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  • 08.10.2012           43      Teilen:   |

Homophobie

Berlin: Schwules Paar in U-Bahn angegriffen

Das schwule Paar küsste sich am Bahnhof Kottbusser Tor - Quelle: onnola / flickr / cc by-sa 2.0
Das schwule Paar küsste sich am Bahnhof Kottbusser Tor (Bild: onnola / flickr / cc by-sa 2.0)

Zwei schwule Männer sind am Wochenende in Berlin von zwei Unbekannten attackiert worden. Die Beiden erlitten Verletzungen.

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei in der Nacht von Freitag auf Samstag im Ortsteil Kreuzberg. Die 24 und 25 Jahre alten Männer hatten sich gegen 23:35 Uhr im Zug der Linie 8 im U-Bahnhof Kottbusser Tor mit einem Kuss begrüßt und wurden daraufhin von zwei Unbekannten angesprochen und beleidigt. Als die beiden Opfer dann den Zug am U-Bahnhof Schönleinstraße verlassen hatten, folgten ihnen die Unbekannten, schubsten sie und schlugen noch auf dem Bahnsteig unvermittelt auf sie ein.

Die beiden schwulen Männer wurden bei dem Angriff verletzt und mussten sich in ärztliche Behandlung begeben. Die Täter flüchteten hingegen unerkannt in Richtung Böckhstraße. Das Landeskriminalamt hat inzwischen die weiteren Ermittlungen übernommen.

Fortsetzung nach Anzeige


Serie von Übergriffen

Aus Berlin werden immer wieder Überfälle aufgrund von Homophobie gemeldet. Erst vor knapp zwei Wochen war ein schwuler Mann im Volkspark Friedrichshain wegen seiner sexuellen Orientierung von vier Jugendlichen angegriffen worden (queer.de berichtete).

Die rot-schwarze Landesregierung hatte erst im August erklärt, sie werde vermehrt gegen homophobe Übergriffe vorgehen. So werde eine Spezialabteilung in Berlin künftig homophobe Straftaten gesondert bearbeiten. Opfer von Gewalt erhalten mit Oberstaatsanwältin Ines Karl außerdem eine feste Ansprechpartnerin (queer.de berichtete).

Dem schwulen Antigewaltprojekt Maneo wurden 2011 insgesamt 422 Übergriffe gemeldet, die aus schwulenfeindlicher Motivation begangen worden sein sollen – in 201 Fällen konnte ein homophober Hintergrund nachgewiesen werden (queer.de berichtete). Die dominierenden Deliktformen waren einfache Beleidigungen (30 Prozent), einfache und gefährliche Körperverletzungen (21 Prozent) sowie Nötigungen und Bedrohungen (17 Prozent). Neben Schöneberg war Kreuzberg das Zentrum der homofeindlichen Gewalt (queer.de berichtete). (cw)

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Tags: gewalt, berlin
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Reaktionen zu "Berlin: Schwules Paar in U-Bahn angegriffen"


 43 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
08.10.2012
12:37:24
Via Handy


(+2, 4 Votes)

Von suspekt


das pack traut sich wieder...erlebe nur ich es so oder erleben wir eine zunehmende radikalisierung in allen bereichen?


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#2
08.10.2012
13:00:36


(+7, 13 Votes)

Von Neue Mitte


Die (hetero-) sexistische Dauer-Indoktrination durch die Kapitalisten und ihren Staat wirkt!

Link zu www.sueddeutsche.de


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#3
08.10.2012
13:01:52


(0, 8 Votes)

Von Timm Johannes
Antwort zu Kommentar #1 von suspekt


Immer ein Fotohandy mitnehmen und Fotos in solchen Fällen machen, wenn es irgendwie geht. Gar nicht erst auf die Beleidigungen reagieren, sondern diese Typen fotografieren, um die Bilder bei der Polizei dann zur Täteridentifizierung vorlegen zu können. Fotografieren schreckt zudem viele Täter von einer weiteren Eskalierung ab.


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#4
08.10.2012
13:02:05


(+9, 9 Votes)

Von XX1XX


Ja, leider.
Aber genau das zeigt, dass wir langsam wieder damit anfangen sollten zu lernen, uns selbst zur Wehr setzen zu können.


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#5
08.10.2012
13:05:25
Via Handy


(+3, 9 Votes)

Von Sebi


Wenn einem Schwulenküsse nicht gefallen kann man auch einfach wegschauen und muss keine Menschen anpöbeln oder gar verprügeln. Ich kann zb nicht nachvollziehen was manche Heten an Lesbenküssen erotisch finden, trotzdem würde ich nie auf die Idee kommen Lesben anzupöbeln nur weil deren Kuss nicht meinem Geschmack entspricht.


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#6
08.10.2012
13:31:16


(-7, 15 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Neue Mitte


"Die (hetero-) sexistische Dauer-Indoktrination durch die Kapitalisten und ihren Staat wirkt!"

Was für ein unsäglicher Quark, den du da schreibst!

Für Homophbie sind in allererster Linie die Priester, Pastoren, Metropolite, Päpste und Imams dieser Welt verantwortlich.


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#7
08.10.2012
13:40:42


(+3, 5 Votes)

Von Fred i BKK
Antwort zu Kommentar #3 von Timm Johannes


...denke das klappt nicht...den zuerst nehmen sie dir das Handy weg und dann bekommst du noch die Tresche dazu....
...des Nachts nicht alleine ,besser in Gruppe losziehen.....

hier in Asien kaufen sich viele fuer umger. 20 Euro einen "Schocker" ,vielleicht sollte jeder des Nachts wenigstens ein starkes Pfefferspray in der Tasche haben......


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#8
08.10.2012
13:46:26


(-1, 5 Votes)

Von Sveni-Maus
Antwort zu Kommentar #5 von Sebi


Lesbenküssen sind ja okay, aber Heten? Igitt, da wird mir wirklich übel!
Lesben sind einfach nicht erotisch für mich, so wie zwei kleine Häschen die sich knuddeln aber schon ganz süß.
Aber ein Mann und eine Frau? Ist ja genauso ekelig wie Menschen, die ihre Hunde oder Katzen Knutschen *bäh*

:-)


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#9
08.10.2012
13:52:13


(-10, 12 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Wenn sich in der Berliner U-Bahn mitten in der Nacht zwei Schwule küssen, sind sie entweder betrunken, bekifft oder sie kommen vom Land und haben gehört, dass Berlin ja so tolerant sein soll....
Kein Berliner, der klar im Kopf ist, würde mitten in der Nacht in der U-Bahn so unvorsichtig sein. Berlin ist nicht Papenburg!


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#10
08.10.2012
13:53:42


(+7, 13 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #3 von Timm Johannes


das handy rauskramen und die täter direkt in die fresse fotografieren? klar, sowas deeskaliert natürlich ganz super.

und wer kein handy dabei hat, der kann ja flink die staffelei herauskramen und ein portrait in öl anfertigen. sicher wird das gewaltbereite model dafür gern seine faust ein paar stunden in der bewegung stillhalten...


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