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Bären und ihre Liebhaber denken nach über die Homo-Ehe (Bild: homochrom/"Bearcity 2")

Die zweite Ausgabe des schwul-lesbischen Filmfestivals startet am 19. Oktober in Köln, eine Woche später folgt Dortmund. Die Highlights im Überblick.

Von Carsten Weidemann

Nach dem Erfolg des 1. Filmfests homochrom 2011 wird das einzige schwul-lesbische Filmfestival des Rhein-Ruhr-Gebietes in diesem Jahr noch etwas besser. Am 3. Oktober-Wochenende in Köln und am darauf folgenden in Dortmund zeigen die Veranstalter ein ausgewähltes Programm mit einem Großteil an Premieren, namhaften Darstellern, mit Gästen in beiden Städten, Publikumspreisen und Festivalpartys. Neben einem Schwerpunkt auf südostasiatische Filmkunst widmet sich der Event mit den Eröffnungs- und Abschlussfilmen dem nach wie vor heiß diskutierten Thema "Homo-Ehe".

So geht es zum Start in der Deutschland-Premiere des US-Spielfilms "The Perfect Family" um einen Familienclan, der sämtlichen kirchlichen Vorschriften widerspricht und dann Besuch vom Bischof bekommt (gespielt vom Dornenvögel-Pater und schwulen Schauspieler Richard Chamberlain). In "Bearcity 2" macht der beziehungsscheue Roger seinem jungen Freund Tyler einen Antrag.

Aus Thailand und Indonesien stammen die südostasiatischen Beiträge. Die transsexuelle Regisseurin Tanwarin Sukkhapisit erzählt in "It Gets better" drei Episoden: Tonmai will die geerbte Schwulenbar verkaufen und verliebt sich in Ladyboy Tonlew (Bell Nuntita von "Thailand's-Got-Talent"); die transsexuelle Saitarn (Penpak Sirikul) lernt einen wesentlich jüngeren Automechaniker kennen; Din soll Mönch werden, fühlt sich aber seinem Mentor nahe. "She – tHEiR Love Story" erzählt zwei Storys aus dem bislang eher unauffälligen und unbekannten lesbischen Leben Thailands. "Madame X" aus Indonesien ist eine Superhelden-Fabel, in der ein schwuler Friseur mit High Heels und Schminkkoffer gegen Homophonie kämpft.

Klaus Nierhoff, Joe Conti und Margaret Cho sind Gäste


Schräges aus Indonesien: Madame X (Bild: homochrom)

Als Gäste werden erwartet: Die bisexuelle Stand-Up-Comedian Margaret Cho, die in Köln ihren Konzertfilm "Cho Independent" präsentiert. US-Schauspieler Joe Conti aus "Bearcity 2" wird in Köln und Dortmund zu Gast sein. Außerdem präsentiert Lindenstraßen-Schauspieler Klaus Nierhoff in Köln das Webserien-Projekt "Julian – Junge Liebe anders", in dem er einen Vater spielt. In Dortmund wird ein ähnliches Jugendprojekt vorgestellt: "Verqueere Welten 2.0" berichtet davon, welche Erfahrungen schwul-lesbische Jugendliche im Ruhrgebiet machen.

Wie im vergangenen Jahr gibt es auch dieses Mal wieder Publikumspreise. Die "Chromies" werden für den besten Spielfilm und den besten schwulen wie lesbischen Kurzfilm vergeben. Die Zuschauer entscheiden, die von einer sehr prominenten Person aus NRW zum Besuch des Festivals animiert werden: "Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern schöne Stunden mit außergewöhnlichen Filmen bei der zweiten Ausgabe von homochrom". Das schreibt NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD).



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