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  • 17.10.2012           1      Teilen:   |

USA

Potenzsteigernde Injektionen: Klage gegen Pornokonzern

DVD-Cover von Raging Stallion
DVD-Cover von Raging Stallion

Ein Angestellter einer schwulen Pornproduktion aus San Francisco hat seine Arbeitgeber verklagt, weil er gezwungen worden sei, Darstellern ein Potenzmittel in den Penis zu spritzen.

Ronald B. hat die Klage am Freitag eingereicht. Er erklärte darin, dass er unter seelischen Belastungen und durch Angst verursachte gesundheitliche Probleme gelitten habe, nachdem er sich nach einer Injektion im Januar aus Versehen mit einer Nadel einen Finger verletzt hatte. Der Mann befürchtete daraufhin, sich mit HIV angesteckt zu haben. B. hatte für die Studios Falcon und Raging Stallion gearbeitet, die zum Pornokonzern Adult Entertainment Broadcast Network gehören.

In der Anklageschrift wird erklärt, dass B. keinerlei medizinische Ausbildung zum Verabreichen von Injektionen erhalten habe. Diese werde von den Studios nicht vorausgesetzt. B. hatte den Darstellern Trimix gespritzt, ein verschreibungspflichtiges Medikament mit drei Wirkstoffen, die eine rasche Erektion zur Folge haben. "Dort wird ein nicht frei erhältliches Medikament gespritzt, ohne dass die Models das mit einem Arzt abgesprochen haben. Es werden einfach Angestellte ohne Ausbildung dazu verpflichtet, das Medikament zu spritzen", erklärte B.s Anwältin Elisa Stewart. Die Injektion an Menschen durchzuführen, die kein Rezept von einem Arzt erhalten haben, sei strafbar.

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Gehalt nicht mehr gezahlt

B. behauptet ferner, dass der in North Carolina ansässige Pornokonzern seine Ängste nicht ernst genommen habe. So konnte ihm die Firma den HIV-Status des Darstellers nicht bestätigen. Die Firma habe laut Anklageschrift "keine Ahnung gehabt, wie sie auf die mögliche Ansteckung des Klägers reagieren sollte". Als er sich geweigert habe, Darstellern das Mittel zu spritzen, habe ihm die Firma sein Gehalt nicht mehr ausgezahlt und seine Krankenversicherung gekündigt.

Sowohl Raging Stallion als auch Falcon haben Filme produziert, bei denen die Darsteller keine Kondome benutzen. Einige Aids-Aktivisten in den USA kritisieren diese Praxis scharf. Aus diesem Grund hat der Stadtrat im Porno-Mekka Los Angeles Anfang des Jahres ein Bareback-Verbot beschlossen (queer.de berichtete). Viele Pornoproduzenten drohten daraufhin, die Stadt zu verlassen. Dennoch soll das Verbot im November auf den Bezirk Los Angeles ausgeweitet werden, in dem mehr als zehn Millionen Menschen leben. Am 6. November findet dazu ein Volksentscheid statt. (dk)

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Tags: raging stallion studios, falcon studios, san francisco, trimix
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Reaktionen zu "Potenzsteigernde Injektionen: Klage gegen Pornokonzern"


 1 User-Kommentar
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Die ersten:   
#1
17.10.2012
23:43:38


(-1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


"Sowohl Raging Stallion als auch Falcon haben Filme produziert, bei denen die Darsteller keine Kondome benutzen."

Bei Falcon stimmt das, und zwar war das sowohl in den 70er als auch 80er Jahren. Bei Raging Stallion hingegen tragen die Darsteller immer Kondome! Das habe ich in einigen Filmen auch gesehen. Auch wenn man bei Falcon und Raging Stallion auf deren Internetseite geht und sich die Szenenfotos dieser Filme ansieht, ist das zu erkennen.


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