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  • 20.10.2012           5      Teilen:   |

Intersexualität

Argumente gegen die Empfehlung des Ethikrats

Autor Voss fasst den aktuellen Forschungsstand und die politische Diskussion zum Thema Intersexualität zusammen
Autor Voss fasst den aktuellen Forschungsstand und die politische Diskussion zum Thema Intersexualität zusammen

Der Biologe Dr. Heinz-Jürgen Voß hat ein kleines, sehr gut lesbares Buch zur Intersex-Diskussion geschrieben.

Von Ulrike Kümel

Dieses Buch enthält alles, was mensch für den Kampf gegen die halbherzige "Empfehlung des Ethikrates" benötigt. Jener fordert in seinem Gutachten zwar, dass "Menschen mit Besonderheiten der geschlechtlichen Entwicklung" vor medizinischen Fehlentwicklungen und Diskriminierung in der Gesellschaft geschützt werden müssten (queer.de berichtete), verurteilt jedoch nicht die so genannten geschlechtsvereindeutigenden Operationen im Säuglingsalter – obwohl er selbst einräumt, dass diese Menschen dadurch "geschädigt werden" und dadurch oft "schwer behindert" sind. Der Ethikrat hat die Funktion eines Beratungsgremiums des Bundestages und der Bundesregierung und legitimiert damit diese völlig überflüssigen medizinischen Eingriffe.

Der Autor Dr. Heinz-Jürgen Voß stellt in seiner Argumentation die vielen relevanten wissenschaftlichen Untersuchungen der Medizin und Biologie dar, die – fern jeglicher Seriosität – vom Ethikrat für seine Stellungnahme ignoriert wurden und zu obiger Fehlentscheidung führte. Er schreibt kompakt und für alle leicht verständlich und nachvollziehbar.

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Lesenwert nicht nur für Intersexuelle und ihre Mitkämpfer

Dr- Heinz-Jürgen Voß arbeitet am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin an der Uni Halle-Wittenberg
Dr- Heinz-Jürgen Voß arbeitet am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin an der Uni Halle-Wittenberg

Für Wissenschaftler unter den Lesern hat Voß alles mit genauen Quellenangaben versehen, so dass es eine konkrete Arbeitshilfe ist. Niemand kann nach diesem Buch behaupten, dass er nichts gewusst hätte oder sich nicht hätte informieren können.

Aber das Buch ist nicht allein für Intersexuelle, ihre Mitkämpfer und Freunde lesenswert. Interessant ist, dass die aktuelle medizinische Intersex-Ideologie – dass angeblich im Säuglingsalter diese "geschlechtsvereindeutigende Operationen und Hormonbehandlungen" stattfinden müssen – ihre Wurzeln in den prüden und homophoben 1950iger Jahren hat, in denen es Zehntausende von Verurteilungen auf Grund des Strafrechtsparagrafen 175, der noch in der Nazi-Fassung war, gab.

Ganz konkret politisch wird es bei der Darstellung der Selbstorganisation der Betroffenen. Wir erfahren, wie die Intersex-Bewegung entschlossen kämpft und was sie getan hat. Das liest sich spannend!

  Infos zum Buch
Heinz-Jürgen Voß : Intersexualität – Intersex. Eine Intervention. 80 Seiten. Unrast Verlag. Münster 2012. 7,80 €. ISBN 978-3-89771-119-8
Links zum Thema:
» Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit bei Amazon
» Homepage von Heinz-Jürgen Voß
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Tags: intersex, intersexualität, heinz voß
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Reaktionen zu "Argumente gegen die Empfehlung des Ethikrats"


 5 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
20.10.2012
08:59:56


(0, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Intersexuelle Menschen sollten nicht gleich nach der Geburt einem Geschlecht zugewiesen werden, sondern das selbst entscheiden dürfen! Das Buch von Dr. Voß kommt daher zur richtigen Zeit!


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#2
20.10.2012
14:28:58


(-2, 4 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Im Ökumenischen Rogate-Kloster in Berlin-Schöneberg fand vor einigen Wochen zusammen mit der SPD-Fraktion ein Diskussionsabend zum Thema Intersexualität statt, der sehr gut besucht war:

Link:
mechthild-rawert.de/inhalt/2012-09-11/intersexuali
t_t_ist_keine_krankheit_und_keine_st_rung_fazit_de
r


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#3
20.10.2012
20:05:55


(+2, 6 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


Intersexuelle Menschen haben auch das Recht, iher Natur gemäß intersexuell zu sein, wie jeder, der eine Sexualität hat, als auch irgendwelche körperlichen Eigenschaften, die einigen Minderheiten zugeordnet werden können. Sie brauchen sich nicht für ein Geschlecht entscheiden, wenn beides vorhanden ist.


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#4
21.10.2012
01:40:45


(+2, 2 Votes)

Von Main Gold


Ich habe erst letztens den Film namens "XXY" zu dem Thema gesehen.
Kann man den aus Sicht von Intersexuellen empfehlen, ist er realistisch?


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#5
21.10.2012
12:06:39


(+3, 3 Votes)

Von SocialRevolution
Antwort zu Kommentar #3 von Jadughar


Es ist v i e l mehr "vorhanden" als "beides" - nämlich eine praktisch unendliche, individuelle geschlechtliche Vielfalt!

Link zu www.queer.de

Link zu www.queer.de


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