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  • 08. Oktober 2004, noch kein Kommentar

Er sieht fantastisch aus und hat eine geile Stimme. "Passos" heißt das Album des schwulen Portugiesen, der bald auch auf Tour kommt.

Von Jan Gebauer

Manche Künstler sind mit allem gesegnet, was einen richtigen Star ausmacht: eine schöne ausdrucksstarke Stimme, eine charismatische Ausstrahlung und nicht unerheblich, gutes Aussehen. Telmo Pires ist mit allem gesegnet und hurra, er ist sogar schwul. Ein schwuler Portugiese, der in Deutschland lebt und von hier den leidenschaftlichen Fado aus seiner Heimat in die Welt verbreitet. Schwermut schwingt in den Zeilen mit, die Pires singt. Der Fado, die balladeske, dramatische Musik aus Portugal handelt hauptsächlich von Liebe und nicht gerade von der himmelhochjausenden. Fado wird auch als Nachtmusik bezeichnet, da die "Saudade" (Sehnsucht) erst bei der Intimität von Dunkelheit und Ruhe zum Ausdruck kommt.

Genau diese Gefühle kann der Sänger mit seiner Ausnahme-Stimme einfangen. Samtig umhüllt sie seine Lieder, von denen besonders das von Pires selbstgeschriebene "Aventureiro", das an Eurovisionshymnen erinnernde "Louco" und das hochdramatische "Cancao do mar" gefallen. Erwähnenswert ist auch die erotische Rumba "Fado teu", die er der Fado-Legende Amália Rodrigues gewidmet hat. Die kleine Besetzung von Musikern, die den Sänger unterstützt, macht ihre Arbeit ebenfalls ausgezeichnet und trägt zum intimen Charakter von "Passos" bei. Wie schrieb die Zeitung "Die Welt" kürzlich über seine Musik: "Telmo Pires ist ein Magier seines Genres. (...) Noch mag er als Insidertipp gelten, aber 'adieu tristesse' bestimmt nicht mehr lange".

Bald können sich Interessierte auch wieder live von dem Können des Künstlers überzeugen. Vom 3 bis 31. Oktober wird Telmo Pires in handverlesenen Konzerten die Titel seines Albums vorstellen. Die genauen Daten können der Seite seiner Plattenfirma Traumton entnommen werden.

Portrait:

Telmo Pires wurde 1972 in Bragança im Norden Portugals geboren. 1974 ließen sich seine Eltern im Ruhrgebiet nieder. Hier wuchs Telmo Pires auf, ging zur Schule (deutscher und portugiesischer Unterricht) und machte das Abitur. 1992 erhielt der Sänger ein erstes Engagement als Schauspieler am "Kleinen Theater" in Essen. Drei Jahre später gab er sein Musik-Debüt mit dem ersten Solo-Programm ("Duo mit Pianist"); es folgen die ersten Konzerte im Ruhrgebiet und Umgebung. 1997 präsentierte Pires mit dem Programm "Chansons – Fado - Lieder” ein fünfsprachiges Programm mit dem er auch über die Grenzen des Ruhrgebiets Erfolge verzeichnete. Seine erste CD nahm er im Jahre 1998 auf ("Telmo Pires"). Daraufhin begann die Zusammenarbeit mit dem Flamenco Star-Gitarrist Rafael Cortés. Erste gemeinsame Konzerte und Fernsehauftritte schlossen sich an. 2000 folgte Pires der Einladung zu einem Auftritt bei der EXPO 2000 in Hannover als multikultureller Botschafter des Landes NRW. Seine zweite CD "Canto”, deren Premiere im Berliner Tränenpalast gefeiert wurde, erhielt ausgezeichnete Kritiken. Es folgten bundesweite Konzerte und der Umzug in die Hauptstadt. 2002 hatte das rein portugiesische Programm "Fado azul” im Tränenpalast unter der Schirmherrschaft der Botschaft von Portugal in Berlin Premiere.