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  • 16.10.2012           54      Teilen:   |

Kampf gegen kreuz.net: Staatsanwaltschaft eingeschaltet

Der Theologe David Berger koordiniert den Kampf gegen kreuz.net
Der Theologe David Berger koordiniert den Kampf gegen kreuz.net

Die Jagd gegen die Hintermänner des Hassportals "kreuz.net" geht voran. Inzwischen hat die Kampagne "Stoppt kreuz.net" des Bruno Gmünder Verlags einen ersten Kontakt zur Staatsanwaltschaft Berlin hergestellt.

Die Beamten sind allerdings noch lange nicht so weit, eine Razzia zu erwägen, wie ein anderes Nachrichtenportal am Dienstag in einer Überschrift groß schreibt. Stattdessen wurden bislang nicht mal Unterlagen übergeben. Die Staatsanwaltschaft hat ein Aktenzeichen angelegt, ein Treffen zwischen den Beamten und der Rechtsanwältin der Kampagne, Sissy Kraus, ist anvisiert.

Derweil sammelt die Aktion weiterhin Infos und Spenden; bislang sind 1.344 Euro eingegangen, die hauptsächlich für eine Erhöhung des Kopfgeldes für Informationen auf die Hintermänner des Portals verwendet werden sollen. Der Koordinator der Aktion, der Theologe David Berger hofft, genügend Informationen zu sammeln, um gezielte Ermittlungen zu ermöglichen (s. dazu das Interview mit ihm vom 11. Oktober).

Fortsetzung nach Anzeige


Weitere Fronten

Berger sucht derweil auch nach weiteren Möglichkeiten, die homophobe Hetze zu stoppen. Wie der 44-Jährige am Dienstag gegenüber queer.de berichtete, laufe derzeit unter anderem der Versuch, den Machern die inzwischen außerordentlich bekannte Domain zu entziehen.

Kleine Erfolge konnten auch private Nutzer erzielen: So beendigte ein US-amerikanischer Provider nach Beschwerden seine Zusammenarbeit mit kreuz.net, da das Portal gegen die Geschäftsbedingungen verstoße. Allerdings hat kreuz.net schon mehrfach erfolgreich seinen Provider wechseln können.

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) bietet seit einigen Tagen ein Blog zu kreuz.net. Dort wird von erfolgten Strafanzeigen in mehreren deutschen Städten berichtet. Zudem rät der Verband, sich mit konkreten Hinweisen an das Berliner Landeskriminalamt zu wenden (Adresse und Ansprechpartner s. Blog).

Beck fordert Exkommunikation

kreuz.net hetzt seit Jahren unter anderem gegen Schwule. Mit Artikeln zum Tod von Dirk Bach hat das Portal enorme Empörung ausgelöst.
kreuz.net hetzt seit Jahren unter anderem gegen Schwule. Mit Artikeln zum Tod von Dirk Bach hat das Portal enorme Empörung ausgelöst.

Noch nichts gehört hat Berger von den deutschen und österreichischen Bischöfen: In der letzten Woche hatte die Kampagne einen Offenen Brief an die Bischofskonferenzen beider Länder aufgesetzt. Seitdem meldet sich in Presseberichten nur der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz zu Wort und gibt an, dass sich die Kirche entschieden von dem Portal distanziere.

Derweil hat auch der Grünen-Politiker Volker Beck die Kirche zum Handeln aufgefordert: In einem Brief an den Freiburger Bischof Robert Zollitsch mahnte er eigene Nachforschungen zu den Hintermännern des Portals an. Das rühme sich schließlich, von kirchlichen Mitarbeitern betrieben zu werden.

Zudem forderte er Konsequenzen: "Ich bitte Sie (…), öffentlich zu erklären, dass diese Menschen aus der Kirche exkommuniziert sind und vom Abendmahl ausgeschlossen werden, sowie zu erklären, dass die Mitarbeit bei kreuz.net eine Loyalitätspflichtverletzung für Mitarbeiter der Kirche darstellt, die bei Bekanntwerden zur Kündigung im kirchlichen Dienst führt." Eine Antwort steht noch aus. (nb)

Links zum Thema:
» Webseite von "Stoppt kreuz.net"
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Tags: kreuz.net, david berger, volker beck, lsvd
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Reaktionen zu "Kampf gegen kreuz.net: Staatsanwaltschaft eingeschaltet"


 54 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
16.10.2012
17:13:23


(+8, 10 Votes)

Von le_waldsterben
Aus Berlin
Mitglied seit 07.01.2012


Die Schlinge um kreuz.net schließt sich zu!


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#2
16.10.2012
17:23:42


(+11, 11 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von le_waldsterben


Auch wenn ich noch meine Zweifel habe:

Hoffentlich hast Du Recht!



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#3
16.10.2012
17:32:34


(+9, 11 Votes)

Von Timm Johannes


Ja die Schlinge wird enger. Bin mal gespannt, wer da als Verantwortlicher für diese Internetseite strafrechtlich dann seitens der Staatsanwaltschaft herangezogen wird.


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#4
16.10.2012
17:43:10


(-13, 17 Votes)

Von hets


Es ist halt ein Kreuz mit dem Kreuz(net).
Interresant allerdings, wie man sich hier über Homofeindlichkeit aufregt, wegen zu recht Volksverhetzenden inhalten, und dann gleichzeitig
wie selbstverständlich gegen andere zu hetzen...


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#5
16.10.2012
17:50:07


(+11, 11 Votes)

Von Power


Solidarität (= Zusammenhalt und gemeinsames Handeln) ist ein Erfolgsmodell, denn der Einzelne mag besiegbar sein, eine geschlossen agierende weltweite Gemeinschaft von Millionen schwulen Männern und lesbischen Frauen nicht so leicht.

Die Zeiten, in denen homosexuellen Menschen von ihren Feinden so viele Schuldgefühle eingeredet werden konnten, dass sie sich schließlich ganz "klein, hilflos" und sogar noch zu recht 'bestraft' fühlten sind vorbei!

Der "neue" Typ des schwulen Mannes, der lesbischen Frau ist selbstbewusst, stark, mutig und entschlossen Angriffen gegen seine und ihre Menschenwürde entgegen zu treten. Nicht zu vergessen, wir haben eine enorme wirtschaftliche Macht! Ein konsequent durchgehaltener Boykott homophober Firmen zwingt diese in die Knie.

Die kreuz.net Verbrecher öffentlch benennen, vor Gericht stellen und "ihre Existenz vernichten!"

Wir haben uns das lange genug gefallen lassen, die Zeiten haben sich geändert!

Ziehen wir es gemeinsam durch und lassen wir nicht nach - auch gegenüber anderen öffentlich homophob auftretenden Gruppen.


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#6
16.10.2012
18:04:20


(0, 4 Votes)

Von tomsailor


foxiness was meinst du?


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#7
16.10.2012
19:00:34


(+6, 8 Votes)

Von stephan
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von hets


Wo hetzt denn wer?


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#8
16.10.2012
19:03:42


(-1, 3 Votes)

Von Johannes1989
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 30.04.2012


Volker Becks Idee mit dem Kirchenausschluss klingt gut. Ich meine nur heute irgendwo gelesen zu haben, dass der Bischof dafür gar nicht zuständig ist, an den er geschrieben hat. Auch ein "Abenmahl" gibt es bei den Katholen gar nicht, das heißt bei denen Kommunion! da werden die Popen sich dann wieder rausreden: "nicht zuständig und abendmahl gibts bei uns gar nicht"


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#9
16.10.2012
19:09:05


(-2, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Der Meschpoke dieser Hetzseite muß jetzt endlich das Handwerk gelegt werden! Hoffentlich werden diese miese Bande bald für immer im Knast landen!


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#10
16.10.2012
19:13:06


(+2, 4 Votes)

Von Marek


Sonst ist die katholische Kirche ja immer ganz schnell mit Anzeigen, etc. Wieso diesmal nicht?

Wenn nach Bekanntwerden der Hintermänner diese nicht sofort exkommuniziert werden, macht sich die Kirche völlig unglaubwürdig. Dann muss ich davon ausgehen, dass sie die Meinungen teilt!!


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