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Die Log-Cabin-Anzeige (die Leiche war in der Originalwerbung sichtbar)

Der amerikanische Wahlkampf wird schmutziger: Eine lokale Gruppe der Log Cabin Republicans sorgt in Florida mit einer Wahlwerbung für Empörung, in der sie Obama für den Mord am US-Botschafter in Libyen verantwortlich macht und ein Foto der Leiche zeigt.

Die schwul-lesbische Organisation der Republikaner hat die Anzeige im Sunshine State, einem der umkämpftesten Bundesstaaten beim Präsidentschaftswahlkampf, unter anderem im Szenemagazin "Florida Agenda" geschaltet. Darauf ist ein Bild des getötete Stevens zu sehen, der durch die Straßen von Bengasi getragen wird. Stevens war am 11. September diesen Jahres bei einem Terroranschlag auf die US-Botschaft in der libyschen Großstadt umgebracht worden.

Die Anzeige trägt die Überschrift: "Gibt es jetzt keine Empörung?". Darunter erklären die Autoren: "Die Obama-Regierung schützt keine schwulen/schwulenfreundlichen Amerikaner vom Terror des islamischen Radikalismus. Warum denken Sie, sie könnte uns irgendwo von der Scharia-Rechtsprechung schützen?". Darunter heißt es, dass die Log Cabin Republicans auch den Staat Israel unterstützen würden.

Log-Cabin-Bundesverband distanziert sich

Die Werbung führte zu heftiger Kritik von Bloggern und schwul-lesbischen Aktivisten. Selbst R. Clarke Cooper, der Geschäftsführer im Bundesvorstand der Log Cabin Republicans, kritisierte seine Parteifreunde: "Wir weisen die Anzeige mit aller Entschiedenheit zurück", so Cooper. Sie sei von einem regionalen Mitgliedsverband ohne das Wissen des Bundesverbandes verfasst worden.

Die Homo-Gruppe der regierenden Demokraten, die Stonewall Democrats, erklärten, dass nun eine Grenze überschritten worden sei: "Es ist kaum zu glauben, wie eine politische Botschaft das Andenken an einen Mann, der sein Leben für sein Land gegeben hat, derart in den Dreck ziehen kann", so Stonewall-Democrats-Chef Jerame Davis.

Bereits kurz nach der Tötung des Botschafters haben konservative Blogs behauptet, Stevens sei schwul gewesen. Damit wollten sie ebenfalls politisches Kapital gegen Obama schlagen: Der Blog Hillbuzz.org kritisierte etwa die Regierung dafür, dass sie einen schwulen Mann in ein islamisches Land geschickt und so die Ermordung provoziert habe.

Das Outing als politische Waffe wurde ebenfalls bereits gegen Barack Obama eingesetzt: So behauptete ein Boulevardblatt, der Präsident betrüge seine Frau in schwulen Saunas (queer.de berichtete). Diese Gerüchte sind ebenso frei erfunden wie die Mutmaßungen über Botschafter Stevens, sind sich etablierte US-Journalisten sicher.

Die Wahlen in den USA finden am 6. November statt. Es werden der Präsident, das Repräsentantenhaus, ein Drittel der US-Senatoren sowie viele regionale Parlamente und Gouverneure gewählt. Auch Volksentscheide stehen auf Ebene der Bundesstaaten an; in drei Staaten wird über die Öffnung der Ehe abgestimmt, in einem weiteren Staat gibt es ein Referendum über das Verbot der Homo-Ehe. (dk)



USA: Homo-Gegner in Aktion

Studenten in den USA erklären auf Facebook, warum sie Homo-Paaren keine Rechte geben wollen – meist ist Gott im Spiel.
#1 goddamn liberalAnonym
  • 15.10.2012, 12:33h
  • Die Scharia im eigenen Lande (Sodomy-Laws genannt), die z. B. in Idaho bis zu lebenslänglicher Haft für unsereinen bedeutete, haben die Republikaner bis zur ihrer Abschafftung durch das Oberste Gericht der USA im Jahr 2003 [!] mit Zähnen und Klauen verteidigt (einschließlich Präsident George W. Bush).

    Die LSU ist überflüssig, die Log Cabin Republicans kann man nur noch verstehen, wenn man sie auf die Couch legt.
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#2 Anti-TerrorAnonym
  • 15.10.2012, 12:59h
  • Wenn der in Michigan geborene Geschäftsmann Romney und sein Kompagnon, der Berufspolitiker Ryan aus Wisconsin, diese Wahlen gewinnen, wird das Projekt rechtsradikalen Social Engineerings, als das sein Parteifreund Newt Gingrich Ryans Haushaltspläne pikanterweise bezeichnete, weiter vorangetrieben werden. Hinter der vermeintlich uramerikanischen Wahlkampfrhetorik von Freiheit und Individualismus verbirgt sich wohl in der Tat Klassenkampf - aber von oben nach unten. Wie Warren Buffett bereits 2005 anmerkte: "Its class warfare, my class is winning, but they shouldn't be."

    www.heise.de/tp/artikel/37/37760/1.html
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#3 KerouaclyAnonym
  • 15.10.2012, 14:07h
  • Das ist also die LSU der Republikaner?

    Heutzutage hat ja irgendwie jeder Homo-Feind schwule Freunde um in Diskussionen zu sagen, dass seine Politik nicht homophob sei, man hat ja schwule Freunde.

    LSU, LisL, Log CabiN Republicans - alle unnützlich und verlogen
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#4 unwichtigAnonym
  • 15.10.2012, 14:07h
  • Über diese Tat waren im arabischen Raum sehr viele empört.
    Es kann sich bei diesem Bild nur um eine Sequenz des Films handeln, der von dem Rettungsversuch handelt.

    Unmittelbar nachdem der Clip auf youtube auftauchte, wiesen Kommentatoren daraufhin,
    dass diese Menschen den Botschafter retten und ins Krankenhaus bringen wollten.

    Der Clip wurde natürlich sofort mehrfach instrumentalisiert und in gewünschte Zusammenhänge gesetzt, um andere Kopfbilder zu beleben (Black Hawk Down).

    Nun Wochen später:

    "Demnach entwickelte sich der Angriff nicht, wie zunächst dargestellt, aus einer Protestaktion gegen das islamfeindliche Mohammed-Video. Dem Sender CNN und anderen Medien zufolge berichteten die Regierungsbeamten, erste Anzeichen für einen Angriff habe es kurz vor 22 Uhr Ortszeit gegeben. Es seien laute Rufe, Schüsse und Explosionen zu hören gewesen. Die Angreifer seien dann von Gebäude zu Gebäude gezogen. Der Botschafter und zwei Konsulatsmitarbeiter hätten sich zunächst in einen Schutzraum geflüchtet. Nachdem die Angreifer das Gebäude in Brand gesteckt hätten, seien sie aber nach Luft ringend in ein Badezimmer gerannt. Stevens habe es nicht mehr aus dem Badezimmer geschafft."

    www.spiegel.de/politik/ausland/libyen-bewaffnete-stuermen-ae
    gyptisches-konsulat-in-bengasi-a-860612.html


    " [Am 21.10.2012] fand eine Save-Bengasi-Demonstration" statt, bei der die Teilnehmer unter anderem gegen die verschiedenen Milizen der Region protestierten, die sich dort nach dem Sturz Qaddafis festgesetzt hatten. Der Zorn richtete sich vor allem auf die salafistisch-dschihadistische Miliz "Ansar al-Shari'a" die verdächtigt wird, an der Erstürmung der US-Botschaft und der Ermordung des Botschafters Christopher Stevens beteiligt gewesen zu sein.

    Das Hauptquartier der Gruppe wurde von Demonstranten umstellt, die lautstark die Auflösung der Milizen forderten. Zwar versuchten salafistische Milizionäre noch mit Schusswaffen und islamistischen Bannern eine Drohkulisse aufzubauen, als sich jedoch trotzdem immer mehr Menschen der Demonstration anschlossen, mussten die Salafisten weichen. Das Hauptquartier wurde schließlich von der Bevölkerung gestürmt, in Brand gesetzt und anschließend von der Polizei übernommen.
    Einer der Demonstranten erklärte in Bezug auf die Salafisten, dass er es leid sei von bewaffneten Männern in afghanischer Kleidung in den Straßen angehalten zu werden und Befehle zu erhalten.

    Karim el-Gawhary schrieb dazu auf Twitter, dass es kaum überbewertet werden könne, dass die Bevölkerung zum ersten Mal in Eigenregie mit militanten Salafisten aufgeräumt habe."
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 oberdummenAnonym
  • 15.10.2012, 16:46h
  • Antwort auf #4 von unwichtig
  • "Einer der Demonstranten erklärte in Bezug auf die Salafisten, dass er es leid sei von bewaffneten Männern in afghanischer Kleidung in den Straßen angehalten zu werden und Befehle zu erhalten."

    David Ignatius: Syrias eerie parallel to 1980s Afghanistan

    "Gespenstische Parallelen

    Die Ähnlichkeiten der Entwicklung in Syrien mit derjenigen im Afghanistan der 1980er Jahre werden inzwischen in US-Leitmedien offen thematisiert. Damals kämpften einheimische Milizen mit Unterstützung westlicher - US-amerikanischer, aber auch bundesdeutscher - Stellen gegen die Regierung in Kabul und gegen die diese unterstützende sowjetische Armee. "Die Parallelen sind gespenstisch", hieß es unlängst in der Washington Post. In Syrien, ganz wie damals in Afghanistan, seien CIA-Agenten jenseits der Landesgrenze stationiert (in den 1980ern in Pakistan, heute in der Türkei) und mit der Unterstützung des bewaffneten Aufstandes befasst. Heute wie damals sorgten westliche Staaten für Training und für Kommunikationsgerät, andere Länder kümmerten sich um Waffen. Hohe Beträge stelle heute Saudi-Arabien bereit, das in Afghanistan ebenfalls als Finanzier der Aufständischen aufgetreten sei - wovon besonders das Spektrum militanter Islamisten profitiert habe. Im afghanischen Stellvertreterkrieg sei es gelungen, Moskau nach langen Jahren zu besiegen; der Preis seien jedoch "Jahrzehnte von Chaos und militant islamistischem Extremismus" gewesen. Afghanistan leide noch heute darunter. Begehe der Westen nun die gleichen Fehler wie damals am Hindukusch, dann könne es auch in Syrien "Generationen dauern, Chaos und Extremismus zu beseitigen"."

    www.washingtonpost.com/opinions/david-ignatius-syrias-eerie-
    parallel-to-1980s-afghanistan/2012/09/05/90652434-f781-11e1-
    8398-0327ab83ab91_story.html


    www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58432
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#7 BeraterAnonym
#8 YannickAnonym
  • 15.10.2012, 21:29h
  • Die schrecken echt vor nichts zurück...

    Reden von Moral, aber führen dann so einen schmutzigen Wahlkampf...
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#9 MeierKurtAnonym
  • 16.10.2012, 11:07h
  • "Der amerikanische Wahlkampf wird schmutziger: Eine lokale Gruppe der Log Cabin Republicans sorgt in Florida mit einer Wahlwerbung für Empörung, in der sie Obama für den Mord am US-Botschafter in Libyen verantwortlich macht und ein Foto der Leiche zeigt."

    Ob man Obama für diese Geschichte verantwortlich machen kann, darüber kann
    man diskutieren, worüber man aber nicht diskutieren kann ist folgende Tatsache:

    Die USA haben bis heute noch die Todesstrafe! Viele sitzen im Todestrakt und müssen um ihr leben fürchten!

    So wie z.b der Farbige Lancelot Armstrong,
    der seit über 20 Jahren in der Todeszelle von Florida in den USA auf seine Hinrichtung warten muss...

    www.lancelot-armstrong.de

    ...obwohl er stets, bei jeder gelegenheit seine Unschuld beteuert und sogar die Hauptzeugin Kay Allen, Lancelot entlastet hat!!!

    183cm Breit, 247cm lang, mehr Platz könnt man einem Todeskanidaten, wie Lancelot nicht in seiner, offen einsehbaren, Zelle. Keine Intimsphäre, kein Fenster, schlechte Nahrung.

    Obama ist der Oberste Herr in den USA (und auch ein Farbiger), er könnte Lancelot (seinen Bruder) ganz einfach begnadigen und das Leben retten, und doch ist Lancelot (und viele andere) noch immer in dieser Grausamen Situation der Dauer-Folter ausgesetzt.

    Denn z.b seit über 20 Jahren auf den tag der eigenen Hinrichtung warten zu müssen ist
    exakt Folter!

    Staatlicher legitimierter Mord ist für
    mich sowieso ein Verbrechen gegen
    die Menschlichkeit!

    Wenn man dann noch bedenkt, das die meisten Todeskanidaten in den USA noch immer Farbige sind, dann kommt man doch stark ins Grübeln, bei diesen Farbigen Präsidenten.

    Denn Solidarität sieht anders aus...
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