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In Minnesota werden die Wähler mit Werbespots gegen die Homo-Ehe bombadiert – zum größten Teil finanzierte die katholische Kirche die Reklame

Die katholische Kirche hat nach offiziellen Unterlagen mindestens 1,1 Millionen Dollar für Werbespots gegen die Ehe-Öffnung in vier US-Bundesstaaten ausgegeben.

In den Staaten Maine, Maryland und Washington stimmt das Volk am 6. November über die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ab. in Minnesota entscheiden die Wähler zudem, ob das Verbot der Homo-Ehe in der Regionalverfassung verankert werden soll.

Die katholische Kirche ist im Wahlkampf einer der größten Akteure für die Kampagne gegen Homo-Paare, hat die schwul-lesbische Gruppe Human Rights Campaign mitgeteilt. Die Aktivisten untersuchten die frei zugänglichen Daten zu Wahlkampfspenden und kamen zu dem Ergebnis, dass die Kirche direkt mindestens 1,1 Millionen Dollar an homofeindliche Wahlkampagnen gespendet habe – hinzu kommen noch indirekte Spenden in unbekannter Höhe.

In Minnesota trägt die katholische Kirche mit über 600.000 Dollar mehr als die Hälfte des Budgets der Homo-Gegner. Diözesen spendeten zwischen 150 und 50.000 Dollar für eine Dachorganisation, die insbesondere Fernsehwerbung gegen die Gleichstellung schaltet. Zirka 140.000 Dollar kommen von der katholischen Laienorganisation Knights of Columbus ("Kolumbus-Ritter").

In Maryland und Washington spendete die Kirche je mehr als 260.000 Dollar an eine Kampagne gegen die Gleichbehandlung. In Maine waren es in dieser Wahlsaison bislang "nur" 1.100 Dollar.

Youtube | In diesem Wahlspot wird davor gewarnt, dass Richter und Politiker die Ehe ohne Zustimmung des Volkes "neu definieren" möchten

Weitere Spenden verschleiert

Die katholische Kirche spendet nach Angaben von Homo-Aktivisten zudem heimlich an andere Organisationen, die Stimmung gegen Homo-Rechte machen, allen voran die National Organization for Marriage (NOM). Die Human Rights Campaign ist überzeugt, dass NOM zum Großteil von der katholischen und mormonischen Kirche finanziert wird, allerdings muss die konservative Lobbygruppe die Identität ihre Spender nicht veröffentlichen.

Bei der Wahl in den vier Bundesstaaten spendete die NOM bislang 1,4 Millionen Dollar. Die Gruppe war 2008 gegründet worden, um die Ehe-Öffnung in Kalifornien zu verhindern – und konnte im selben Jahr überraschend eine Mehrheit für die Abschaffung der gleichgeschlechtlichen Ehe gewinnen (queer.de berichtete).

Insgesamt gingen bisher Spenden in Höhe von 4,1 Millionen Dollar für Homo-Gegner in den vier Bundesstaaten ein. Die katholische Kirche und NOM trugen mit 2,5 Millionen Dollar fast zwei Drittel zum Budget bei.

Die katholische Kirche hat bereits in den vergangenen Jahren Millionenbeträge gegen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben investiert. 2009 startete sie in Maine etwa eine Sonderkollekte gegen die Ehe-Öffnung (queer.de berichtete). Die Kampagne war erfolgreich: Am Ende lehnte eine knappe Mehrheit der Wähler die Gleichstellung im Eherecht ab.

Auch verbal haben Vertreter der katholischen Kirche in den letzten Wochen in den Wahlkampf eingegriffen: So erklärte Bischof Joseph Tyson aus dem Staat Washington, die Ehe-Öffnung führe zur Unfreiheit (queer.de berichtete). John Myers, der Erzbischof von Newark, erklärte, dass nur Katholiken das Abendmahl verdienten, wenn sie gegen Homo-Reche stimmten (queer.de berichtete). Anfang September sagte John Nienstedt, der Erzbischof von St. Paul and Minneapolis, die Homo-Ehe sei genauso verwerflich wie Mord (queer.de berichtete).

Trotz des großen Werbeaufwandes unterstützt das katholische Fußvolk jedoch mehrheitlich die Öffnung der Ehe: Bei Umfragen geben zwischen 60 und 70 Prozent der Katholiken an, die Gleichbehandlung im Eherecht zu unterstützen. Die Zustimmung ist damit weit höher als unter Protestanten. (dk)

Youtube | Befürworter der Ehe-Öffnung versuchen mit persönlichen Geschichten, die Wähler zu überzeugen. Dieser Wahlspot wird im Bundesstaat Washington ausgestrahlt


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Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 HomoeheAnonym
  • 22.10.2012, 15:27h
  • Man soll Kirche vom Staat trennen. Sonst bleibt Mittelalter. Jeder kämpft für sich. Kirche ist keine Firma, die Geschäfte mit Menschen machen sollte. Warum hassen die Leute diese Kirche nicht? Wenn jemanden nicht gefällt, muss
    nicht Homoehe mögen sowie muss nicht in die Kirche. Warum spendet die Kirche das Geld nicht für Afrika für Todesstrafen. Dort leben Leute, die alles machen, was Macht bedeutet. Sexuelle Orientierungen schaden keinem, es sei denn kommt zur Vergewaltigung. Wenn man den Sinn der Politik versteht, weiß man dass die Kirche nur Politik macht. Im Mittelalter gab es Vielkinderfamilien. Will Papst oder Merkel oder Obama 10 Kinder-Familien unterhalten? Die Zeiten sind anders. Manche begreifen das nicht. Woher kommen Kriege gerade von Armut, Politik,Kirche. Auch Religion ist kein Zwang. Im Islam gibt es nur Kriege sie sind so religiös und
    trotzdem ständig Kriege in Asien. USA modernes Land hört auf Religion aber macht auch Kriege. Das schlimmste ist sich in intimes Leben einzumischen. Kinder haben doch immer auch Homovater oder Homomutter gehabt, d.h. in einer Heteroehe, die doch Homoehe war. Wir sollen doch nicht nach eiskalten z.B. Nonnen leben. Wenn jemanden Sexualität nicht interessiert, muss nicht gegen Menschen stimmen. Interessiert doch niemanden auch, dass eine Nonne keinen Orgasmus und Ehe braucht. Zivilmenschen sind nicht eiskalte Konservativen.
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#2 NilsAnonym
  • 22.10.2012, 16:05h
  • Finanziert von wem ost doch egal...die erschreckende Lehre: Plebisztite sind kein Mittel zur Rettung der Demokratie. Man sollte seeeehr vorsichtig mit diesen Mitteln direkter Demokratie sein und sich ganz genau überlegen, ob und in welchem Umfang man Volksabstimmungen zulassen sollte. Erschreckender Gedanke, dass man die Grundrechte von Minderheiten in Deutschland zur Abstimmung stellt. Man wagt ja nicht mal in einem bestimmten Bundesland die Todesstrafe zur Abstimmung zu stellen um sie aus der Verfassung streichen zu können (ich rede von einem deutschen Bundesland). Diese Abstimmungen in den USA sollten uns eine deutliche Warnung sein noch einmal gründlch zu überlegen, wieviel direkte Demokratie wir in D. aufbauen wollen, falls überhaupt.
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#3 finkAnonym
  • 22.10.2012, 16:12h
  • aus dem ersten spot:

    "wer sollte das recht haben, die ehe zu definieren? wir denken, das sollte das volk sein."
    und dann:
    "niemand hat das recht, die ehe neu zu definieren."

    ich finde ja, dass man menschen, der sich nicht mal entscheiden können, ob sie nun die demokratie fördern oder sie lieber abschaffen wollen, nicht bei politischen fragen mitentscheiden lassen sollte.

    wahlrechtsentzug für religiöse deppen!
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#4 finkAnonym
  • 22.10.2012, 16:18h
  • Antwort auf #2 von Nils
  • was mich an der "direkten demokratie" in den usa vor allem stört, ist die tatsache, dass dort alle möglichen institutionen solche z.t. unfairen und verlogenen kampagnen durchziehen. man mag sich ja damit beruhigen, dass die vielleicht gar nicht so viel bringen, aber die vermutung, dass politische entscheidungen keine frage von politischen argumenten, sondern vor allem von marketing (also den geldbeuteln der lobbyisten) seien, ist doch recht verstörend.

    andererseits: vielleicht ist es wenigstens ehrlich, wenn man ganz offen zugibt, dass politik eine ware ist, statt es - wie bei uns - zu verschleiern?
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#5 lunchpaketAnonym
#6 RobinAnonym
  • 22.10.2012, 17:27h
  • Die verschwenden Kirchensteuern und andere Steuergelder um sich in die Politik einzumischen und ihren fundamentalistischen Hass zu verbreiten.

    Wer das noch nicht getan hat, sollte ganz schnell da austreten und die bisherigen Kirchensteuern lieber direkt an Hilfsprojekte zu spenden. Das ist christlicher als eine weitere Finanzierung dieser fanatischen Hass-Sekte und ihres Prunks.
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#7 YannickAnonym
  • 22.10.2012, 17:41h
  • Wollen die wieder mal von ihren eigenen Verbrechen ablenken?

    - Jahrzehntelanges Vertuschen von massenhaftem Kindesmissbrauch,

    - Millionen Kranke, Tote und AIDS-Waisen durch Kondomverbot,

    - etc. etc. etc.

    Oder haben die einfach nur Angst, dass Aufklärung deren Prunk und Luxusleben gefährdet?

    Jedenfalls ist es schon ein Hammer, Geld, dass man lieber in mildtätige Projekte stecken sollte, lieber in Hass-Propaganda zu stecken.

    Das hat absolut nichts mehr mit Demokratie, Menschenrechten oder gar Christlichkeit zu tun!!
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#8 PetterAnonym
  • 22.10.2012, 17:50h
  • Die katholische Kirche ist echt an Scheinheiligkeit, Verlogenheit, Zynismus und menschenverachtendem Hass nicht mehr zu überbieten.

    Es gibt so viel Leid und Elend auf der Welt, wo jeder Cent dringend benötigt wird und Menschenleben retten kann.

    Stattdessen verprasst die katholische Kirche Millionensummen, um Hass zu verbreiten und ihre Meinung durchzusetzen.

    Wer jetzt noch in dieser faschistischen Sekte Mitglied ist, hat Blut an seinen Händen!
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#9 Tobi CologneAnonym
  • 22.10.2012, 17:59h
  • Die katholische Kirche hatte immer schon ein Problem mit Demokratie und der Trennung von Staat und Kirche.

    Die hätten am liebsten wieder eine Kirchendiktatur wie im Mittelalter.

    Denen geht es nur um Geld und Macht! Die müssen endlich gestoppt werden; und wie könnte man das besser als durch Geldentzug.
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#10 XDASAnonym
  • 22.10.2012, 18:12h
  • Dieses fundamentalistische, fanatische Pack von der Katholiban schreckt echt vor nichts mehr zurück!
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