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Aubrey Levin muss sich wegen sexuellen Missbrauchs von Patienten verantworten

Ein Psychiater, der einst im Apartheids-Südafrika schwule Soldaten mit Elektroschocks heterosexuell machen wollte, muss in seiner neuen Heimat Kanada wegen sexueller Belästigung von Patienten vor Gericht.

Der 72-jährige Aubrey Levin muss sich ab kommenden Mittwoch in Calgary wegen sexueller Übergriffen auf mindestens zehn männlichen Patienten verantworten. Die meisten der Opfer waren kanadische Häftlinge, die er als Gefängnisarzt behandelt hatte. Ein Gericht hat laut CTV am Dienstag entschieden, dass Levin verhandlungsfähig sei und sich dem Verfahren stellen müsse. Seine Anwälte hatten argumentiert, ihr Mandant könne aus gesundheitlichen Gründen keine Verhandlung durchstehen, weil er inzwischen an fortgeschrittener Demenz leide.

Dem prominenten Professor der Universität von Calgary wurde bereits 2010 die Zulassung entzogen, nachdem ein 36-Jähriger einen sexuellen Übergriff Levins heimlich gefilmt hatte. Bereits zuvor hatten sich mehrere Opfer bei der Polizei gemeldet, denen die Beamten aber nicht glaubten. Inzwischen haben 30 mutmaßliche Opfer gegen den Professor ausgesagt.

Youtube | TV-Bericht vor der Entscheidung der Jury, dass Levin verhandlungsfähig ist

Brutaler Homo-Heiler in Südafrika

Der Psychiater zog 1995 von Südafrika nach Kanada und ist dort inzwischen eingebürgert worden. Während des Apartheid-Regimes spielte er eine fragwürdige Rolle als Armeearzt: In Militärkliniken und Umerziehungslagern arbeitete er als hochrangiger Psychiater. Damals zählte unter anderem zu seinen Aufgaben, schwule Soldaten von ihrer "abweichenden" sexuellen Orientierung zu "heilen". Er nutzte eine brutale Elektroschock-Therapie. Hier zeigte er den Patienten pornografische Bilder und fügte ihnen gleichzeitig Schmerzen zu. Viele Patienten erlitten bei der "Behandlung" bleibende Schäden. Seine Ruchlosigkeit brachte dem Mediziner den Spitznamen "Dr. Schock" ein.

Levin soll schwule Patienten auch einer zwangsweisen chemischen Kastration unterzogen haben. Hier wird mit einer medikamentösen Behandlung die Libido unterdrückt. Die Wahrheits- und Versöhnungskommission, die in den 1990er Jahren die Verbrechen des Apartheidsregimes untersuchte, warf dem Psychiater "schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen" vor. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 FelixAnonym
  • 11.10.2012, 17:19h
  • Ein Verbrecher, der nur von sich selbst ablenken will!

    Diese wahnsinnigen "Homoheiler" müssen endlich gestoppt werden!
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#3 Lapushka
  • 11.10.2012, 18:09h
  • Immer wieder dasselbe mit denen.
    Anonymous sollte sich bei jedem homophoben Politker oder "Heiler" oder sonstigem exzessiv Homophoben mal in die Festplatte hacken und gucken was dort an Bildern, Videos und Webseiten gespeichert ist. Das Ergebnis wäre sicher (nicht) überraschend.
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#4 BjörnarAnonym
  • 11.10.2012, 19:03h

  • Und wieder bestätigt sich geradezu klischeehaft der angenommene Zusammenhang zwischen Homophobie und verdrängter Homosexualität.
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#5 Roman BolligerAnonym
  • 11.10.2012, 21:19h
  • Und wie kommt die Universität von Calgary dazu, einen Psychiater mit einem derart perversen südafrikanischen Curriculum als Professor anzustellen? Waren deren Entscheidungsträger blind? Oder selber homophob und geil auf professorale Foltereien ? Oder was? Unglaublich! Ein intellektuelles Armutszeugnis für eine Universität!
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