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"Ich bin ein stolzer schwuler Mann"

Profi-Boxer outet sich


Orlando Cruz kämpft nun auch gegen Homophobie

Der puertoricansche Profi-Boxer Orlando Cruz hat sich in einer Presseerklärung als schwul geoutet. In dem kurzen Statement, dem ein ausführliches TV-Interview folgen soll, sagte der 31-Jährige, er sei ein "stolzer schwuler Mann".

Cruz, der 2000 für sein Land bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney antrat, steht derzeit auf Platz vier der Weltrangliste im Federgewicht (bis rund 57 Kilo). Von 21 Profi-Kämpfen hat er 18 gewonnen, davon neun mit einem Knock-out, und zwei verloren. 2008 holte er den ersten Weltmeister-Titel der WBO. Bei seinem nächsten Kampf am 19. Oktober gegen Jorge Pazos in Florida will er seine Nordamerika-Führung verteidigen und den Kampf um einen erneuten Weltmeistertitel fortführen.

"Ich kämpfe seit über 24 Jahren und während ich meine ansteigende Karriere fortführe, möchte ich die Wahrheit nicht verschweigen", schrieb Cruz in der Erklärung. "Ich möchte das beste Vorbild sein für Kinder, die überlegen, eine Karriere im Box-Sport zu beginnen."

Ein Coming-out als Vorbild

"Ich war und werde immer ein stolzer Puertoricaner sein", so Cruz weiter. "Ich war immer und werde immer ein stolzer schwuler Mann sein." Es ist das erste Coming-out eines aktiven Profi-Boxers, in einem Interview mit dem TV-Sender Telemundo will der Sportler in den nächsten Tagen mehr zu seinem Schritt sagen.

Boxen gilt als homophobe Sportart. Erst im Mai hatte der siebenfache Boxweltmeister und Multimillionär Manny Pacquiao öffentlich die Homo-Ehe kritisiert und einen Bibelvers zitiert, in dem die Todesstrafe gefordert wird (queer.de berichtete). Wenige Monate zuvor hatte der brasilianische Weltmeister Antônio Rodrigo Nogueira erklärt, keine Schwulen trainieren zu wollen (queer.de berichtete)

Der amerikanische Mittelgewicht-Profiboxer Emile Griffith hatte sich etliche Jahre nach seinem Karriereende 1977 als bisexuell geoutet. Er wurde besonders bekannt durch einen besonders gewalttätigen Boxkampf 1962 im Madison Square Garden. Griffith schlug seinem Konkurrenten, den Kubaner Benny Paret, noch mehrfach gegen den Kopf, als dieser bereits bewusstlos war. Paret erlag später seinen Verletzungen. Im Jahr 2005 berichtete "Sports Illustrated", dass Paret Griffith vor dem Spiel als maricón bezeichnet hatte, dem spanischen Equivalent von "Schwuchtel". (nb)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 FeendracheProfil
  • 04.10.2012, 18:08hLeipzig
  • Er tut das was sich so viele Sportler nie wagen würden, Hut ab vor ihm ^^
    Ich verstehe den Sinn und zweck von Boxen zwar nicht, aber wenn er noch lange erfolgreich bleibt und seine Gegner anständig vermöbelt, dann ist das doch mal ein schlagfertiger schwuler Mann *Flachwitz*
    Nein ganz ehrlich, solche Leute sind wirklich Vorbilder und ich bin mir sicher das er das Richtige tut, vor allem für die Psyche ist es immer besser wenn man zu dem steht was man ist und sich nicht verkriecht.
    Hoffe der gute bleibt noch ne weile dabei.
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#3 DerCheckerAnonym
#4 YannickAnonym
  • 04.10.2012, 19:41h
  • Respekt!

    Da kann sich manch anderer schwuler Sportler mal ein Beispiel dran nehmen...

    Und das auch noch in einem Land, wo es nicht so einfach ist wie z.B. hier.

    Boxen ist zwar nicht mein Ding, aber ihm gehört mein voller Respekt!
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#5 MinkAnonym
  • 04.10.2012, 19:50h
  • Respect: "I’ve been fighting for more than 24 years and as I continue my ascendant career, I want to be true to myself. I want to try to be the best role model I can be for kids who might look into boxing as a sport and a professional career. I have and will always be a proud Puerto Rican. I have always been and always will be a proud gay man."
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#6 David JacobAnonym
  • 04.10.2012, 20:02h

  • Also erstmal echt Respekt und vorallem Danke! Ich finde dies könnte auch den Stein ins Rollen bringen für versteckte Homosexuelle im Fußball, da ich finde, dass Boxen doch schon ein viel männlicherer Sport ist, wenn man es mal von dieser oberflächlichen Seite sehen will. Denn diejenigen, die immer vor Outings von Bundesligaspielern warnen, rechtfertigen dies ja auch immer unter anderem mit diesem oberflächlichen Argument.
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#7 David JacobAnonym
#8 alexander
#9 paren57Ehemaliges Profil
  • 04.10.2012, 21:06h
  • Mutig. Sollte aber auch eine Eigenschaft sein, die in diesen Kreisen ankommt.
    Und wichtig. Zeigt es doch: Schwule gibt es überall, queerbeet durch die ganze Gesellschaft, von hart und rauh bis weich und sanft.
    Ob allerdings eine Sportart, in der man sich gegenseitig eins auf die Nase gibt, als role model für die Gesellschaft insgesamt taugt, sei mal dahingestellt. Insofern möchte man einerseits "Weiter so!" sagen, aber irgendwie bleibt einem das dann doch im Halse stecken.
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#10 NightlifeAnonym
  • 05.10.2012, 15:54h
  • Super und mutig.

    Aber kann mir jemand erklären warum die diese Stramplerhosen anhaben in denen die wie Riesenbabys aussehen?
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