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  • 03.10.2012           2      Teilen:   |
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Rosarote Jahreszeit in Hongkong

Einer der Höhepunkte der "Pink Season" in Hongkong: schwule Bootsparty "Floatilla" - Quelle: Pink Season
Einer der Höhepunkte der "Pink Season" in Hongkong: schwule Bootsparty "Floatilla" (Bild: Pink Season)

In der chinesischen Metropole hat das zweimonatige LGBT-Festival "Pink Season" begonnen. Eine neue Smartphone-App hilft Touristen, sich in der Stadt zurechtzufinden.

Von Martin Aldrovandi

Hongkongs Lan Kwai Fong-Bezirk ist in der Szene wohl bekannt, Einheimische und Besucher tummeln sich gleichermaßen in den Bars und Clubs des Ausgehviertels. Was dagegen die Sichtbarkeit von Schwulen und Lesben angeht, lag Hongkong lange hinter anderen Städten in der Region zurück.

An der bescheidenen Pride-Parade etwa nahmen im vergangenen Jahr gerade mal 2.000 Menschen teil, viele davon aus dem Ausland – ein Bruchteil im Vergleich zum Pride in Taipeh mit insgesamt 50.000 Teilnehmern. Doch nun will die Metropole am Perlflussdelta aufholen: mit der "Pink Season", nach eigenen Angaben das größte Gay-Festival des Kontinents.

Am Samstag wurde die "Pink Season" mit einer großen Party offiziell eröffnet, bis Anfang Dezember sind über 30 Events geplant. Zu den Höhepunkten gehört die Floatilla am kommenden Wochenende. Auf gemieteten Booten, auf denen noch ein paar wenige Plätze frei sind, soll am Sonntag Hongkongs größte Party auf dem Wasser stattfinden. Die Schiffe steuern den Power Station Beach auf der Insel Lamma an, wo weiter gefeiert wird.

Am Wochenende darauf geht es in der Kanton-Oper "Traum der Meerjungfrau" um Transsexualität und Mitte November haben die Veranstalter Gay Days im Disneyland organisiert, inklusive roten T-shirts und Mickey-Mouse-Ohren. Außerdem gibt es eine Fotoausstellung, ein Volleyballturnier, die Wahl des Mr. Gay Hongkong und die chinesischen Pole-Dancing-Meisterschaften. Bis auf die Kanton-Oper würden alle Veranstaltungen auch auf Englisch moderiert, sagt "Pink Season"-Koordinator Tey Her Lim. Ausländische Besucher seien ausdrücklich willkommen.

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Mit Smartphone-App durchs schwule Hongkong

Ebenfalls beliebt: die "Gay Days" in Hongkongs Disneyland - Quelle: Pink Season
Ebenfalls beliebt: die "Gay Days" in Hongkongs Disneyland (Bild: Pink Season)

Wer sich in Hongkongs Gay-Szene noch nicht so gut auskennt, dem empfehlen die Veranstalter die neue Smartphone App pinkdollar Fast gleichzeitig mit dem Festival wurde sie lanciert und soll homofreundliche Geschäfte, Restaurants und Bars in der Umgebung anzeigen. Die App-Benutzer können die besuchten Geschäfte anschließend nach deren Homo-Freundlichkeit bewerten. Das Unternehmen "pinkdollar" tritt auch als Sponsoring-Partner des Festivals auf; die App soll den Besuchern nämlich helfen, die verschiedenen Events zu finden.

Finanzielle Unterstützung hat das Festival in diesem Jahr auch von der Barclays Bank erhalten, außerdem wirbt das Hongkonger Tourismusbüro für die Veranstaltungen.

Doch auch neben dem rosaroten Festival hat Hongkong einiges für homosexuelle Reisende zu bieten. Die "Pink Season"-Veranstalter empfehlen etwa einen Besuch im "Propaganda", dem wohl bekanntesten Schwulen-Club Hongkongs – mitten im Lan Kwai Fong-Vergnügungsviertel. Ebenfalls auf Hongkong Island befindet sich der neue In-Bezirk der Stadt: Sheung Wan mit seinen alternativ-schicken Restaurants, Gallerien und Cafés gehört auch für Schwule und Lesben derzeit zum angesagtesten Viertel Hongkongs.

Heiratsprämie sorgt für Kopfschütteln

Natürlich stehen im Rahmen von "Pink Season" auch Drag-Shows auf dem Programm - Quelle: Pink Season
Natürlich stehen im Rahmen von "Pink Season" auch Drag-Shows auf dem Programm (Bild: Pink Season)

Die Nachricht des Hongkonger Tycoons Cecil Chao, der eine Heiratsprämie von umgerechnet 50 Millionen Euro auf seine lesbische Tochter ausgesetzt hat (queer.de berichtete), sorgt derzeit auch in Hongkong für Kopfschütteln. Chao habe damit der Gay Community eigentlich einen Gefallen getan, findet "Pink Season"-Koordinator Tey Her Lim. Die damit ausgelöste Diskussion zeige, wie absurd das Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen in Hongkong sei.

Dass in in der chinesischen Sondervewaltungszone schon bald die Ehe geöffnet wird, erwartet er dagegen nicht. Auch der langjährige Schwulenaktivist Tommy Jai sagt, dass Hongkong noch nicht so weit sei. Aber auch er ist optimistisch, hat sich in letzter Zeit doch einiges getan, in einer Stadt, in der Homosexualität erst seit rund 20 Jahren legal ist.

So hat die chinesische Sonderverwaltungszone seit vergangenem Monat etwa ihren ersten offen schwulen Abgeordneten. Der ehemalige TV- und Radiomoderator Raymond Chan outete sich nach seiner erfolgreichen Wahl in den Medien (queer.de berichtete). Der frischgebackene Parlamentarier will sich nun für ein Gesetz stark machen, das die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung verbietet.

Links zum Thema:
» Mehr Infos auf der "Pink Season"-Homepage
» Smartphone-App "pinkdollar"
Mehr zum Thema:
» Gay and gayfriendly Hotels buchen
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Tags: hongkong, hong kong, pink season
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Reaktionen zu "Rosarote Jahreszeit in Hongkong"


 2 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
03.10.2012
12:48:47


(-1, 1 Vote)

Von Fred i BKK


....ja ,da kann man neidisch werden....
im ach so schwulen Bangkok mit geschaetzt fast 20 Millionen Bewohnern , mit hundertausend
Schwulen.,Lesben,Bi und Transgendern...

CSD ,,, mai mi -no have

Bangkok Pride ..mai mi -no have

Pink Season ...mai mi - no have...

reg. Partnerschaft oder gar Eheoeffnung...

eher kackt ein Kamel auf den Mars....


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#2
03.10.2012
18:08:54


(0, 0 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Stammt aus Hongkong nicht diese Knallscharge mit der lesbischen Tochter? Daß diese Stadt jetzt auch noch ein queeres Festival ausrichtet, ist der Gipfel der Geschmacklosigkeit! Mich wundert es ja, daß die diktatorische Zentralregierung in Peking dieses Treiben nicht verboten hat! Da lohnt sich doch das Warten auf Reykjavik 2013!


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