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  • 17.10.2012           3      Teilen:   |

Jagd auf Schwule

USA und EU unterstützen Homo-Rechte in Kamerun

Für eine harmlose SMS wurde ein schwuler Mann in Kamerun inhaftiert
Für eine harmlose SMS wurde ein schwuler Mann in Kamerun inhaftiert

Vertreter der USA und der Europäischen Union fordern Kamerun auf, Homo-Rechte zu achten. Anlass sind mehrere Verfahren gegen mutmaßlich schwule Männer.

Der US-Botschafter erklärte vergangene Woche bei einer Konferenz der Entwicklungsbehörde USAID in der Hauptstadt Yaounde, dass die Frage der schwul-lesbischen Rechte nicht von der Frage der Menschenrechte zu trennen sei. "Die Verfolgung von Schwulen und Lesben beeinflusst das Bild Kameruns im Ausland negativ", erklärte Botschafter Robert Jackson. Ein Sprecher der EU-Delegation schloss sich dem Botschafter an: "Die Europäische Union setzt sich dafür ein, dass in Kamerun die Menschenrechte geachtet werden, dazu zählt auch die Entkriminalisierung von Homosexualität."

Dieses Jahr wurde in Kamerun ein Mann zu drei Jahren Haft verurteilt, weil er in einer SMS an einen anderen Mann geschrieben hatte: "Ich bin so verliebt in dich". Mehr als 100.000 Menschen fordern inzwischen in einer Online-Petition von AllOut.org die Freilassung von Roger Jean-Claude Mbédé. Des weiteren soll Ende dieser Woche über die Berufung von zwei Männern entschieden werden, die ausschließlich wegen ihres Äußeren zu fünf Jahren Haft verurteilt worden sind. Der Richter hatte im ersten Verfahren erklärt, dass sich ihre Kleider, ihre Sprache und ihre Lieblingsdrinks schwul anfühlten und er daher überzeugt sei, dass das Paar schwul ist.

Amnesty International beklagt, dass Kamerun in den letzten Jahren mit den Unzucht-Paragrafen vermehrt Jagd auf Homosexuelle mache. (dk)

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Reaktionen zu "USA und EU unterstützen Homo-Rechte in Kamerun"


 3 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
17.10.2012
13:43:30


(+2, 2 Votes)

Von Menschenrechte


Ich habe kein Verständnis für Regierungen, die ihre menschenverachtende Einstellung hinter Schutzbehauptungen, wie "es sei unafrikanisch, unislamisch o.ä." verbergen wollen, denn ...

Menschenrechte sind unveräußerlich und universell gültig; sie haben sich keinesweg sog. "kulturellen oder religiösen Eigenarten" unterzuordnen.

Die Rechte von schwulen Männer, lesbischen Frauen, Transgendern u.a. SIND MENSCHENRECHTE!

Daran ändern auch dümmliche Aussagen von Ultrarechten, wie der deutschen Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach (CDU), menschenrechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag: "Das ist keine Menschenrechtsfrage." (dapd) nicht das geringste.

Sie sind irrelevant und damit null und nichtig!


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#2
18.10.2012
12:50:07


(0, 0 Vote)

Von Timm Johannes


Die deutsche Bundesregierung und die EU sollten die Entwicklungshilfegelder sperren, soweit ein Land homosexuelles Verhalten mit Strafe belegt.

Da Entwicklungshilfegelder nur begrenzt zur Verfügung stehen, können diese Gelder auch dann genausogut an diejenigen Entwicklungshilfeländer verteilt werden, die homosexuelle Handlungen legalisiert haben.

Anstatt an Entwicklungsländer wie Kamerun, Uganda, Simbabwe oder Jemen mit Strafbarkeitsbestimmungen sollten die Entwicklungshilfegelder an Entwicklungsländer ohne Strafbarkeitsbestimmungen wie Südafrika, Peru, Guatemala, Honduras, Bolivien oder Madagaskar umverteilt werden.


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#3
18.10.2012
14:01:18


(+1, 1 Vote)
 


 Ort: Yaounde


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