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In den USA startet die heiße Phase des Wahlkampfes – und in drei Staaten wird auch darüber abgestimmt, ob die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet werden soll (in einem vierten Staat wird zudem über das Verbot der Homo-Ehe abgestimmt). In diesen Regionen werden die TV-Zuschauer seit dieser Woche mit Werbebotschaften über die Folgen von Gay Marriage überzogen.

Die Homo-Gegner verfolgen dabei immer die gleiche Strategie: Sie beschreiben die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau, die glückliche Kinder hervorbringt. Wenn Schwule und Lesben aber heiraten dürften, würden die Hetero-Paare entwertet und die Kinder unglücklich, so die Theorie. Das ist auch die Idee hinter diesem Werbespot aus Maryland:

In dem Dreißigsekünder heißt es: "Jeder hat das Recht auf Liebe und Respekt, aber niemand darf die Ehe neu definieren". 1967 argumentierten viele Konservative in Maryland ähnlich: Damals wurde das Verbot der sogenannten "interrassischen Ehen" aufgehoben, das in Teilen der Bevölkerung sehr populär war.

Wichtig ist den Homo-Gegnern auch, dass sie nicht als "anti-gay" angesehen werden, sondern als "pro-family". Deshalb spricht ein neuer Werbespot in Washington die Wahlberechtigten direkt an: "Sie können die gleiche Ehe ablehnen und sind trotzdem nicht anti-gay", heißt es. Bei dem Thema gehe es nicht um Gleichbehandlung, sondern – wieder mal – nur um die beste Fürsorge für die "nächste Generation":

Im Spot wird auch gesagt, dass sich Schwule und Lesben nicht so anstellen sollen, weil sie ohnehin die selben Rechte hätten, weil sie etwa ihren Partner im Krankenhaus besuchen könnten. Statt dessen sei das Gesetz nur darauf aus, gute Hetero-Paare zu diskriminieren, denn "als Gesetze wie R74 woanders verabschiedet worden sind, wurden Menschen, die damit nicht einverstanden waren, mit Gerichtsverfahren und Strafen überzogen."

Dann gibt es auch noch die Wahlspots, die sich an bestimmte Zielgruppen richten. So schaltete die afroamerikanische christliche Gruppe "Raging Elephants" Werbung in religiösen Fernsehsendern, in der die Produzenten ganz traditionell mit der Bibel argumentieren:

Diese Gruppe wirbt dafür, republikanische Kandidaten zu wählen. Sie hat hier wahrlich ein großes Potenzial: In einer Umfrage von NBC und "Wall Street Journal" gaben im August null Prozent der Schwarzen an, für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney stimmen zu wollen. (dk)



USA: Homo-Gegner in Aktion

Studenten in den USA erklären auf Facebook, warum sie Homo-Paaren keine Rechte geben wollen – meist ist Gott im Spiel.
#1 AlexAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.10.2012, 16:19h
  • So ist das mit Wahlkämpfen - je dichter sie in die Endphase kommen, desto grotesker werden sie! Bei diesen Werbespots hilft nur eines: Wegzappen!
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#3 stromboliProfil
  • 12.10.2012, 17:52hberlin
  • mir fällt auf, dass immer wieder auf die bürgerrechtsbewegung der 50-70 jahre hingewiesen wird von den religionstalibanen...

    Und es fällt auf, dass gerade in den kreisen der farbigen bevölkerung ein hoher anteil an vorurteilen gegen uns gepflegt wird!

    Jetzt frag ich mich, ob es nicht nützlich wäre, gerade diese "zielgruppe" mal an die gemeinsamkeiten zu erinnern mit szenen im tv.
    Solche vergleiche von interrassischen heiraten, ausgrenzung an schulen etc .; wäre doch ein nützlicher hebel, an deren erinnerungsvermögen zu appellieren! bildstark werden..
    zeigt bänke mit der aufschrift white only.
    Fahrt mit bussen durch die wohnviertel , in denen die sitze separiert werden.. ladet in schulen die kinder zur fahrt ein... sie sollen ihre geschichte lernen!

    Ebenso könnte auch der verweis auf die soziale stellung unter einer rassistischen gesellschaft bezüge herstellen zu heutigen belangen...
    ist doch die krankenversicherungspflicht im ansatz für die armen und benachteiligten gedacht ... durch die gegenstellung der reps und der lobbytätigkeit der versicherungskonzernen erst zum geldwäscheinstrument verkommen.
    Warum also wählen gerade aus diesen kreisen so viele ihre natürlichen gegner...
    Fehlt das kollektive bewusstsein, das klassenbewusstsein?
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#4 NicoAnonym
#5 julian21
  • 12.10.2012, 20:47h
  • Antwort auf #3 von stromboli
  • Du hast Recht. Aber nicht mit deinem rassistischen Quark, sondern mit dem "Klassenbewusstsein".

    In Amerika werden Schwarze immer noch offensichtlich rassistisch unterdrückt. Sicherlich nicht direkt ("affirmative action") aber ganz ganz sicher indirekt. Man muss nur mal die Zahlen der Inhaftierungen ansehen: Es sind fast mehr Schwarze als Weiße in den Gefängnissen, obwohl der Anteil von Schwarzen an der Gesamtbevölkerung gerade einmal bei 15% liegt.

    Es ist also eine Frage der Klasse und keine Frage der Hautfarbe.

    So widerlich es klingen mag, aber Schwarze können genauso homophob sein wie Weiße auch und vor allem sollten sie das Recht haben, nicht mit gewaltvollen Erfahrungen aus der Vergangenheit konfrontiert bzw. erpresst zu werden! Was für billige Tricks sind das denn?!
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#6 julian21