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  • 17.10.2012           6      Teilen:   |

Attacke auf schwulen Häftling

Aus Homophobie Teil der Nase abgebissen

Brandon M. verklagt die Gefängnisleitung unter anderem auf Zahlung von Krankenhauskosten - Quelle: Kentucky Equality Federation
Brandon M. verklagt die Gefängnisleitung unter anderem auf Zahlung von Krankenhauskosten (Bild: Kentucky Equality Federation)

Ein 26-jähriger schwuler Ex-Häftling hat ein Gefängnis in Kentucky verklagt, weil ihm ein Mitgefangener offenbar aus Homophobie einen Teil der Nase abgebissen hatte.

Brandon M. erklärte, er sei im Warren County Regional Jail bereits mehrere Tage lang von einem Mitinsassen mit schwulenfeindlichen Sprüchen gemobbt worden, bevor der Mann im Juli diesen Jahres zugebissen habe. Die Gefängnisärzte konnten das abgetrennte Gewebe nicht mehr annähen. Jetzt beklagt sich der inzwischen freigelassene M. über Schmerzen und erklärte, er habe jeglichen Geruchssinn verloren.

Der Kläger, der eine Strafe wegen Ladendiebstahls absitzen musste, wirft den Gefängniswärtern vor, ihn nicht ausreichend geschützt zu haben. Daher verlangt er von der Gefängnisleitung Schmerzensgeld in nicht genannter Höhe sowie die Übernahme der Krankenhauskosten. Da M. nicht gegen einen derartigen Vorfall versichert ist, müsste er mehrere zehntausend Dollar aus eigener Tasche zahlen, um die Nase durch rekonstruktive Chirurgie wieder herzustellen zu lassen.

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"Töte die Schwuchtel"

Der 26-Jährige beschreibt den Vorfall so: "Andere Insassen haben deutlich gemacht, dass sie mich als Schwulen nicht akzeptieren könnten. Ich erinnere mich, wie ich gehört habe, dass meine Nase abgerissen wurde und habe gesehen, wie er sie auf den Boden gespuckt hat. Danach haben vier Mitinsassen gerufen: 'Töte die Schwuchtel'", so M. in einer Erklärung, die von der Homo-Gruppe Kentucky Equality Federation herausgeben wurde. Er beschuldigt die Gefängnisleitung, seine Lage nicht ernst genommen zu haben. So sei er nach der Operation wieder in eine Gefängniszelle mit anderen Insassen gesteckt worden, obgleich ein Mitgefangener ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt habe.

M.s Anwältin warf der Gefängnisleitung "offensichtliche Gleichgültigkeit" vor. "Als sie Herrn M. in eine Zelle mit seinen Angreifern gesteckt haben, wussten sie über die sexuelle Orientierung des Opfers", erklärte Jillian Hall. "Homosexualität ist zwar an sich kein Grund, jemanden eine Sonderbehandlung zukommen zu lassen. Es verstößt aber gegen unser Recht, einen schutzlosen Insassen dieser Gefahr auszusetzen." So sei es etwa nicht einzusehen, warum M. wegen eines nicht gewalttätigen Verbrechens verurteilt worden ist, aber in der selben Zellen mit gewalttätigen Schwerverbrechern leben musste. (dk)

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Tags: kentucky, gefängnis
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Reaktionen zu "Aus Homophobie Teil der Nase abgebissen"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
17.10.2012
12:02:18


(+3, 3 Votes)

Von Errol


Grausam das man in "Obhut" des Staates Gewalt befürchten muss und kein Verantwortlicher etwas unterimmt das zu unterbinden.

Bei Gewalt unter Häftlingen muss ich immer an den jungen Mann denken der in einem deutschen Gefängnis von seinen Mithäftlingen zu Tode gefoltert wurde.


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#2
17.10.2012
14:20:57


(+2, 2 Votes)

Von TraurigeTatsache


"Ein 26-jähriger schwuler Ex-Häftling hat ein Gefängnis in Kentucky verklagt, weil ihm ein Mitgefangener offenbar aus Homophobie einen Teil der Nase abgebissen hatte."

Furchtbar, aber auch hier gibt es sicher einige Leute, die mit anderen am liebsten sowas ähnliches machen würden...


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#3
17.10.2012
14:21:21


(0, 2 Votes)

Von TraurigeTatsach2


...Denn wenn es um die Kinder geht, dann hört die Menschlichkeit bei vielen selsbternannten oder sogenannten Kinderschützern auf.


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#4
17.10.2012
14:57:19


(+2, 2 Votes)

Von luxi81
Aus Hamburg
Mitglied seit 10.04.2012


autsch verdammt


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#5
17.10.2012
17:06:34


(-1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Der Exhäftling wird mit seiner Klage Erfolg haben!


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#6
17.10.2012
17:38:26


(0, 2 Votes)

Von Shyguy
Antwort zu Kommentar #5 von FoXXXyness


Ich bin auch 14 Monate gesessen und bei mir wollten die Mithäftlinge nicht mit mir duschen, weil ich würde Sie nur befummeln und ich konnte dann in Ruhe alleine duschen.

Einige Justizbeamte wollten mich nicht abtasten, weil Sie sonst schwul werden würde, dass war meine Erlebnisse im Gefängnis. Ein Justizbeamter hat so tolle Fragen gestellt wie läuft das ab mit 2 Männern etc und ich habe dann nur zu Ihm gesagt, ich würde einige Schwule Kollegen von Ihm in Wien und München kennen und die würden Ihm das sicher alles beibringen, dass wollte er dann aber nicht


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 Ort: Warren County Regional Jail


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