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Kommentare zu:
CDU-MdB: "Deutschland leidet nicht an Diskriminierung von Schwulen und Lesben"


#11 Burkhard KrauseAnonym
  • 03.10.2012, 12:51h
  • Na , da hat Micha Schulze total recht. Wenn man diesen Quatsch mit der angeblich zu niedrigen Geburtenrate in Deutschland mal weiter durchdekliniert, dann sind die Homos auch noch an den sinkenden Renten schuld - Fortpflanzungsunwilligkeit bzw Fortpflanzungsunfähigkeit. Da haben sogar die Nazis schon " bevölkerungshygienische" Schlüsse draus gezogen : Endstation Sachsenhausen.Aber diese Unverfrorenheiten werden ja täglich verbreitet und von einer angeblich aufgeklärten Öffentlichkeit auch noch willig nachgeplappert. Frankreich mit einer höheren Geburtenrate hat eine wesentlich höhere Arbeitslosigkeit und speziell Jugendarbeitslosigkeit. Vielleicht wäre eine sinkende Bevölkerung dem Land zuträglicher, denn nicht Arbeitslose zahlen in Rentensysteme ein sondern ausreichend entlohnte Beschäftigte. Nach der verqueren Logik des Herrn Vaatz müßte Indien eine Bombenrente bereitstellen und könnte sich noch großzügige Rechte für Homos leisten.
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#12 Timm JohannesAnonym
  • 03.10.2012, 12:56h
  • Herr Vaatz sollte sich schämen.

    Natürlich gibt es in Deutschland immer noch gesetztliche Diskriminierungen von homosexuellen Paaren.

    Während mittlerweile 11 Länder weltweit, davon 8 Länder in Europa die Ehe geöffnet haben, und nunmehr mit Frankreich das 12 Land hinzukommt, diskriminiert die Bundesregierung immer noch homosexuelle Paare.

    Insbesondere aber wird homosexuellen Paaren die Familiengründung erschwert. Weder ein gemeinschaftliches Adoptionsrecht nichtleiblicher Kinder noch die Erlaubnis von Leihmutterschaften sind in Deutschland möglich; in anderen Ländern hingegen ist dies der Fall. Hierdruch sind vor allem schwule Paare von einer Familiengründung in Deutschland blockiert.

    Wenn Herr Vaatz wirklich mehr Kinder in Deutschland haben möchte, dann sollt er endlich homosexuellen Paaren die gemeinschaftliche Adoption nichtleiblicher Kinder und Leihmutterschaften erlauben. Zwar ist dies nur ein kleiner Beitrag zu mehr Kindern in Deutschland, aber innerhalb der Gruppe der homosexuellen Menschen wäre zumindest einigen Paaren dann eine Familiengründung möglich.

    -----

    Daneben ist es eine Frechheit und Unverschämthiet dieses Thema "zu wenige Kinder" in Deutschland an der kleinen Minderheitengruppe der homosexuellen Menschen festzumachen.

    Erstens wenn man schon national argumentiert, denn weltweit gibt es eher viel zu viele Kinder und die Bevölkerungsexplosion reißt den Planten in den Abgrund, dann sollte man die wahren Ursachen bekämpfen.

    Und dazu gehören vor allem mehr kostenlose Kitaplätze für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Heute arbeiten in der Regel beide Elternteile. Nicht überall in Deutschland stehen Kitaplätze zur Verfügung.

    Zweitens die Entscheidung zum 3. und 4. Kind kommt nicht mehr. Die Eltern machen nach dem 2. Kind Schluss. Hier gilt es höhere finanzielle Anreize gerade beim Kindergeld für das 3. und 4 Kind zu setzen.

    Drittens auch eine Möglichkeit ist es, bei dem 4. oder 5. Kind gesetzlich den Eltern zu ermöglichen, das Geschlecht vorab bestimmen zu lassen. Denn manche Eltern würden ein weiteres Baby wollen, wenn sie zu ihren beiden Jungs sicher als 3. Kind ein Mädchen hätten oder zu ihren beiden Mädchen sicher als 3. Kind einen Jungen hinzubekämen. Diese Geschlechtsbestimmung ab dem 3. Kind ("nicht bei den ersten beiden") würde ich als gesetzliche Ausnahme erlauben, um Familien mit mehr Kinderanzahlen zu ermöglichen.

    Viertens ganz wichtig natürlich: ein sicherer Arbeitsmarkt für Eltern.

    Und fünftens es bedarf kürzerer Universitätszeiten für Akademikerinnen.

    Weitere Punkte liessen sich ergänzen, wie national die Kinderanzahl wieder erhöht werden könnte.
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#14 Timm JohannesAnonym
  • 03.10.2012, 13:18h
  • Antwort auf #13 von WELTBANK
  • @Weltbank
    Wenn du auf die internationale Situation auf der Erde anspielst, dann nur folgende Daten zum MERKEN:

    *
    de.wikipedia.org/wiki/Bev%C3%B6lkerungsexplosion

    Wir haben letztes Jahr auf der Erde die 7 Milliarden Grenze überschritten. Als Datum gab die UNO in ihren Berechnungen den 31. Oktober 2011 an. Die UNO erwartet bei mittlerer Projektion bis 2025 8,0 Milliarden und bis 2050 9,2 Milliarden Menschen.

    -----------

    Aber national gesehen schaut es anders aus, wenn man nur auf Deutschland seinen Blick richtet und da gibt es mehrere Lösungen, wie die Geburtenrate wieder in Deutschland erhöht werden kann. Einige Punkte hatte ich bereits genannt.

    Wer national denkt, der muss diese Punkte lösen, wer international denkt, der sollte eher auf der Erde dafür Sorge tragen, weniger Kinder zu ermöglichen (siehe Ein-Kind-Politik in China).

    Persönlich denke ich eher bei diesem Thema national, denn ich möchte das in Deutschland "nicht die Lichter ausgehen" und Deutschland ein Land mit vielen Kindern bleibt. Dies allein über Einwanderung von ausländischen Familien zu lösen, ist nicht für mich die beste Lösung.

    ---
    Im übrigen Herr Vaatz ignoriert schlichtweg die Studien zu Regenbogenfamilien und nebenbei haut er auch noch allen Alleinerziehenden einen "in die Fresse", indem er davon redet, dass Kinder Vater und Mutter benötigen, damit sie glücklich sind. Das ist schlichtweg falsch, Herr Vaatz.

    Kinder wachsen auch sehr glücklich mit zwei Müttern oder mit einer Mutter auf. Es geht auch ohne einen Mann in der Erziehung, damit Kinder glücklich aufwachsen.
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#15 spontiAnonym
  • 03.10.2012, 13:24h
  • den zusammenhang von gleichstellung und fehlenden kindern kann ich nicht verstehen,
    es sei denn, man will verhältnisse wie früher.

    da heirateten viele schwule aus angst vor entdeckung und zeugten kinder. will die cdu das??
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#16 finkAnonym
  • 03.10.2012, 13:32h
  • Antwort auf #5 von Peer
  • "glaubt er ernsthaft, dass Schwule und Lesben plötzlich hetero werden und Kinder zeugen, wenn man sie diskriminiert?"

    nun ja, in gewisser weise ist dieser effekt ja nicht einmal zu leugnen. wie viele menschen gibt es immer noch, die ihre eigentlichen sexuellen wünsche soweit verleugnen oder verdrängen, dass sie heiraten und kinder in die welt setzen? nur, weil sie auf keinen fall "unnormal" sein wollen?

    die frage ist aber natürlich: wer kann so etwas ernsthaft wollen?

    ich bin ja meistens dafür, mit der sogenannten "nazikeule" sehr sparsam umzugehen. aber angesichts der unverhohlen populations-biologistischen diskussionsbeiträge, die uns da in den letzten wochen wieder um die ohren fliegen (der sinn von politik und ethik ist allein, die population zu vergrößern! alles, was diesem ziel nicht dient, ist schlecht!) darf man meines erachtens ruhig noch deutlicher daran erinnern, in welche historische gesellschaft sich diejenigen begeben, die so argumentieren.

    erschreckend finde ich, dass offenbar die breite öffentlichkeit gar nicht wahrnimmt, was da gerade ungeheuerliches in der politischen debatte passiert.
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#17 finkAnonym
  • 03.10.2012, 13:36h
  • Antwort auf #12 von Timm Johannes
  • "Diese Geschlechtsbestimmung ab dem 3. Kind ("nicht bei den ersten beiden") würde ich als gesetzliche Ausnahme erlauben, um Familien mit mehr Kinderanzahlen zu ermöglichen."

    wieder einmal öffnest du mit einem nebensatz eine falltür in bodenlose abgründe. wie soll das denn bitte passieren? durch abtreibung aufgrund des geschlechtes? durch in-vitro-selektion?

    und welches wunschkind-kriterium dürfen wir den eltern als nächstes garantieren? die augenfarbe?
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#19 Timm JohannesAnonym
  • 03.10.2012, 14:13h
  • Antwort auf #17 von fink
  • @fink
    " wieder einmal öffnest du mit einem nebensatz eine falltür in bodenlose "

    Ich weiß, es ist ein schwieriges Kampfthema, fink.

    Diese Ausnahme der Geschlechtsbestimmung ab dem 3. Kind bei Eltern die bereits zwei Töchter oder zwei Söhne haben, halte ich auch nur als gesetzliche Ausnahme zulässig, wenn bei der Erhöhung der Geburtenrate "nichts anderes mehr hilft". ABER erst kommen natürlich die anderen von mir aufgeführten Gründe erstmal dran, um die Geburtenrate zu erhöhen (Sicherung der Arbeitsplätze für Eltern, kürze Universitätszeiten für Akademikerinnen, mehr Kindergeld ab dem 3. Kind, flächendeckender Ausbau kostenloser Kitaplätze).

    Und natürlich bin ich gegen Ausweitungen, was Augenfarbe, Haarfarbe, usw. angeht, fink. Und es ist ein schwieriges Thema. ABER da ich durchaus Familien kenne, die nur Töchter oder nur Söhne hatten (5 oder 6 davon) , bin ich doch davon überzeugt, dass bei solchen Familienkonstellationen hier eine Ausnahme bei der Geschlechtsbestimmung ab dem 3. Kind ("nicht bei den ersten beiden" !) gemacht werden sollte. Hier wünschten sich so gerne Eltern zu ihren drei Söhnen eine Tochter bzw. umgekehrt zu ihren drei Töchtern einen Sohn und da bin ich der Meinung, dass der Gesetzgeber diesem Elternwunsch ab dem 3. Kind nachkommen sollte, indem die Geschlechtsbestimmung als AUSNAHME erlaubt wird.
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#20 alexander
  • 03.10.2012, 14:14h
  • darf man einem vater mit diesen ansichten überhaupt 4 kinder anvertrauen? (zur erziehung???)
    wie wäre es denn mit einem befähigungsnachweis für heteros, auf das recht zur zeugung ?
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