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Umfrage in Amerka

Gallup: 3,4 Prozent sind LGBT


3,4 Prozent schwingen die Regenbogenfahne (Bild: CarbonNYC / flickr / by 2.0)

Einer von 29 US-Amerikanern bezeichnet sich als schwul, lesbisch, bi- oder transsexuell, so das Ergebnis einer groß angelegten Umfrage. Der Anteil ist besonders niedrig bei Älteren und Weißen.

Das Meinungsforschungsinstitut Gallup befragte zwischen Juni und September insgesamt mehr als 120.000 Menschen. Damit handele es sich um die größte derartige Meinungsumfrage in den Vereinigten Staaten. Insgesamt erklärten 3,4 Prozent der Befragten, sie identifizierten sich als LGBT, 92,2 Prozent dagegen nicht. 4,4 Prozent wollten die Frage nicht beantworten oder gaben "weiß nicht" an.

In der Umfrage wurden größere Unterschiede in verschiedenen Bevölkerungsgruppen deutlich: So bezeichneten sich 4,6 Prozent der Schwarzen, 4,3 Prozent der Asiaten und 4,0 Prozent der Latinos als LGBT. Unter Weißen lag der Anteil bei nur 3,2 Prozent. Insgesamt gab es etwas mehr LGBT-Frauen (3,6 Prozent) als Männer (3,3 Prozent).

Junge Frauen bekennen sich eher als junge Männer

Besonders große Unterschiede zeigten sich in verschiedenen Altersgruppen: So gaben nur 1,9 Prozent der über 65-Jährigen an, LGBT zu sein – bei den 18- bis 29-Jährigen waren es dagegen 6,4 Prozent. In dieser jungen Altersgruppe ist die Diskrepanz zwischen Männern und Frauen besonders groß: Über acht Prozent der Frauen identifizieren sich als LGBT, aber weniger als fünf Prozent der Männer.

Der überproportional große Anteil an jungen Menschen und ethnischen Minderheiten führt auch dazu, dass die LGBT-Bevölkerung statistisch nicht besonders wohlhabend ist. So liegt ihr Anteil bei der Gruppe, die weniger als 24.000 Dollar im Jahr verdient, bei 5,1 Prozent. Bei Menschen mit einem Einkommen von über 90.000 Dollar halbiert er sich fast auf 2,8 Prozent.

Klischees entsprechen nicht der Wirklichkeit

Der Autor der Studie erklärte, die Umfrage zeige, dass gängige Klischees überdacht werden müssten: "Die Medien gehen oft davon aus, dass LGBT-Menschen meist weiß, männlich, wohlhabend und Städter sind", so Gary Gates.

Die konservative Lobbygruppe Family Research Council, die Homo-Rechte grundsätzlich ablehnt, versucht aus den Ergebnissen Kapital zu schlagen. Die von anderen Bürgerrechtsorganisationen als Hass-Gruppe bezeichnete Organisation sieht die Zahl als Beweis an, dass sich die Politik zu sehr mit Schwulen und Lesben beschäftige: "Über Jahre haben diese 3,4 Prozent 100 Prozent Aufmerksamkeit genossen. Sie haben eine Spezialbehandlung erhalten, auch wenn damit die Rechte von 97 Prozent mit Füßen getreten werden. Diese kleine Minderheit versucht, die Geschichte neu zu schreiben", heißt es in einer Pressemitteilung.

Fragen nach der Homo- oder Bisexualität führen wegen unterschiedlicher Eigenwahrnehmung und unterschiedlichen Fragestellungen immer wieder zu anderen Ergebnissen: So kam eine Studie der Universität von Indiana 2010 zum Ergebnis, dass acht Prozent der amerikanischen Männer schwul seien (queer.de berichtete). Bei einer Umfrage der britischen Statistikbehörde gaben im selben Jahr nur 1,5 Prozent der Briten an, schwul oder lesbisch zu sein (queer.de berichtete). (dk)



#1 Thorsten1Profil
  • 19.10.2012, 14:19hBerlin
  • Auch in Deutschland dürfte der Anteil von bewusst emanzipierten Schwulen und Lesben weniger als 2-3 % ausmachen (sh. Mitgliedszahlen bei GayRomeo).
    Wir Schwule sollten aufpassen, dass wir den Bogen nicht überspannen und ständig nur Maximalforderungen stellen, sonst könnte die Toleranz der 97 % Heteros irgend wann einmal umschlagen. Wir sind und bleiben eine verschwindend kleine Minderheit.
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#2 CarstenFfm
  • 19.10.2012, 14:39h
  • "bezeichnet sich als LGBT"
    das sind halt die offen Schwulen
    ... und dann gibts noch eine hohe Dunkelziffer an Schrankschwestern.
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#4 LorenProfil
  • 19.10.2012, 14:48hGreifswald
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • Grund-und Menschenrechte sind Individualrechte. Selbst wenn eine einzige Person -egal ob schwul, schwarz, behindert ... - rechtlich diskriminiert wird, lohnt es sich dagegen zu kämpfen. Den Gegenwind muss man ertragen ... und weitermachen.
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#5 David77Anonym
  • 19.10.2012, 14:54h
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • 97% Heteros???? Wie kommst du drauf? Ist jeder, der ein "nicht-emazipierter SChwuler" ist = Hetero???
    Die ganzen versteckt lebenden SChwuppen und nicht zu vergessen Bisexuellen??
    "Maximalforderungen" obwohl einfach nur die gleichen Rechte gefordert werden, die übrigens die MEHRHEIT der (angeblich 97%) Heteros auch unterstützt, bereits für erfüllt hält, oder schlichtweg egal ist?
    JEDER kann zu einer Minderheit gehören, wenn man Menschen in 12234 Kategorien einteilt!
    Wenn man Menschen von vornherein nicht ausschließt, dann braucht man sie auch nicht als eine "verschwindend kleine Minderheit" zu bezeichnen, die auch noch so unverschämt "Maximalforderungen" stellt - das ist Blödsinn!
    Wenn es nun ein Gesetz gibt, was nun rothaarige brillentragende Linkshänder benachteiligt, würden diese doch genauso zurecht Forderungen stellen die abzuschaffen. Niemand käme auf die Idee die als "verschwindend kleine Minderheit mit Maximalforderungen" zu bezeichnen!
    So ein Schwachsinn gibt es erst, wenn Menschen in unzählige Schubladen steckt und nicht dieselben Rechte gewährt!

    "die von anderen Bürgerrechtsorganisationen als Hass-Gruppe bezeichnete Organisation sieht die Zahl als Beweis an, dass sich die Politik zu sehr mit Schwulen und Lesben beschäftige: "Über Jahre haben diese 3,4 Prozent 100 Prozent Aufmerksamkeit genossen. Sie haben eine Spezialbehandlung erhalten, auch wenn damit die Rechte von 97 Prozent mit Füßen getreten werden."

    Eine unverschämte Aussage: Welche Spezialbehandlung???? Darum hat keiner gebeten!
    Wie immer konter ich bei solchen Aussagen:
    Offenbar sind die "3,4%" aber den Hass-Gruppen wichtig genug 100% Aufmerksamkeit zu schenken, in denen diese Gruppen 100% ihrer Energie reinstecken LGTB zu schikanieren wo sie bloss können. Auf DIESE Spezialbehandlung kann man verzichten!
    Dafür, dass es nur "3,4%" sind, fühlen die sich in ihrem Begriff von "Ehe" zu 100% angepisst. Wieso?
    Und mit welcher Dreistigkeit erlauben die sich im Namen der 97% zu sprechen?
    Wo die doch selber in ihren Gruppieren zersplittert sind und andere bereits dafür verachten wenn sie einer anderen Religion gehören, sich für die Krankenkasse stark machen, gegen Krieg sind, etc...?
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#6 Kein WunderAnonym
  • 19.10.2012, 15:32h
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • "Auch in Deutschland dürfte der Anteil von bewusst emanzipierten Schwulen und Lesben weniger als 2-3 % ausmachen (sh. Mitgliedszahlen bei GayRomeo)"

    Gayromeozahlen als Parameter zu nehmen ist unseriös.

    "Über acht Prozent der Frauen identifizieren sich als LGBT, aber weniger als fünf Prozent der Männer."

    Liegt nicht zufällig an der heterosexuellen Gesellschaft die Frauen die rummachen als "Hui" und bisexuelle und schwule Männer als "Pfui" empfindet?

    "Lesben"szenen sind fast die Norm, selbst in den " Sommernachtsfantasien" des ZDF zur Familien- Primetime, gibt es Lesbenszenen aber kaum Schwulenszenen.
    Das war so und ist immer noch ( leider) so.

    Hinzu kommt aber, besonders in Deutschland (?), ein neues Phänomen:
    Sebst in (nicht - pornografischen) Zeitungen und Werbung werden zunehmend Frauen gezeigt die Zärtlichkeiten austauschen wenn es um das Thema Erotik oder auch nur Freundschaft geht. ( früher waren es immer heterosexuelle Liebes- oder Ehepaare). Witzigerweise findet so gesehen "Homosexualität" mehr Beachtung im Mainstream als früher...aber nur wenn es um hetreosexuelle Frauen geht die " ein bischen bi" spielen.

    Wäre ja auch schlimm einen nackten Mann zu zeigen, wenn es darum geht werden viele prüde. So prüde das wie gesagt mehr und mehr Frauenküsse gezeigt werden, so das der Mann in Darstellungen fast verschwunden ist...ausser vielleicht sein Schwanz...das aber nur andeutungsweise.

    www.bild.de/unterhaltung/erotik/sex-und-liebe/zehn-fehler-be
    im-blowjob-22477346.bild.html


    Z.B. die Darstellung des Po´s des Mannes, der bei Schwulen UND Frauen als sexy wahrgenommen wird? Fehlanzeige.

    Und wenn, in seltenen Fällen, mal Männer abgelichtet werden, dann so:

    www.taz.de/was-fehlt-/!103815/

    Von sichtbarer Homoerotik im Mainstream ganz zu schweigen. ( Das die Hälfte der Menschheit auf Männer steht wird gerne übersehen.)
    Es macht sich schon bemerkbar...in den Zahlen der jungen Menschen hinsichtlich ihres sexuellen Ausprobierens und der Unterschiede bei jungen Frauen und Männern.

    Gerade bei jungen und sehr alten Männern dürfte die Quote der Ungeouteten hoch sein.
    Bei den Alten weil es damals verboten war, bei den Jungen aufgrund der immer penetranter werdenden Vorgaben Fauen geil und sexy finden zu müssen.

    Die jungen Schwulen bezeichnen sich, besonders jene die geschlechtskonform sind, in der Regel erst als bi und dann als schwul...oder outen sich nie.

    Hinzu kommend die Politik, die in den wenigsten Ländern eine wirkliche Gleichstellung will.

    Soll man sich dann noch ernsthaft über die niedrigen Zahlen geouteter LGBTI, insbesondere der Männer, wundern?
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#7 tjoarAnonym
#8 seb1983
  • 19.10.2012, 16:33h
  • Das dürfte zwar einen allgemeinen Hinweis geben, bei der Interpretation wäre ich aber sehr vorsichtig, wir bewegen uns hier im niedrigen einstelligen Prozentbereich nahe 0 und es gibt immer Messungenauigleiten.

    Klar dürfte sein dass der Anteil real höher liegt. Selbst bei einer Verdreifachung und Hinzuzählung der "weiß nicht" liegt man aber nur bei den beliebten 10 bis 15%.
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#9 SebiAnonym
  • 19.10.2012, 16:41h
  • Laut anderen Umfragen sind es 15%.

    Ist halt immer eine Frage, wie man das ermittelt, denn gerade bei dieser Frage werden sicher viele nicht die Wahrheit sagen. Alleine schon das Fragebogendesign kann unterschiedliche Antworten hervorrufen, weshalb solche Zahlen immer mit Vorsicht zu genießen sind.

    Genaue Werte wird man frühestens dann haben, wenn das Thema so selbstverständlich und alltäglich ist, dass die Frage nach der sexuellen Orientierung ähnlich gewertet wird, wie Fragen nach Haarfarbe, etc.
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#10 1950sAnonym