und Inszenierung, das Pop erst spannend macht. (cw/pm)